DWS Invest Global Infrastructure LC-Fonds: 06/2022-Bericht, negative Nominalerträge - Fondsanalyse


01.08.22 13:30
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der DWS Invest Global Infrastructure LC-Fonds investiert vordergründig in Aktien von Emittenten aus dem globalen Infrastruktursektor, so Manoj Patel, Fondsmanager bei DWS.

Dazu würden folgende Segmente gehören: Transport (Straßen, Flug- und Seehäfen sowie Schienenverkehr), Energie (Gas- und Stromübertragung, -vertrieb und -erzeugung), Wasser (Bewässerung, Trinkwasser und Abwasser) und Kommunikation (Rundfunk- und Mobilfunkmasten, Satelliten, Glasfaser- und Kupferkabel).

Globale Infrastrukturwerte seien im Juni zurückgegangen, hätten aber relativ gesehen besser als die breiteren Aktienmärkte abgeschnitten. Diese hätten in der ersten Monatshälfte nachgegeben und dann eine Zinserhöhung der US-Notenbank (FED) um 75 Bps verdaut. Während die Märkte zunächst auf die Nachricht hin zugelegt hätten, seien sie schließlich noch tiefer gegangen, bevor sie sich vom Monatstief erholt hätten, da die Anleger die noch nicht erreichte Inflationsspitze, die zunehmend restriktiven Zentralbanken, das sich verlangsamende globale Wirtschaftswachstum und den anhaltenden Krieg in der Ukraine im Blick gehabt hätten. Globale Infrastrukturwerte seien im Laufe des Monats einem ähnlichen Muster gefolgt.

Im Regionenvergleich hätten Infrastrukturwerte aus dem asiatisch-pazifischen Raum eine positive Rendite erzielt, während Nord- und Südamerika rückläufig gewesen sei und Europa etwas stärker gefallen sei. Im asiatisch-pazifischen Raum hätten japanische Infrastrukturwerte die höchste Rendite erzielt. Infrastrukturwerte in Asien ohne Japan hätten ebenfalls positive Renditen erzielt, während Australien insgesamt leicht im Minus gewesen sei. In Nord- und Südamerika habe das Segment Midstream-Energie eine große Streuung gezeigt, wobei die Namen aus dem Bereich Öllagerung und -transport die beste Wertentwicklung erzielt hätten, während die Master Limited Partnerships (MLPs) am schlechtesten abgeschnitten hätten, da sie unter der Schließung eines wichtigen Terminals für Flüssigerdgas (LNG) gelitten hätten.

In Nord- und Südamerika habe Kommunikation negative Renditen verzeichnet, sich aber relativ gut gehalten, während Versorger und Transport in größerem Umfang gefallen seien. In Europa schließlich hätten Aktien der Kommunikationsbranche die schlechteste Wertentwicklung aller globalen Infrastrukturwerte verzeichnet, wobei die Titel von Sendemasten stärker als die der Satellitenbetreiber gefallen seien. Britische Infrastrukturwerte hätten ebenfalls nachgegeben, Wasserversorger seien gegen Ende des Monats besonders stark betroffen gewesen. Europäische Versorger und Transportwerte hätten beide moderate Verluste verzeichnet, aber die beste Wertentwicklung innerhalb der Region gestellt.

Fundamentaldaten auf Titelebene und relative Bewertungen bei einer leicht defensiven Ausrichtung würden nach wie vor die Engagements der Experten bestimmen. Im Juni hätten Infrastrukturaktien aus Asien ohne Japan die größte Erhöhung des Engagements dargestellt, da die Experten einen Aufschwung für möglich halten würden, wenn die COVID-19-Lockdowns in China aufgehoben würden. Der zweitgrößte Anstieg des absoluten Engagements sei auf amerikanische Kommunikationswerte entfallen, da diese Gruppe nach einem Ausverkauf in der ersten Monatshälfte überverkauft gewesen sei. Die Experten seien dagegen der Ansicht, dass ihre langfristige Investmentthese zu diesen Werten intakt bleibe. Auf absoluter Basis sei auch das Engagement im nord- und südamerikanischen Schienenverkehr und in japanischen Infrastrukturwerten erhöht worden. Das absolute Engagement sei im Segment nord- und südamerikanische Midstream-Energie am stärksten verringert worden, was jedoch ausschließlich auf den Markteffekt zurückzuführen gewesen sei, da die Experten im Laufe des Monats in Namen investiert hätten, bei denen sie attraktive Bewertungen gesehen hätten.

Die Positionierung in europäischen Transportwerten sei bewusst reduziert worden, ebenso wie in geringerem Umfang die Engagements in Australien und britischen Infrastrukturaktien. Das Engagement in nord- und südamerikanischen und europäischen Versorgern, europäischen Kommunikationsunternehmen und nord- und südamerikanischen Transportwerten sei etwas abgebaut worden. Ihre größte Sektorgewichtung auf absoluter Basis würden Midstream-Energie, Versorger und Kommunikation der Region Nord- und Südamerika bleiben. Schließlich sei die Kasseposition der Experten im Laufe des Monats Juni leicht erhöht worden und habe zum Monatsende etwa 1,5% des Portfolios ausgemacht.

Der Fonds habe im Juni negative Nominalerträge geliefert, wobei Nord- und Südamerika die größten negativen Effekte gehabt hätten. Der asiatisch-pazifische Raum habe einen geringen, aber positiven Beitrag geliefert, während der Beitrag Europas die Wertentwicklung moderat belastet habe. In Nord- und Südamerika hätten alle Gruppen negative Beiträge gebracht, wobei Midstream-Energie am meisten zu Buche geschlagen habe, gefolgt von nord- und südamerikanischen Versorgern.

Transporte und Schienenverkehr Nord- und Südamerika hätten den geringsten negativen Beitrag zur Wertentwicklung gebracht, während nord- und südamerikanische Kommunikation in der Mitte gelegen habe. Auch in Europa hätten alle Gruppen negative Beiträge verzeichnet, wobei britische Infrastrukturtitel die Wertentwicklung am stärksten belastet hätten. Europäische Versorger hätten den geringsten negativen Beitrag gebracht, während europäische Kommunikations- und Transportwerte dazwischen gelegen hätten. Im asiatisch-pazifischen Raum hätten sowohl Asien ohne Japan als auch japanische Infrastrukturtitel positiv zur Wertentwicklung beigetragen, wobei Asien ohne Japan den größeren Anteil gehabt habe, während australische Infrastrukturtitel keinen Beitrag zur Wertentwicklung geleistet hätten.

Die Experten würden erwarten, dass die Volatilität aufgrund des Russland-Ukraine-Konflikts und der geldpolitischen Straffung anhalten werde. Infrastrukturwerte sollten davon profitieren, da sie Inflation ausgleichen und bedarfsorientierte Vermögenswerte darstellen würden. Die Experten würden davon ausgehen, dass sich die Streuung bei den Wertentwicklungen fortsetzen werde, was aktiven Managern Alpha-Chancen biete. Auf Sektorebene seien die Experten in Anbetracht der für dieses Jahr erwarteten regulatorischen Änderungen bei britischen Infrastrukturtiteln, insbesondere im Wasserbereich, kurzfristig vorsichtig. Die Experten würden das Potenzial für eine Erholung der Aktien in Asien (ohne Japan) sehen, da die Lockdowns weiter aufgehoben würden und die Aktivität wieder auflebe, aber immer noch einen Rückgang des Volumens bei den chinesischen Gasversorgern im Vergleich zum Vorjahr erwarten. Die Experten würden davon ausgehen, dass das amerikanische Midstream-Energiesegment aufgrund der anhaltenden Ungewissheit über die russischen Energieexporte volatil bleiben werde. Langfristig sollte dieser Bereich jedoch profitieren, da die hohen Preise Anreize für höhere Produktions-/Exportmengen aus Nordamerika bieten sollten.

Die Experten würden aufgrund der sich verbessernden Fundamentaldaten Versorger in Nord- und Südamerika positiv sehen. Einzelne Flughäfen scheinen im Transportbereich attraktiv bewertet, und Mautstraßen mit Assets hoher Qualität sollten sich ebenfalls weiterhin hoher Nachfrage erfreuen, so die Experten der DWS. Für den Schienenverkehr würden die Experten angesichts der sich erholenden Volumina positiv gestimmt bleiben, während Häfen die bestehenden Rückstände weiter abarbeiten würden.

Kommunikationstitel würden kurzfristig anfällig für Zinsänderungen bleiben, aber robuste Fundamentaldaten und anorganische Wachstumschancen würden weiterhin global Unterstützung für Sendemasten bieten. Die Experten würden weiterhin die besten risikobereinigten Renditen anstreben und "Pure-Play"-Unternehmen mit starken Bilanzen, agilen Managementteams, stabiler Nachfrage und Geschäftsmodellen guter Qualität bevorzugen, die eine gewisse Immunität gegenüber externen Faktoren bieten könnten. (Stand vom 30.06.2022) (01.08.2022/fc/a/f)





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