SPDR Bloomberg SASB Corporate ESG ETFs: Der Wind dreht sich: Gründe, sich mit Investment-Grade-Krediten zu befassen


09.06.22 15:42
State Street Global Advisors

Boston (www.fondscheck.de) - Die ersten fünf Monate des Jahres 2022 waren für die Anleger an den Anleihemärkten eine Strafe, so die Experten von State Street Global Advisors in ihrem aktuellen "SPDR Strategie Espresso".

Es gebe jedoch einige Anzeichen dafür, dass sich der Wind drehe, zumindest für den US-Markt. Trotz der jüngsten Volatilität liege die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen immer noch mehr als 10 Basispunkte unter den jüngsten Höchstständen. Das habe zur Stabilisierung anderer Märkte, insbesondere der Investment-Grade-Kredite, beigetragen. Die längere Duration im Vergleich zu reinen Staatsanleihen und die Ausweitung der Spreads aufgrund von Sorgen über die Stärke der US-Wirtschaft hätten die Renditen im Jahr 2022 belastet.

Die Rücknahme der Zinserwartungen habe jedoch den Aufschwung bei den Krediten begünstigt. Mit Blick auf die Zukunft sähen die Experten von State Street Global Advisors vier wichtige Bereiche, die festverzinsliche Anleger bei der Bewertung von Investment-Grade-Krediten berücksichtigen sollten.

Inflationssorgen. Der Verbraucherpreisindex sei hoch, aber zumindest steige er nicht mehr, da die Jahresrate im April von 8,5% auf 8,3% gesunken sei. Die monatlichen VPI-Werte für Mai und Juni seien im Jahr 2021 hoch gewesen, was die Wahrscheinlichkeit erhöhe, dass die Jahresrate aufgrund von Basiseffekten zurückgehen werde. Ein anhaltender Rückgang der Inflation könnte den Druck auf die US-Notenbank (FED), die Zinsen zu erhöhen, etwas mindern.

Höchstsätze. Geringere Erwartungen an eine Straffung der Politik würden sich bereits in der Preisgestaltung für Zinserhöhungen zeigen. Der Einjahres-Terminkurs des US-Einmonatssatzes - ein guter Indikator dafür, wo der Markt die Leitzinsen in einem Jahr sehen werde - sei zurückgegangen und liege mehr als 15 Basispunkte unter dem Höchststand ). Dies stehe im Gegensatz zu den EUR-Terminsätzen, die auf neue Höchststände über 1,5% gestiegen seien. Längerfristige Termingeschäfte würden ihre Höchststände in der Regel näher am Ende des Zinserhöhungszyklus erreichen. Allerdings habe sich der Markt schnell bewegt, um einen schnellen Anstieg der US-Leitzinsen auf ein neutraleres Niveau (3,0%) einzupreisen. Solange nicht klar werde, dass die Inflation wieder ansteige oder sich das Wachstum wieder beschleunige, gebe es kaum Gründe, Erwartungen über dieses Niveau hinaus zu schrauben.

Verlangsamung des Wachstums? Die Befürchtung, dass die FED die Geldpolitik zu stark straffen und das Wachstum abwürgen könnte, habe die Kreditspreads auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren getrieben. Das Wachstum habe sich relativ gut gehalten und Indikatoren wie die ISM-Indices lägen weiterhin deutlich über 50. Dies deute darauf hin, dass die wirtschaftliche Expansion anhalte. Es gebe bisher nur wenige Anzeichen für eine finanzielle Notlage. Das Verhältnis zwischen Heraufstufungen und Herabstufungen für Investment-Grade-Unternehmen in Nordamerika liege im zweiten Quartal sowohl bei S&P als auch bei Moody's deutlich über eins.

Renditeschub. Die Kombination aus dem Anstieg der Renditen von US-Schatzpapieren und der Ausweitung der Spreads habe die Renditen von Investment-Grade-Strategien in die Höhe getrieben. Die Rendite des Bloomberg US Corporate Bond Index habe fast 4,5% erreicht. Das liege nahe den Höchstständen während der COVID-Krise und über dem Höchststand von 2018.

Die Zuflüsse in börsengehandelte US-Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating hätten bis Ende Mai zugenommen, da sich die Anleger möglicherweise auf einen Aufschwung eingestellt hätten. Das Hauptrisiko bestehe darin, dass die Inflation weiterhin nach oben überrasche. Derzeit scheine dies eher ein Problem für Europa zu sein. Es sei viel weniger klar, dass die Zinserwartungen der Zentralbanken in Europa überschlagen würden. Dies bedeutet, dass wir bei europäischen Investment-Grade-Anlagen weiterhin Strategien mit kurzer Laufzeit bevorzugen, so die Experten von State Street Global Advisors.

Bei US-Krediten scheine ein Engagement in allen Laufzeiten jetzt angemessener zu sein. Es habe eine längere Duration als ein reiner Treasury-Index. Investment-Grade-Kredite erscheinen angesichts des Potenzials für eine Spreadeinengung nach der im bisherigen Jahresverlauf zu beobachtenden Ausweitung, als eine der besseren Möglichkeiten für einen Aufschwung am Zinsmarkt, so die Experten von State Street Global Advisors. Sollten sich die Gewinne als kurzlebig erweisen und der Markt sich stabilisieren, dürften die höheren Renditen von Investment-Grade-Anlagen für zusätzliche Erträge sorgen. Die Spreads des Bloomberg US Corporate Bond Index würden einen Renditeanstieg von etwa 130 Basispunkten gegenüber einem Treasury-Index mit ähnlicher Duration bieten.

Schließlich habe die Verengung der Zinsdifferenzen in den USA und Europa begonnen, dem USD zu schaden. Für EUR-Anleger, die befürchten würden, dass dies Teil einer größeren USD-Abwertung sei, sei eine Währungsabsicherung immer eine Option.

Anleger, die auf das Thema Investment Grade in den USA und Europa setzen möchten, könnten dies mit SPDR ETFs tun, z.B.: SPDR® Bloomberg SASB U.S. Corporate ESG UCITS ETF (Acc) (ISIN IE00BLF7VX27 / WKN A2QB0R), SPDR® Bloomberg SASB U.S. Corporate ESG EUR Hdg UCITS ETF (ISIN IE00BYTH5602 / WKN A3DESY), SPDR® Bloomberg SASB 0-3 Year Euro Corporate ESG UCITS ETF (Acc) (ISIN IE00B6YX5H87 / WKN A3C6TS). (Ausgabe vom 08.06.2022) (09.06.2022/fc/a/e)





hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
24,718 € 24,826 € -0,108 € -0,44% 24.06./17:36
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
IE00BLF7VX27 A2QB0R 27,23 € 24,40 €
Werte im Artikel
27,49 plus
+0,99%
24,72 minus
-0,44%
29,44 minus
-0,61%