Aegon Global Equity Income Fund: Dividendentitel gegen Inflation


05.09.22 11:00
Aegon Asset Management

Baltimore (www.fondscheck.de) - Dividenden sind ein wichtiges Element der langfristigen Aktienrenditen, die seit 1940 etwa ein Drittel der Renditen ausmachen, so Mark Peden, Portfoliomanager des Aegon Global Equity Income Fund bei Aegon Asset Management.

Dies werde noch wichtiger, wenn die Kapitalerträge gedämpft seien. Die Experten würden davon ausgehen, dass der Anteil der Dividenden an den Gesamtrenditen im aktuellen Umfeld größer sein werde als in den letzten zehn Jahren, als die Kapitalrenditen dominiert hätten. Wichtig sei, dass Dividenden in der Vergangenheit gut mit der Inflation Schritt gehalten hätten.

In den USA würden Unternehmen, die Dividenden zahlen würden, in Zeiten hoher Inflation und steigender Zinsen in der Regel besser abschneiden als Unternehmen, die keine Dividenden zahlen würden. Außerdem seien sie in der Regel defensiver ausgerichtet, das heiße, sie würden in schlechten Zeiten weniger stark als der Markt fallen. Dies sei unter den derzeitigen volatilen Bedingungen wichtig. Dividendenstrategien würden naturgemäß in etabliertere Unternehmen investieren, die einen hohen freien Cashflow erwirtschaften und sich in einem wachstumsschwachen oder rezessiven Umfeld besser behaupten würden als wachstumsorientierte Unternehmen, die für dieses Wachstum investieren müssten.

Verlässliche dividendenzahlende Unternehmen seien Qualitätsunternehmen, die beständige Erträge erwirtschaften würden und starke Bilanzen hätten. Qualität bedeute, dass die Unternehmen gute, beständige Eigenkapitalrenditen (ROE) erwirtschaften und über solide Bilanzen verfügen würden, was in der Praxis eine relativ geringe Nettoverschuldung bedeute. Die Kunst bestehe darin, Unternehmen zu finden, die Dividenden über dem Marktniveau zahlen könnten, deren Erträge gut gedeckt seien und die wahrscheinlich im Laufe der Zeit wachsen würden.

Beständigkeit sei auch bei Einkommensinvestitionen sehr wichtig - diese Kennzahlen sollten im Laufe der Zeit konstant sein und nicht von Jahr zu Jahr stark schwanken. Zusammengenommen seien diese Faktoren eine starke Mischung. Unternehmen mit hoher Verschuldung und übermäßig hohen Dividendenausschüttungen seien sehr viel anfälliger für hohe Inflation, Zinserhöhungen und eine Abschwächung der Wirtschaftstätigkeit. Dividendenkürzungen seien oft die Folge.

Bei der Suche nach potenziellen Gewinnern in diesem Segment gebe es bestimmte Bereiche, die Anleger in Betracht ziehen könnten, darunter das Gesundheitswesen, Basiskonsumgüter und Versorgungsunternehmen, da sie relativ unempfindlich gegenüber Konjunkturzyklen seien. Gesundheitswesen, Basiskonsumgüter und Versorger seien in der Regel relativ immun gegen den Konjunkturzyklus. Auch bei den Finanz- und Industriewerten gebe es mehrere 'Dividendenkönige', was zeige, dass es auch in zyklischeren Bereichen Chancen gebe. Dividendenkönige seien Unternehmen, die seit 50 Jahren jährliche Dividendenerhöhungen vorweisen könnten, und diese würden in der Regel aus den USA kommen - in Kontinentaleuropa gebe es eigentlich keine.

Erhöhte Ausschüttungen seien in der Regel ein Zeichen des Vertrauens in die Zukunft des Unternehmens und würden zu einer entsprechend positiven Reaktion des Aktienkurses führen. Vielleicht würden diese Unternehmen zu neueren Branchen wie der Halbleiterindustrie gehören, die nicht die Erfolgsbilanz von 50 oder 60 Jahren aufweisen würden, aber sie könnten in einem auf Dividenden ausgerichteten Portfolio genauso effektiv sein.

Johnson & Johnson sei ein globaler Gesundheitsriese, dem eine Reihe von Pharma-, MedTech- und Verbrauchermarken gehören würden. Die Nachfrage im Gesundheitswesen sei sehr unelastisch, was dem Unternehmen 60 Jahre lang ununterbrochene Dividendenerhöhungen beschert habe.

Cincinnati Financial sei ein US-Schaden- und Unfallversicherer. Das Versicherungswesen sei ein zyklischerer Markt als das Gesundheitswesen, sodass die Tatsache, dass das Unternehmen seine Dividende 61 Jahre in Folge habe erhöhen können, vielleicht sogar noch beeindruckender sei und davon zeuge, wie gut das Unternehmen geführt werde.

Zwei weitere Aktien mit mindestens 50 Jahren Dividendenerhöhung seien PepsiCo und Nucor. Pepsi werde den meisten Menschen ein Begriff sein, aber Nucor sei vielleicht ein weniger bekannter Name. Nucor sei ein US-amerikanischer Stahlhersteller, der seit 50 Jahren ununterbrochen seine Dividenden erhöhe. Wenn man bedenke, wie zyklisch die Stahlindustrie sei, sei das eine bemerkenswerte Leistung.

Nucor lege auch großen Wert auf Nachhaltigkeit - das Unternehmen sei der größte Recycler von Metallschrott in den USA und dank seiner effizienten Betriebsabläufe betrage seine Kohlenstoffintensität weniger als ein Drittel des weltweiten Durchschnitts für Stahlwerke. Dies werde hoffentlich dazu beitragen, die Dividende für weitere 50 Jahre zu steigern. (05.09.2022/fc/a/f)





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