S4A US Long Fonds: Mit US-Value-Aktien erfolgreich durch die Krise - Fondsanalyse


03.08.22 08:30
Universal-Investment-GmbH

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Value-Aktien sind in aller Munde: Im bisherigen Jahresverlauf zeigen sie eine deutliche Outperformance im Vergleich zu Wachstumswerten, die in den letzten Jahren den Markt getrieben hatten und aktuell unter steigenden Zinsen leiden, so die Experten der Universal-Investment-GmbH in ihrer aktuellen Ausgabe von "ChampionsNews".

Die empirische Kapitalmarktforschung zeige, dass Value-Aktien auch langfristig eine Prämie liefern würden. Um sie auszunutzen, setze Source For Alpha im Investmentprozess des S4A US Long (ISIN DE000A1H6HH3 / WKN A1H6HH, AK R; ISIN DE000A112T67 / WKN A112T6, AK I) auf ein Substanzwerteportfolio, das grundsätzlich riskante Aktien sowie "Verlierer-Aktien" vermeide - in besonders turbulenten Zeiten aber antizyklisch auch Chancen nutze und damit bereits seit über zehn Jahren erfolgreich sei.

Nachdem die Märkte in den letzten Jahren durch die sehr gute Performance der Wachstumswerte getrieben worden seien, habe sich das Blatt im bisherigen Jahresverlauf deutlich gewendet: Die teilweise sehr hohen Bewertungsniveaus dieser Growth-Titel würden angesichts stark steigender Zinsen Schritt für Schritt korrigiert. Gleichzeitig würden die Investoren in diesen turbulenten Zeiten die Sicherheit von Substanzwerten suchen, die in der Vergangenheit auch in einem Umfeld höherer Inflation gute Renditen hätten liefern können. Dies führe zu einer deutlichen Outperformance der Value-Aktien, was wiederum die Aufmerksamkeit weiterer Investorenkreise auf sich ziehe und die relative Rendite der Substanzwerte weiter erhöhe.

Aus wissenschaftlicher Sicht mache es absolut Sinn, in günstige Substanzwerte zu investieren, anstatt in hoch bewertete Wachstumsaktien: Eine Reihe an Forschungsarbeiten zeige, dass Value-Aktien deutlich höhere Renditen aufweisen würden. Diese empirischen Studien würden belegen, dass eine Value-Prämie an fast allen entwickelten Kapitalmärkten existiere. Doch wie könne Kapitalmarkforschung in der Praxis genau genutzt werden?

Das Erfolgsrezept eines der besten Publikumsfonds in seiner Peergroup: Die Anlagestrategie des S4A US Long verfolge im Kern einen konsequenten Value-Ansatz, um von der langfristigen Outperformance von Value-Aktien des Anlageuniversums S&P 500 profitieren zu können. Innerhalb des Investmentprozesses werde zunächst für alle Aktien ein kombinierter Value-Indikator berechnet, der sich insbesondere aus einer Reihe von Bilanzkennzahlen ergebe. Viele substanzwertbasierte Anlagestrategien würden sich nahezu komplett auf diesen Bewertungsaspekt fokussieren. Sie würden versuchen, immer genauer und immer besser herauszufiltern, welche Aktien die am niedrigsten bewerteten des Marktes seien.

Viel wichtiger sei jedoch das Zusammenspiel von Unternehmensbewertungen mit anderen Faktoren: Es existiere ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Bewertungsniveau einerseits und dem Risiko sowie der historischen Kursentwicklung (Momentum) andererseits. Value-Titel würden häufig höhere Risiken aufweisen als der Markt. Zudem seien niedrig bewertete Value-Titel häufig Verlierer-Aktien, das heiße Aktien, deren Kurse in der Vergangenheit stark gefallen seien. Die Kapitalmarktforschung zeige, dass sowohl Verlierer-Aktien als auch riskante Aktien im Durchschnitt eine Underperformance aufweisen würden. Für ein erfolgreiches Portfolio Management sei es somit notwendig, den Zusammenhang zwischen Bewertungsniveau einerseits und Risiko sowie Momentum andererseits aufzubrechen. Innerhalb des Investmentprozesses geschehe dies, indem Unternehmen mit hohem Risiko beziehungsweise schlechter Kursentwicklung (niedrigem Momentum) aus dem Portfolio herausgefiltert und entfernt würden.

Wichtig sei aber auch, eine Zeitvariabilität zu beachten: Die beschriebene durchschnittliche Underperformance riskanter Aktien sowie Verlierer-Aktien gelte nicht durchgehend. Eine Ausnahme würden Crash-Situationen bilden, die mit einer sehr hohen Risikoaversion der Marktteilnehmer einhergehen würden: In Zeiten sehr hoher Risikoaversion würden riskante Aktien sehr günstig. Langfristig kehre die Risikoaversion allerdings immer wieder auf ein normales, neutrales Niveau zurück und die Bewertungen würden sich angleichen ("Mean Reversion"). Notwendigerweise seien auf dem Weg zur Normalisierung die Renditen der günstigen, riskanten Aktien deutlich höher als die Renditen des Gesamtmarktes. Innerhalb des Investmentprozesses werde dieser wichtige Aspekt berücksichtigt, indem man in "Angst-Phasen" eine offensivere, riskantere Ausrichtung des Portfolios eingehe. Dies impliziere, dass der S4A US Long nach Crash-Phasen häufig ein überdurchschnittliches Risiko aufweise und von einer einsetzenden Markterholung überproportional profitiere. Beispiele für derartige Erholungsrallys, von denen der Fonds profitiere, seien die hohe Outperformance nach der Corona-Krise (März 2020) oder der amerikanisch-chinesische Handelskrieg (Dezember 2018). (Ausgabe 2/2022) (03.08.2022/fc/a/f)






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