BlackPoint Evolution Fund: Warum Anleihen im Portfolio unverzichtbar sind


10.06.22 14:30
BlackPoint Asset Management

München (www.fondscheck.de) - Bei allen Unwägbarkeiten am Kapitalmarkt - eines scheint sicher: Die Zinsen werden weiter anziehen, so Marcel Huber, Co-Fondsmanager des BlackPoint Evolution Fund von BlackPoint Asset Management.

Aber: Steigende Zinsen würden grundsätzlich fallende Anleihekurse bedeuten, sofern die Risikoprämien unverändert bleiben würden. Daher stelle sich für viele Anleger die Frage, ob sie im aktuellen Umfeld überhaupt noch in Anleihen investieren sollten. Im Jahr 2021 habe die Inflation weltweit zugelegt. Das habe nicht nur in den USA und in Europa gesorgt, sondern auch in vielen anderen Ländern für steigende Kapitalmarktzinsen. Für den breiten Anleihemarkt habe daraus das schlechteste Jahr seit 1999 resultiert: Der globale Bloomberg Global Aggregate Bond-Index habe 4,7 Prozent an Wert verloren.

Im Jahr 2022 würden Anleihen bislang sogar noch eine deutlich schlechtere Wertentwicklung aufweisen. Mehr als ein Drittel des Bloomberg Global Aggregate Bond-Index bestehe aus US-Anleihen. Allein dort sei die Inflation auf ein Vierjahrzehnthoch von 8,3 Prozent geschossen, die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sei von 1,6 Prozent zu Beginn des Jahres auf zwischenzeitlich knapp über 3 Prozent gestiegen. Die Zweijahresrenditen hätten noch deutlicher von 0,8 Prozent auf zwischenzeitlich knapp 2,8 Prozent zugelegt. Dieser Zinsanstieg habe neben der aktuell zu beobachtenden Risikoaversion der Marktteilnehmer für eine stark negative Kursentwicklung von Anleihen gesorgt - und das über sämtliche Marktsegmente hinweg.

Während Hochzinsanleihen mit spekulativen Ratings im vergangenen Jahr dank ihrer hohen Risikoprämien die Zinsbewegung noch deutlich hätten überkompensieren können, würden Anleger aktuell die Kreditrisiken dieser Papiere scheuen. Risikobehaftete Anleihen würden sich aktuell noch schwächer als defensive Investments entwickeln. Das falle insbesondere beim Blick auf die Schwellenländer auf. Diese seien nicht nur anfällig für einen Zinsanstieg in den sicheren Heimatmärkten vieler Investoren, sondern würden unter anderem an der Wachstumsschwäche in China leiden. Gründe für diese seien fortwährende Probleme im Umgang mit der Corona-Pandemie (Zero-Covid-Strategie), regulatorische Eingriffe und die Schwierigkeiten am Immobilienmarkt. Ohnehin sei die pandemische Entwicklung in vielen Schwellenländern weiterhin herausfordernd und verbunden mit ausbleibendem Tourismus sowie Einbrüchen in der Wirtschaftsleistung.

Die in den USA besonders hohe Inflation zwinge die Notenbank Federal Reserve zum Handeln. Neben den steigenden Energiepreisen, die für rund ein Viertel der dortigen Preisanstiege direkt verantwortlich seien, würden steigende Lohnkosten eine gewichtige Rolle spielen. Die Marktteilnehmer hätten aktuell eine aggressive Erhöhung der US-Zinsen auf ca. 2,6 Prozent bis zum Jahresende eingepreist. Für die Eurozone werde immerhin ein Anstieg von ca. -0,6 Prozent auf ca. 0,4 Prozent bis Jahresende erwartet. Hier würden steigende Energiekosten sogar mehr als die Hälfte der Preisanstiege direkt verursachen.

Gleichzeitig wachse aber auch die Sorge vor einer deutlichen Abkühlung der Wirtschaft in den USA und Europa bis hin zu einer Rezession. Ein Szenario langanhaltender Zinsanhebungen passe jedoch nicht zu einem Umfeld deutlich schwächerer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Daher würden die Experten erwarten, dass Investoren im laufenden Jahr immer wieder deutlich in ihrer Erwartungshaltung schwanken würden. Je nach aktueller Datenlage, dem daraus resultierenden Verhalten der Notenbanken sowie laufender Unternehmensveröffentlichungen würden mal das Inflations-, mal das Stagflations- oder gar das Rezessions-Szenario die Oberhand haben.

Aufgeregte Kommentare zu stärker oder schwächer steigenden Zinsen an den Kapitalmärkten und stärkerer beziehungsweise schwächerer Wirtschaftsleistung dürften auch in der zweiten Jahreshälfte für Wirbel sorgen. Bislang schlage sich die viel diskutierte konjunkturelle Abschwächung jedoch kaum in der Zinserwartung nieder, da noch auf eine nachweisbare Trendumkehr bei den Inflationsdaten gewartet werde. Eine schwächer wachsende Weltwirtschaft werde aber immer wahrscheinlicher. Insofern seien weniger stark steigende Leitzinsen im Vergleich zu den gegenwärtigen Annahmen nicht auszuschließen. Daher lasse sich weiterhin trefflich darüber diskutieren, ob es nicht verfrüht sei, einen schlechten Ausblick für Anleihen über die kommenden Jahre auszustellen.

Eines scheine jedoch sicher: Der Pfad der weiteren wirtschaftlichen Erholung und die geldpolitische Straffung sollten sich, auch im Interesse der Notenbanken, die Waage halten.

Fünf Gründe, warum die Experten an Anleihen festhalten würden: Aus ihrer Sicht gebe es mehrere gute Gründe, weiterhin in Anleihen investiert zu sein. Sie seien allesamt auf die Zusammenstellung des BlackPoint Evolution Fund, dessen Streuung sowie die langfristige Anlagestrategie zurückzuführen.

1. Streuung von Risiken und Liquiditätspuffer

Die Experten würden nicht alle Eier in einen Korb legen. Vielmehr sei es ihr Ziel, Schwankungen des Portfolios in schwierigen Marktphasen abzumildern. Da der Fonds zu einem großen Teil in Aktien investiere, eigne sich ein global ausgerichteter Anleiheanteil sehr gut, um Verluste auf Portfolioebene in Stressphasen zu begrenzen. Neben weniger defensiven Anleihen würden sich im BlackPoint Evolution Fund auch hochliquide Staatsanleihen mit kürzeren Laufzeiten befinden. Diese seien ein schwankungsarmer Liquiditätspuffer, der den Experten jederzeit zur Verfügung stehe. So könnten sie kurzfristig beispielsweise die Aktienquote erhöhen oder Chancen bei alternativen Investments ergreifen.

2. Attraktive Verzinsung

BlackPoint Asset Management investiere global in Staatsanleihen aus entwickelten Ländern, Pfandbriefen und Unternehmensanleihen - und das sowohl im Bereich der nicht-spekulativen Ratings ("Core"-Bereich) als auch im Hochzinsbereich sowie in Staatsanleihen aus Schwellenländern ("Satellite"-Bereich). Mit dieser, speziell für den BlackPoint Evolution Fund entwickelten Mischung verschiedener Anleihen, würden sie eine hohe durchschnittliche Rendite erzielen.

3. Fokus auf individuelles Ausfallrisiko

Die Bewertung von Anleihen sei von vielen Faktoren abhängig. Nicht immer würden diese nachhaltig das Ausfallrisiko einer Anleihe beeinflussen. Beispiele hierfür seien strauchelnde Konkurrenten eines Unternehmens, die teilweise unabhängig von Branchenrisiken für erhöhte Risikoprämien sorgen würden, oder steigende Zinsen. Aufgrund des langfristigen Anlagehorizonts könnten die Experten solche Schwankungen in den Bewertungen durchhalten, sofern sie davon überzeugt seien, eine attraktive laufende Verzinsung und am Ende der Laufzeit die Tilgung zu erhalten. Durch eine fortlaufende, rollierende Investitionstätigkeit würden die Experten die Investments dabei stetig an den jeweils aktuellen Marktzins anpassen.

4. Auswahl nach der Darwin-Portfoliostrategie

Beim BlackPoint Evolution Fund würden die Experten die eigens entwickelte Darwin-Portfoliostrategie verfolgen. Dabei würden sie systematisch die wesentlichen Eigenschaften möglicher Investments untersuchen: Diversifikation, Attraktivität, Resilienz, Wachstum, Interaktion und Nachhaltigkeit. Eine tiefgreifende, fundamentale Analyse der Anleihe-Emittenten und -strukturen gehe somit all den Investments voraus und werde bei bestehenden Engagements auf fortlaufender Basis durchgeführt. Dabei würden Makro- und Länder-Risiken ebenso bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt wie Sektor-Risiken und Nachhaltigkeits-Scorings.

Im Bereich der Unternehmensanleihen würden die Experten ihr Wissen über die gesamte Kapitalstruktur von Unternehmen und Banken einbringen, Risiken identifizieren und konsequent Chancen ergreifen. Ihr Anspruch sei es, in Emittenten zu investieren, die auch langfristig Bestand haben würden, und gleichzeitig eine attraktive Gesamtrendite zu erzielen. Damit setze das Portfoliomanagement nicht einfach auf den breiten Anleihemarkt, sondern wähle gezielt die im aktuellen Umfeld am besten für die Strategie geeigneten Titel aus.

5. Ausgewogene Zusammenstellung

Die Sensitivität gegenüber Zinsveränderungen sei bei den verschiedenen Anleihetypen unterschiedlich stark ausgeprägt. Das Ziel sei es, ein in sich ausgewogenes Anleiheportfolio in unserem Fonds zu integrieren. Hierzu würden die Fondsmanager laufend die Gewichtungen der einzelnen Segmente und Produkte und deren Wechselwirkung zueinander analysieren. Auch die Interaktion mit den anderen Anlageklassen innerhalb des Fonds werde regelmäßig mittels Szenarioanalysen überprüft und anschließend bei Bedarf optimiert. So würden die Experten ein ausgewogenes, gut balanciertes Gesamtportfolio erhalten, das auf langfristigen Wertzuwachs bei moderater Schwankungsbreite ausgerichtet sei. (10.06.2022/fc/a/f)