DWS Invest ESG Equity Income LD-Fonds: 06/2022-Bericht, ein Minus verbucht - Fondsanalyse


03.08.22 13:30
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Fonds DWS Invest ESG Equity Income LD bietet eine Aktienanlage mit Chance auf laufenden Ertrag, so Martin Berberich, Fondsmanager bei DWS.

Das Management berücksichtige bei der Aktienselektion in hochkapitalisierte globale Unternehmen ein gutes ESG Rating (Faktoren hinsichtlich Umwelt, Sozialem und Unternehmensführung), Ausschlusskriterien, CO2 Rating und Normeneinhaltung sowie eine überdurchschnittliche Dividendenrendite, ein prognostiziertes Dividendenwachstum und eine angemessene Ausschüttungsquote.

Globale Aktien hätten in diesem Monat im Minus (in EUR) gelegen, da die Stimmung durch zunehmende Anzeichen einer bevorstehenden Konjunkturabschwächung und wachsende Rezessionsängste getrübt worden sei. Höhere Renditen würden die Finanzierungsnachfrage (z.B. im Immobiliensektor) belasten, und der Inflationsdruck wirke sich negativ auf die Verbraucherstimmung als auch die Margen der Unternehmen in einer Vielzahl von Branchen aus. Die weiterhin erhöhte Inflation - verschärft durch die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts - zwinge die Zentralbanken weiterhin zu einer strafferen Politik, was Sorgen über eine mögliche Rezession ausgelöst habe. Im Regionenvergleich hätten fast alle Märkte Rückgänge im mittleren bis hohen einstelligen Bereich verzeichnet. Bemerkenswerte Ausnahmen seien Großchina, das von Anzeichen eines nachlassenden regulatorischen Drucks und einer Wiedereröffnung der Wirtschaft nach den vorherigen Corona-bedingten Lockdowns profitiert habe, und Russland gewesen, dem eine stärkere Währung zugutegekommen sei (wenngleich die Aktienmärkte weitgehend illiquide seien und der Handel aufgrund von Sanktionen technisch eingeschränkt sei).

Auf Sektorebene seien alle Sektoren in einem klassischeren Risk-off-Handelsmuster zurückgegangen: Zyklische, konjunktursensitive Sektoren wie Grundstoffe, Energie, Finanzwerte, zyklischer Konsum und Industriewerte hätten die stärksten Rückgänge verzeichnet. Relativ defensivere Sektoren wie z.B. Basiskonsumgüter, Gesundheitswesen und in geringerem Maße Kommunikation und Versorger seien vergleichsweise weniger zurückgegangen.

Der Fokus der Strategie des Fonds liege auf Unternehmen mit überdurchschnittlichen, wachsenden und nachhaltigen Dividendenzahlungen, soliden Bilanzen, guten Managementteams und attraktiv bewerteten Aktien. Zusätzlich müssten die Unternehmen auch unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten sowie unter Aspekten der guten Unternehmensführung ein überdurchschnittliches Profil aufweisen. Dabei würden die Experten diejenigen Unternehmen auswählen, die im sektoralen und regionalen Vergleich hinsichtlich der untersuchten Nachhaltigkeitskriterien besonders gut abschneiden würden.

Bestimmte Industrien, die ihren Nachhaltigkeitskriterien nicht entsprechen würden, wie z.B. Rüstungshersteller oder Tabakkonzerne, würden die Experten komplett aus ihrem Investmentuniversum ausschließen. Das Fondsmanagement achte weiterhin besonders auf eine insgesamt defensive strategische Ausrichtung des Fonds. Die sektoralen Schwerpunkte des Fonds lägen daher in defensiven Bereichen wie Basiskonsumgüter, Gesundheitswesen, Telekommunikation (innerhalb des Kommunikationssektors) und Versorger.

Außerdem setze das Fondsmanagement auch auf nachhaltige strukturelle Wachstumstrends, wie z.B. erneuerbare Energien, Energieeffizienz oder natürliche Inhaltsstoffe. Die grundsätzliche Positionierung des Fonds sei langfristig ausgerichtet und verändere sich daher im Laufe eines Monats nur graduell. Die Experten hätten im Verlauf des Monats unter anderem ihre Positionen in dem Rückversicherer und Aluminiumhersteller Norsk Hydro, dem Versicherer Hannover Rück, dem Agrarunternehmen Nutrien, dem Gesundheitsunternehmen Abbvie, dem Elektrogerätehersteller Schneider Electric, dem Zertifizierungsanbieter SGS und dem Hersteller von erneuerbaren Kraftstoffen Neste ausgebaut. Die Positionen in Boliden und Hewlett hätten sie aufgelöst.

Der Fonds habe in diesem Monat ein Minus verbucht, sei jedoch in Einklang mit seiner defensiven Strategie weniger zurückgegangen als der breitere Markt. Der Effekt der Sektorallokation sei positiv gewesen. Der Grund seien die Untergewichtungen in massive Kursverluste verzeichnenden zyklischen und zinssensitiven Sektoren wie z.B. diskretionärer Konsum und Informationstechnologie und Übergewichtungen in weniger zurückgehenden, defensiven Sektoren wie z.B. Gesundheitswesen, Basiskonsumgüter und Versorgern, zusätzlich unterstützt durch den Kassepuffer gewesen. Dies sei nur geringfügig durch eine Übergewichtung in Grundstoffen verringert worden. Die Selektion sei positiv gewesen. Der Grund seien defensivere Positionen in Finanzwerten (Übergewichtung von Versicherungen gegenüber Banken) und Kommunikationsdiensten (Übergewichtung von Telekommunikations- gegenüber Medienunternehmen) gewesen, was zum Teil durch negative Effekte aus Versorgern (Übergewichtung von europäischen Versorgern, die stärker von geopolitischen Ereignissen abhängig seien) aufgezehrt worden sei.

Auf Einzeltitelebene hätten die chinesischen Finanzwerte Hong Kong Exchanges und Ping An Insurance sowie die Gesundheitsunternehmen Abbvie, Bristol Myers und Novo Nordisk und der Computerhersteller Hewlett Packard zu den führenden Werten gehört. Zu den Nachzüglern hätten der Aluminiumhersteller Norsk Hydro, die Werkstoffproduzenten Saint Gobain, Evonik, Boliden und Nutrien, das Energieunternehmen Baker Hughes und das Technologieunternehmen Samsung gehört.

Die Pandemiesorgen würden allmählich in den Hintergrund treten, mit Ausnahme von China, das weiterhin eine "Null-Covid"-Lockdown-Politik verfolge. Geopolitische Spannungen würden nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine anhalten. Dies habe Sanktionen und eine grundlegende Neuausrichtung der europäischen Politik zur Folge, einschließlich einer wahrscheinlich mehrere Jahre andauernden Umstrukturierung der Lieferketten, um die Abhängigkeit von Importen aus Russland zu verringern, insbesondere in der Energieversorgung. Russland und die Ukraine seien global wichtige Rohstoffproduzenten in den Bereichen Landwirtschaft, Bergbau und Energie, und Sanktionen in Kombination mit Unterbrechungen der Lieferkette würden den Aufwärtsdruck auf das bereits hohe Inflationsniveau erhöhen und zu Energieversorgungsrisiken für Europa führen.

Die Zentralbanken weltweit müssten den Balanceakt zwischen entschiedener Bekämpfung der Inflation durch Zinserhöhungen und Bilanzabbau und der Vermeidung negativer Auswirkungen höherer Zinsen und geringerer Liquidität auf die Wirtschaft und möglichen daraus entstehenden Rezessionsrisiken bewältigen. In diesem volatilen und von Unsicherheit geprägten Marktumfeld behalte das Fondsmanagement seine grundsätzlich defensive Anlagestrategie bei. Für Anleger auf der Suche nach regelmäßigen Erträgen und der Aussicht auf langfristigen Wertzuwachs würden Dividendenaktien weiterhin eine gute Option bleiben, und die Experten seien weiterhin von der Attraktivität einer konservativen Dividendenstrategie mit einem günstigen Risiko-Ertrags-Profil überzeugt. (Stand vom 30.06.2022) (03.08.2022/fc/a/f)






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