ETFs: Auch die neue Generation Energieunternehmen gefragt


14.06.22 16:46
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Zins- und Rezessionssorgen bestimmen das Marktgeschehen - auch im ETF-Handel, so die Deutsche Börse AG.

Um fast 1.300 Punkte sei der DAX gegenüber Anfang vergangener Woche abgerutscht, am Dienstagmittag stehe der Index bei 13.387 Punkten. Die Umsätze seien allerdings eher verhalten. "Nur gestern war mehr los", berichte Frank Mohr von Société Générale. "Panik gab es nicht, aber einen Verkaufsdruck." Über die Woche gesehen hätten sich Käufe und Verkäufe die Waage gehalten. Maurice Touma von Lang & Schwarz melde hingegen ein gestiegenes Handelsaufkommen. "Fallen die Kurse, gehen bei uns die Umsätze hoch." Die niedrigeren Preise würden für einen Wiedereinstieg genutzt.

Lieber globale und US-Aktien als europäische Titel - so laute das Motto im Handel mit Aktien-ETFs. Wie Mohr melde, würden Käufe von ETFs wie dem SPDR MSCI World und dem iShares S&P 500-Tracker mit Währungsabsicherung (ISIN IE00B3ZW0K18 / WKN A1C5E9) dominieren, im Lyxor Core Stoxx Europe 600 hingegen die Verkäufe - alles allerdings nur leicht. "Auch bei deutschen Aktien gibt es einen kleinen Verkaufsüberhang."

Auch die deutlichen Kursrücksetzer an der Nasdaq würden Anleger für Neupositionierungen nutzen, wie Touma feststelle. Gesucht seien einfach, aber auch dreifach gehebelte Produkte, etwa ETNs wie der WisdomTree NASDAQ 100 3x Daily Leveraged.

Im Handel mit Branchenindexfonds drehe sich einmal mehr (fast) alles um Energie-ETFs. Denn der Ölpreis sei in den vergangenen Wochen wieder deutlich gestiegen, der Preis für ein Barrel Brent liege aktuell bei 123 US-Dollar nach 102 US-Dollar vor gut einem Monat. In den Portfolios lande zum Beispiel der iShares Oil & Gas Exploration & Production, wie Mohr feststelle. Doch nicht nur die "alte" Energiebranche sei gefragt: Anleger*innen hätten auch auf Anbieter neuer Energien gesetzt, etwa mit dem Lyxor MSCI New Energy ESG Filtered (ISIN FR0010524777 / WKN LYX0CB).

Der iShares Oil & Gas Exploration & Production Index bilde Öl- und Gasunternehmen aus der ganzen Welt ab. Seit Jahresanfang sei der Kurs um 57 Prozent gestiegen. Der MSCI New Energy ESG Filtered beziehe sich auf die global 20 größten Unternehmen aus dem Bereich der alternativen Energien. Er komme seit Jahresanfang zwar auf ein Minus von 11 Prozent, auf Dreijahresssicht aber auf 15,6 Prozent im Jahr.

Etwas mehr Käufe als Verkäufe melde Mohr außerdem für Technologieaktien. Hohe Umsätze weise zum Beispiel der iShares Automation & Robotics auf. Darüber hinaus kämen auch Industrieaktien gut an, etwa mit dem iShares Global Infrastructure und dem SPDR S&P U.S. Industrials Select Sector.

Eher ruhig zu gehe es derzeit im Handel mit Anleihen-ETFs. Kunden der Société Générale würden zum Beispiel auf europäische Staatsanleihen (ISIN IE00B3S5XW04 / WKN A1JJTP) und US-High-Yield-Unternehmensanleihen mit kurzer Laufzeit (ISIN IE00BCRY6003 / WKN A1W373) setzen. "Auffällig ist außerdem, dass inflationsgeschützte Anleihen wieder verkauft werden", erkläre Mohr. Als Beispiel nenne er den Lyxor EUR 2-10Y Inflation Expectations.

Unruhe herrsche derzeit am Markt für Kryptowährungen. Die Handelsplattform Celsius habe gestern Morgen Verkäufe und Käufe ausgesetzt und damit einen breiteren Preisabsturz auf der ganzen Welt in Gang gesetzt. Bitcoin werde aktuell nur noch zu 22.487 US-Dollar gehandelt, vor kurzem seien es noch fast 30.000 US-Dollar gewesen, im Allzeithoch im November fast 67.000 US-Dollar.

"8.000 US-Dollar weniger innerhalb so kurzer Zeit, das ist selbst für den Bitcoin viel", kommentiere Touma. Viele Anleger sähen das aber als gute Gelegenheit für den Einstieg. Bei Lang & Schwarz würden sie sich auf den BTCetc - ETC Group Physical Bitcoin konzentrieren. (14.06.2022/fc/a/e)






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