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Aubrey European Conviction Fonds: Europa-Aktien im Aufwärtstrend


11.01.23 11:26
Aubrey Capital Management

Edinburgh (www.fondscheck.de) - Im vergangenen Jahr gerieten europäische Aktien unter Druck, so Sharon Bentley-Hamlyn, Lead Fondsmanagerin des Aubrey European Conviction Fonds (ISIN LU1964542176 / WKN nicht bekannt).

Steigende Rohstoffpreise und Lieferkettenprobleme hätten die Margen der Unternehmen gedrückt. Die Situation scheine sich jedoch schneller zu verbessern, als von vielen Analysten prognostiziert. Sharon Bentley-Hamlyn sehe handfeste Gründe für einen positiven Ausblick auf die europäischen Aktienmärkte.

Aus Sicht der Anleger, die in Europa investieren würden, seien die gesunkenen Preise für Öl und Gas der wichtigste Faktor. Sie lägen jeweils rund 40 Prozent unter ihren früheren Höchstständen. Außerdem habe Europa wahrscheinlich genug Gas eingelagert, um über den Winter zu kommen.

Dies schlage sich in rasch sinkenden Inflationszahlen nieder - zumindest bei der Gesamtinflation. Die Kerninflation ohne Lebensmittel und Energie liege mit derzeit 5 Prozent in der EU und 6,5 Prozent im Vereinigten Königreich nach wie vor über dem gewohnten Niveau. Angesichts der sinkenden Teuerungsraten sei die Geschwindigkeit der Zinsschritte von 75 Basispunkte auf 50 Basispunkte zurückgegangen. Werde man bis zum Frühjahr 25 Basispunkte sehen?

Der Aufwärtsdruck auf den US-Dollar könnte künftig abnehmen, was für die europäischen Währungen und dem Yen hilfreich wäre. Dies würde sich auch positiv auf Nicht-US-Aktien auswirken und könnte US-Dollar-Zuflüsse in andere Märkte, insbesondere Europa, Japan und die Schwellenländer begünstigen. Gleichzeitig seien europäische Aktien im Vergleich zu ihren US-Pendants sehr kostengünstig.

Die Unternehmensberichte in Europa seien das ganze Jahr über durchweg stark ausgefallen. Das Umsatzwachstum sei im dritten Quartal tendenziell höher als im ersten Halbjahr gewesen, wenngleich bei einigen Ergebnissen ein gewisser Margendruck zu beobachten gewesen sei. Logischerweise sollte dieser im Jahr 2023 nachlassen, da der Kostendruck abnehme. Dies dürfte auch die nachlassende Dynamik im Zuge der erwarteten langanhaltenden Rezession ausgleichen.

Ermutigend sei auch, dass das Beschäftigungsniveau hoch bleibe. Gleichzeitig sei zu hoffen, dass sich die Lohnforderungen trotz des Fachkräftemangels in einigen Bereichen in Grenzen halten würden. Die bisherigen Signale aus Kontinentaleuropa würden diese Erwartung stützen. (11.01.2023/fc/a/f)