Aramea Rendite Plus A Fonds: 10/2022-Bericht, Wertzuwachs von 0,16% - Fondsanalyse


22.11.22 10:00
Aramea Asset Management

Hamburg (www.fondscheck.de) - Die Anlagestrategie des Aramea Rendite Plus A soll durch die gezielte Auswahl von verzinslichen und sonstigen Anlageinstrumenten umgesetzt werden, so die Experten von Aramea Asset Management.

Der Schwerpunkt der Anlage solle auf in Euro ausgestellten Nachranganleihen und Genussscheinen liegen. Anlagen in Fremdwährungen könnten vorgenommen werden.

Für eine Trendwende sei es vermeintlich zu früh, jedoch hätten die Aktienmärkte nach dem schwachen September im Oktober ein großes Comeback erlebt. Getrieben von den Erwartungen, dass zyklische Werte die nächste Hausse antreiben würden, habe der Dow Jones den besten Monat seit 1976 verzeichnet und sei im abgelaufenen Monat um knapp 14% gestiegen. Der EURO STOXX 50 sei ebenfalls um fast 10% geklettert und habe damit die beste Oktober-Performance seit 15 Jahren gezeigt.

Ursächlich für die Kursrally des breiten Marktes seien erneut Hoffnungen gewesen, dass die Notenbanken langsam aber sicher auf die Zielgerade ihrer Zinsanhebungszyklen einbiegen könnten. Mehr oder weniger haben wir somit eine Replik dessen erleben dürfen, was bereits in den Sommermonaten zu beobachten war, als sich die Märkte ebenfalls rund zweistellig erholt hatten, so die Experten von Aramea Asset Management. Der Euro tendiere gegenüber dem US-Dollar derweil weiter um die Marke der Parität herum, die ganz offenbar eine hohe Gravitationswirkung zu haben scheine.

Die Renditen an den europäischen Anleihemärkten seien im Verlauf des Oktobers auf ein mehrjähriges Hoch gestiegen. Die EZB habe die Leitzinsen abermals um 75 Basispunkte angehoben. Auch wenn Ende des Monats eine kurze Duration-Rally zu erleben gewesen sei, habe bei den zehnjährigen Bundrenditen mit knapp 2,50% der höchste Wert seit Anfang 2011 bestaunt werden können.

Der fünfjährige europäische Swapsatz habe sich im Monat per Saldo nicht verändert, zwischendurch sei die Entwicklung jedoch von Volatilität geprägt gewesen. So habe der EUSA5 im Tief bei ca. 2,70% und im Hoch bei knapp 3,20% gelegen. Die US-Renditen hätten eine vergleichbare Entwicklung aufs Parkett gelegt - zumindest, was das längere Ende betreffe. Das kurze Ende in den USA sei hingegen kräftiger gestiegen, sodass gegen Monatsende Oktober die Zinskurve zwischen drei Monaten und zehn Jahren erstmals seit 2020 wieder invertiert habe.

Die Nachrang-Spreads von Finanzinstituten hätten sich auf Monatsbasis um knapp 50 BP eingeengt. Ein ähnlich positives Bild habe sich bei den Nachranganleihen-Indices abgezeichnet, die allesamt im Oktober ein Kursplus gezeigt hätten.

Entwicklung lboxx-Indices Nachranganleihen / Oktober 2022
Banken / 1,20%
Versicherungen / 1,12%
Industrieunternehmen / 2,20%

Den positiven Schwung des breiten Marktes habe der Aramea Rendite Plus nicht umfänglich mitnehmen können. Mit einer Performance von 0,16% habe diese niedriger als jene der Vergleichsindices gelegen. Dies sei jedoch auf die geringe Duration des Fonds zurückzuführen, während im Wesentlichen zinssensitive Nachranganleihen mit langer Restlaufzeit im Oktober profitiert hätten.

Auf Sektorebene würden Banken weiterhin der Schwerpunkt im Portfolio bleiben. Neuemissionen seien im vergangenen Monat ausgebliebenen. Für Aktivität habe hingegen wieder das amerikanische Bankhaus J.P. Morgan gesorgt. Wie bereits im Vormonat und vom Fondsmanagement erwartet, habe der Emittent die Kündigungsoption einer weiteren Nachranganleihe ausgeübt. Analog habe das konkrete USD-Papier einen variablen Kupon gezahlt (3-Monats Libor + 347 Bp). Während der Bond nun ebenfalls zu pari vom Markt genommen worden sei, habe die Anleihe Anfang Juli noch bei einem Kurs von 95 notiert.

Weiterhin halte das Fondsmanagement an Anleihen gemäß alter Regulatorik fest. Diese würden einerseits aufgrund der variablen Kuponzahlung von einem Umfeld steigender Geld- und Kapitalmarktzinsen profitieren. Andererseits würden diese Sonderideen das Potenzial kurzfristig positiver Kursentwicklungen im Zuge von Kapitalmaßnahmen seitens der Emittenten beinhalten. So geschehen als Mitte des Monats das französische Geldhaus BFCM (Banque Fédérative du Crédit Mutuel) ein Rückkaufangebot für drei Anleihen gemäß alter Regulatorik publiziert habe. Bei einem attraktiven Kursaufschlag von über 8 Punkten zum letzten Marktwert habe das Fondsmanagement in voller Höhe an dieser Kapitalmaßnahme partizipiert.

Auch Corporates Hybrids hätten analog zu den Banken Zurückhaltung bei den Neuemissionen gezeigt. Der Fokus in diesem Segment lag und liegt weiterhin auf stabilen Emittenten mit einer aktiven Hybridkurve und Anleihen kurzer bis mittlerer Laufzeiten sowie hohen Reset-Spreads, so die Experten von Aramea Asset Management.

Gleiches gelte für den Versicherungssektor. Auch hier bevorzuge das Fondsmanagement Anlagen, welche sich mit einer unterdurchschnittlichen Duration und einem hohen Back-End auszeichnen würden. Nachranganleihen würden auf diesem sehr hohen Spreadniveau weiterhin eine spannende Diversifizierungsmöglichkeit bieten. Zudem liege ein Anlageschwerpunkt auf der Erzielung hoher ordentlicher Erträge. Der durchschnittliche Kupon des Aramea Rendite Plus liege aktuell bei jährlich 4,30%, was sich auch im September durch eine erneute Ausschüttung gezeigt habe. Die durchschnittlich erwartete Rendite des Fonds betrage zum Monatswechsel 8,79% p.a. (nach Währungshedgekosten). (Stand vom 31.10.2022) (22.11.2022/fc/a/f)






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