Aramea Rendite Global Nachhaltig Fonds: 05/2022-Bericht, Wertrückgang von 1,3% - Fondsanalyse


17.06.22 15:00
Aramea Asset Management

Hamburg (www.fondscheck.de) - Die Anlagestrategie des Aramea Rendite Global Nachhaltig I soll durch die gezielte Auswahl von verzinslichen und sonstigen Anlageinstrumenten umgesetzt werden, so die Experten von Aramea Asset Management.

Der Fonds investiere global in verzinsliche Wertpapiere und verfolge dabei einen aktiven Investmentansatz. Investiert werde in Unternehmens-, Nachrang-, Wandel-, Staats-, Covered Bond-, inflationsindexierte sowie Emerging Markets-Anleihen. Der Fonds dürfe neben Anleihen mit Investment-Grade auch Anleihen ohne Investment-Grade Rating sowie Anleihen ohne Rating erwerben. Es dürften Fremdwährungsanleihen erworben werden.

Der Monat Mai habe für Anleihegläubiger ebenso mit Kursverlusten aufgewartet wie bereits ausnahmslos die Vormonate des laufenden Jahres 2022. Möchte man Positives an der Entwicklung der Performance des Monats Mai festmachen, so der im Ausmaß um die Hälfte reduzierte Monatsverlust im Vergleich zum Vormonat April.

Während europäische Staatsanleihen mit durchschnittlich minus 2% im Monatsverlauf die schlechteste Performance im Vergleich aufweisen würden, hätten auch Unternehmens- und Finanzanleihen mit minus 1,5% bzw. minus 1% nur wenig besser abschneiden können. Lichtblicke des Monats Mai seien im Anleihesegment lediglich Pfandbriefe/Covered Bonds gewesen sowie nachrangige Industrieanleihen, welche sich mit minus 0,4% bzw. minus 0,2% entwickelt hätten.

Nachdem es im Verlauf des Monats Mai für Rentenanleger zunächst danach ausgesehen habe, als würden den Inflationssorgen nun gestiegene Rezessionssorgen den Rang ablaufen, hätten die Renditeanstiege zum Monatsende erneut an Dynamik gewonnen. Besonders am kurzen Ende der Zinskurve hätten diese Entwicklungen beobachtet werden können. So seien die Renditen zweijähriger Bundesanleihen zunächst um ca. 20 BP auf 0,05% gesunken, begründet in einer aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Entwicklungen weniger aggressiven EZB hinsichtlich Leitzinserhöhungserwartungen.

Über den Erwartungen liegende Inflationsraten (am Beispiel Deutschland +7,9% im Jahresvergleich, EU harmonisiert +8,7% im Jahresvergleich), veröffentlicht zum Monatsende, hätten den Fokus jedoch erneut sehr schnell einzig und allein auf das Bekämpfen der weiter steigenden Preisraten durch die Notenbanken gelenkt. So seien die Renditen zweijähriger Bundesanleihen von ihrem Tief im Monatsverlauf (0,05%) um über 45 BP auf 0,5% zum Monatsende hin angestiegen (nachrichtlich: in den ersten Tagen des Monats Juni gehe die Dynamik um bereits weitere +10 BP auf über 0,6% unvermindert weiter). Ähnliches Verhalten hätten ebenso die Renditen im Laufzeitenbereich drei bis zehn Jahre gezeigt, wenngleich in etwas geringerem Ausmaß. Besonderes Augenmerk im Monat Mai falle auf die Veränderungen der Renditen in den Laufzeiten größer zehn Jahre. Neben dem Anstieg im Geldmarktbereich hätten sich mit ca. +30 BP die Zinssätze in diesem Laufzeitenbereich sehr dynamisch erhöht - ein Abbild der nun auch längerfristig gestiegenen Inflationserwartungen der Marktteilnehmer.

An den Aktienmärkten sei eine siebenwöchige Serie an Kursverlusten zu einem zwischenzeitlichen Ende gekommen. Während besonders technologielastige Aktien weiterhin an Boden abgegeben hätten, hätten sich die übrigen Aktienmarktsegmente stabilisieren oder gar hinzugewinnen können. Insbesondere der Deutsche Aktienindex habe 2,1% hinzugewonnen, gefolgt vom EURO STOXX 50 mit +0,9%. Dieses verbesserte Stimmungsbild habe sich sowohl am stärker gewordenen EUR/USD (+1,8%) als auch am fallenden Goldpreis gezeigt. Steigende Realrenditen (die Differenz aus Nominalzins und Inflation) hätten auf dem Goldpreis gelastet. Bei den Energierohstoffen habe ein schwebendes EU-Öl-Embargo für russisches Öl zu um ca. 10% steigenden Preisnotierungen geführt. Am Gasmarkt habe sich derweil die Preisentwicklung im Monat Mai entspannt, es seien die Preise um ca. 11% gesunken, da sich ein kompletter Lieferstopp für russisches Gas in die EU weiterhin nicht auf der Tagesordnung befinde, abgesehen von zunehmenden Lieferstopps seitens Russland in einzelne Länder der EU aufgrund von Streitigkeiten in der Art und Weise der Bezahlung des russischen Gases (Rubel vs. EUR bzw. USD).

Zu dem erneuten akzentuierten Anstieg in den risikofreien Zinsen würden sich steigende Risikoaufschläge hinzuaddieren. Im Segment der Unternehmensanleihen (Industrie- und Finanzunternehmen) hätten sich die Risikoaufschläge im Monatsvergleich um über 20 BP (Ratingband BBB) erhöht. Für den Jahresverlauf bedeute dies nunmehr bereits einen Anstieg um ca. 90 BP. (Stand vom 31.05.2022) (17.06.2022/fc/a/f)