OPTINOVA Conventional & Clean Energy Fonds: Energiebranche im Umbruch - Fondsanalyse


04.08.22 09:00
Universal-Investment-GmbH

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Wohl kaum ein Industriezweig ist derzeit so starken Veränderungen ausgesetzt wie die Energiebranche, so die Experten der Universal-Investment-GmbH in ihrer aktuellen Ausgabe von "ChampionsNews".

Ob Klimawandel, Dezentralisierung oder aktuell der Ukraine-Krieg: Die Herausforderungen sind immens, Anleger und Investoren müssen sich immer wieder neu orientieren. Der OPTINOVA Conventional & Clean Energy (ISIN DE000A3CWRP4 / WKN A3CWRP, AK R; ISIN DE000A14N5W1 / WKN A14N5W, AK I) ist seit sieben Jahren mit einem ausgezeichneten Track-Record auf den Energiebereich spezialisiert. Die breite Streuung im Portfolio sorgte bisher für weniger Volatilität und geringere Drawdown-Phasen. Mehr dazu im Interview mit Armin Sabeur, Vorstand und Portfolio Manager von OPTINOVA.

"ChampionsNews": Warum sollten Anleger trotz der hohen Unsicherheit überhaupt in den Energiesektor investieren?

Armin Sabeur: Der Energiesektor lag jahrelang weniger im Fokus der Investoren. Zu Unrecht, wie wir meinen. Denn seit Jahrzehnten nimmt der weltweite Energieverbrauch kontinuierlich zu. Trotz des technologischen Fortschritts und steigender Effizienz wird sich daran auch in den kommenden Dekaden nichts ändern. Als Treiber für Zivilisation und Fortschritt sollte der Energiesektor deshalb in jedem ausgewogenen Wertpapierdepot enthalten sein. Hinzu kommt die Inflationsentwicklung. Energieunternehmen befinden sich am Anfang der Wertschöpfungskette, und Kostensteigerungen können deshalb relativ problemlos weitergegeben werden.

Welche besonderen Herausforderungen ergeben sich durch den Wandel, mit dem sich der Energiebereich derzeit auseinander setzen muss?

Der Umbruch in der Energiebranche hat schon vor vielen Jahren begonnen und wird noch lange anhalten. Wesentliche Punkte sind dabei die Umsetzung der Energiewende (Dekarbonisierung) und die Digitalisierung der Energiewirtschaft. Gleichzeitig haben die jüngsten Ereignisse gezeigt, dass die Energieversorgung sowohl regional als auch hinsichtlich der Energieträger möglichst breit aufgestellt sein muss. Der Krieg in der Ukraine wirkt diesbezüglich zwar nicht als Ursache, wohl aber als Katalysator, der verschiedene Entwicklungen beschleunigt. Das schafft sehr attraktive Investitionsmöglichkeiten.

Diese liegen wohl vor allem im Bereich der erneuerbaren Energien?

Die Zukunft gehört den regenerativen Energien, daran besteht kein Zweifel. Sie sind aber noch lange nicht flächendeckend verfügbar, und ihr Anteil wird auf absehbare Zeit zu gering bleiben, um die Welt ausschließlich oder auch nur weitestgehend mit nachhaltigen und emissionsarmen Energieträgern versorgen zu können. Wenn wir nicht die Fundamente unserer Wirtschaft gefährden wollen, werden wir noch sehr lange auf gut funktionierende Brückentechnologien angewiesen sein. Andere Länder, wie etwa Frankreich, sind mit dieser Erkenntnis sehr viel weiter als Deutschland.

Gleichwohl scheint das Investieren in nicht CO2-neutrale Energieformen etwas aus der Zeit gefallen zu sein?

Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) stehen konventionelle Energieträger aktuell noch für 84 Prozent des weltweiten Primärenergiebedarfs. Diese Realität bilden wir in unserem Fonds ab. 72 Prozent der Mittel sind deshalb in konventionellen Energien (Gas, Öl, Kohle und Kernkraft) investiert. Die restlichen 28 Prozent unserer Investitionen tätigen wir im alternativen Bereich. Hier berücksichtigen wir die Solar- und Windenergie, aber auch Unternehmen, die über Wasserkraftwerke oder Biogasanlagen Strom erzeugen. Dabei werden wir die Nachhaltigkeitsquote sukzessive erhöhen, sobald mehr Unternehmen in diesem Segment auch tatsächlich nachhaltig wirtschaften und unsere strengen Value-Kriterien erfüllen.

Investitionen erfolgen dann direkt in die Unternehmen, die Sie für aussichtsreich halten?

Unser Energiefonds investiert systematisch in Aktien, ETFs und ETCs. Einerseits bietet er Anlegern damit die Möglichkeit, direkt in Energieerzeugungsunternehmen und Versorger zu investieren, andererseits ermöglicht der Conventional & Clean Energy über entsprechende ETFs aber auch eine breite Diversifikation. Dies ist insofern wichtig, als das Segment der erneuerbaren Energien von verhältnismäßig jungen, spezialisierten und kleinen Gesellschaften geprägt ist. Mit ETCs ist zudem die unmittelbare Partizipation an steigenden Öl- und Gaspreisen möglich. Die jeweilige Gewichtung der Portfoliobestandteile richtet sich dabei prognoseunabhängig und frei vom Bauchgefühl der Fondsmanager allein nach einer um Trendindikatoren erweiterten Value-Analyse. (Ausgabe 2/2022) (04.08.2022/fc/a/f)





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