Bellevue Global Macro (Lux)-Fonds: 08/2022-Bericht, Wertverlust von 2,1% - Fondsanalyse


19.09.22 13:00
Bellevue Asset Management

Küsnacht (www.fondscheck.de) - Das Anlageziel des Bellevue Global Macro (Lux)-Fonds (ISIN LU0494761835 / WKN A1CW3N) besteht darin, über den gesamten Konjunkturzyklus konsistente positive Erträge zu erreichen, so die Experten der Bellevue Asset Management AG.

Die angestrebten Renditen sollten eine tiefe Korrelation zur Ertragsentwicklung gewichtiger Anlageklassen aufweisen. Der Fonds eigne sich daher besonders für Anleger mit einem Anlagehorizont von mindestens drei Jahren, die eine gleichmäßige absolute Rendite anstreben würden. Die Fondswährung sei Euro.

Der Fonds beabsichtige, unabhängig vom Marktumfeld, konsistente positive Renditen von rund 5% bis 7% pro Jahr zu erzielen. Dies bei einer annualisierten Volatilität von 5% bis 7%. Der Fonds investiere weltweit aktiv in mehrere Anlageklassen mit der Möglichkeit, Long- und Short-Exposure aufzubauen, wobei die Risikoparameter über die Zeit konstant gehalten würden. Ein proprietäres Screening Tool unterstütze das erfahrene Management Team bei der Marktanalyse und der Formulierung erfolgversprechender Top-Down-Strategien. Risikomanagement sei ein integraler Bestandteil des gesamten Investmentprozesses. Dank der täglichen Vorgabe eines klar definierten Risikolevels ergebe sich über die Laufzeit ein stabiles Risikoprofil. Das Portfolio investiere vorwiegend in liquide Anlagen, der Fonds biete tägliche Liquidität. Der Fonds berücksichtige ESG-Faktoren bei der Umsetzung der Anlageziele.

Im August habe der Fonds einen Wertverlust von 2,0% bei einer Volatilität von 8,8% erzielt. Der MSCI World Aktienindex sei im Berichtsmonat um 4,3% der JP Morgan Global Government Bond Index um 2,8% gefallen und Rohstoffe hätten 2,7% nachgegeben, jeweils abgesichert in Euro.

Nach einem guten Start in den August habe das FED mit dem entschlossenen Festhalten an seiner restriktiven Geldpolitik am Treffen in Jackson Hole rasche Kurskorrekturen bei riskanten und weniger riskanten Anlagen ausgelöst. Die Haupt-Performancetreiber des Fonds seien Nicht-Staatsanleihen (-0,06%), Aktien (-0,13%), Fremdwährungen (-0,28%) und Staatsanleihen (-1,51%) gewesen. Nicht-Staatsanleihen und Aktien hätten dank der Positionen in Schwellenländeranleihen bzw. im Biotechnologiesektor eine Outperformance erzielt. Die Staatsanleihen-Strategie habe den Anstieg der Rendite zehnjähriger US-Treasuries um 54 Bp von 2,65% auf 3,19% zu spüren bekommen. Die Devisenstrategie spiegele das neutrale Portfolio (100% EUR gehedgt) wider und habe unter der Stärke des USD ggü. dem EUR (+1,66%) gelitten.

Im Monatsverlauf stockten die Experten der Bellevue Asset Management AG ihr Exposure in langfristigen Staatsanleihen und Aktien von 44% auf 46% bzw. von 31% auf 32% auf. Bei den Nicht-Staatsanleihe-Positionen hätten sie nach der Rallye im Juli/Mitte August Gewinne mitgenommen, sodass sich die Allokation nun auf 24% belaufe. Die Gesamtportfolio-Duration betrage unverändert 3,7 Jahre ggü. dem langfristigen Durchschnitt von 3,8 Jahren. Die wichtigsten Hedge-Positionen seien der 10Y US Treasury (46%) sowie unsere Gold-Position (4%).

Am 18. August änderten die Experten der Bellevue Asset Management AG die Szenarien wie folgt:

Szenario 1, Gewichtung 30%: Die Inflation erreiche ihren Höhepunkt und die Zinserwartungen würden sich stabilisieren. Die Teuerungsrate werde voraussichtlich ihren Zenit erreichen, wenn die Preise wichtiger Rohstoffe wie Öl, Kupfer und Weizen wieder auf nachhaltigere Niveaus fallen würden. Lieferengpässe, verursacht durch die Lockdowns in China und den Ukraine-Krieg, würden sich ebenfalls langsam auflösen. Das FED könne die Zügel etwas lockern. Für Aktien und Hochzinsanleihen sei dieses Szenario positiv, für Staatsanleihen dagegen leicht negativ.

Szenario 2, Gewichtung 40%: Das Wirtschaftswachstum bleibe zwar positiv, die Unternehmensgewinne würden jedoch aufgrund sinkender operativer Margen schrumpfen. Die Inflation werde voraussichtlich aufgrund fallender Rohstoffpreise ihren Höhepunkt erreichen, sich allerdings bei ca. 5% einpendeln. Die Weltwirtschaft gleite zwar nicht in eine Rezession ab, aber die Aktienmärkte würden konsolidieren. Dieses Szenario habe einen neutralen bis leicht positiven Effekt für Staats- und Hochzinsanleihen.

Szenario 3, Gewichtung 30%: Eine Rezession werde immer wahrscheinlicher. Die operativen Margen von Unternehmen würden sinken. Die Abkehr von Öl- und Gaslieferungen aus Russland werde in Europa diesen Winter höchstwahrscheinlich zu Störungen der Energieversorgung führen. Die Teuerungsrate bleibe hoch, und die Zentralbanken könnten ihre Geldpolitik nicht aggressiv lockern. Dieses Szenario sei für Aktien und Hochzinsanleihen negativ. Staatsanleihen würden zwar ihren Negativtrend fortsetzen, könnten allerdings bei einer Marktkorrektur eine gute Absicherung bieten. (Stand vom 31.08.2022) (19.09.2022/fc/a/f)





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