Apus Capital ReValue Fonds: 11/2022-Bericht, Wertsteigerung von 6,5% - Fondsanalyse


03.01.23 08:50
Aramea Asset Management

Hamburg (www.fondscheck.de) - Das Sondervermögen des Apus Capital ReValue strebt einen möglichst hohen Wertzuwachs an, so die Experten von Aramea Asset Management.

Dieser solle vorrangig durch Direktinvestments in Aktien erzielt werden. Diese würden aus Wachstumsmärkten und Branchen mit überdurchschnittlich guten Aussichten selektiert. Bei allen Anlageentscheidungen stehe die langfristige Beurteilung des Geschäftsmodells und der Ertragsperspektiven im Vordergrund. Einen Schwerpunkt lege das Fondsmanagement darauf, in Unternehmen zu investieren, die im Wandel von Märkten zu den Gewinnern zählen würden. Der Fonds könne in bestimmten Marktphasen auch in Liquidität halten. Attraktive Unternehmensanleihen könnten beigemischt werden.

Der Monat November sei ein ausgesprochen guter Monat gewesen für nahezu alle Assetklassen von Aktien, Anleihen bis zu Rohstoffen. Das starke positive Momentum, das ja bereits im Oktober begonnen habe, habe sich aus einer Vielzahl von Faktoren genährt. Aus Sicht der Experten von Aramea Asset Management sei der Wichtigste hierbei der nachlassende Inflationsdruck. Die letzten Preissteigerungsraten hätten sowohl in den USA als auch in Europa unter den Schätzungen des Marktes gelegen. Die Experten von Aramea Asset Management würden glauben, es gebe Gründe hierfür sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite. Auf der Angebotsseite sähen die Experten eine zunehmende Normalisierung der Güter-Verfügbarkeit, was sich unter anderem in stark fallenden Frachtraten ausdrücke. Zudem gebe es verstärkt Anzeichen, dass die chinesische Null-Covid Strategie gelockert werden könnte. Auf der Nachfrageseite erleben wir insbesondere in den USA eine starke Abschwächung am Immobilien- und am Gebrauchtwagenmarkt, so Experten von Aramea Asset Management. Dies deute auf eine (von den Zentralbanken gewünschte) Abkühlung der Wirtschaft - und damit auch der Inflation - hin.

Im Berichtsmonat November habe der DAX 8,6% gewonnen, was in etwa der gleiche Anstieg gewesen sei, den man schon im Oktober (+9,4%) habe beobachten können. Auch die nationalen Nebenwerte-Indices hätten sich deutlich erholt (MDAX: +8,1%, SDAX: +9,7%). International sei das Bild ähnlich gewesen (DJ STOXX 600: +6,9%, S&P 500: 5,6%, NASDAQ: 4,5%). Nur wenige Assetklassen hätten im November an Wert verloren: Öl (Brent minus 10%), der US-Dollar (-5% gegen ein gewichtetes Basket) und Kryptowährungen (Bitcoin minus 16%).

Auch der APUS Capital ReValue Fonds habe sich mit 6,5% deutlich erholen können. Damit habe sich der Fonds, der in viele kleinere und mittelgroße Unternehmen investiere, in etwa mit dem DJ STOXX 200 Small (6,7%) bewegt. Auch auf Jahresbasis liege der Fonds immer noch hinter dem Gesamtmarkt zurück, was nicht zuletzt auf sein hohes Gewicht in Technologiewerten zurückzuführen sei. Seit Auflage im Oktober 2011 weise der Fonds jedoch mit +204%(oder 10,5% p.a.) unverändert eine deutliche Outperformance gegenüber allen relevanten europäischen Vergleichsindices auf.

Positiv zum Monatsergebnis beigetragen hätten insbesondere Süss MicroTec und SES Imagotag, während Zaptec und Mynaric performancemindernd gewirkt hätten. Käufe hätten die Experten von Aramea Asset Management bei größeren deutschen Software- und Automatisierungsunternehmen getätigt. Hingegen hätten die Experten ihr Engagement bei einer dänischen Pharmafirma deutlich reduziert. Unsere Cash Quote per Ende November betrug 10,7%, die Experten von Aramea Asset Management.

Unsere in den letzten Monatsberichten gehegte Hoffnung, wonach die westlichen Zentralbanken beim Kampf gegen die Inflation erste Erfolge vorweisen können, scheint sich zu erfüllen, so die Experten von Aramea Asset Management. Es bestehe allerdings die Gefahr, dass die Zinserhöhungen der vergangenen Monate bereits spürbare Bremsspuren in der globalen Wirtschaft hinterlassen hätten und sich der Fokus der globalen Finanzmärkte in den kommenden Monaten auf die nachlassende Wirtschaftsdynamik beziehungsweise die Stärke der möglichen Rezession verschieben könnte.

Für übertriebenen Pessimismus bestehe allerdings (noch) kein Grund: Aus den rund 50 Managementgesprächen der Experten von Aramea Asset Management in der zweiten November-Hälfte gehe in Summe klar hervor, dass das Glas als halb voll angesehen werde. Belastungen aus Lohnsteigerungen oder Energiepreisen seien zwar vorhanden. Die Nachfrage insbesondere für innovative Produkte erscheine aber unverändert hoch, sodass die meisten Unternehmen optimistisch nach vorn blicken würden. Eine Öffnung Chinas nach den strikten Lockdowns der vergangenen Jahre könnte sich als weiterer positiver Impuls herausstellen. Entsprechend hätten die Experten von Aramea Asset Management den Monat genutzt, um weitere interessante, zuletzt deutlich verbilligte Marathonunternehmen in ihr Portfolio aufzunehmen, beziehungsweise ihre Engagements in vorhandenen Titeln weiter auszubauen. (Stand vom 30.11.2022) (03.01.2023/fc/a/f)






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