Metzler Multi Asset Dynamic A-Fonds: 03/2021-Bericht, Aktienquote ohne signifikante Änderungen - Fondsanalyse


19.04.21 10:00
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Metzler Multi Asset Dynamic A-Fonds strebt als Anlageziel die Erwirtschaftung einer marktgerechten Rendite mit entsprechender laufender Wiederanlage der Erträge an, so die Experten von Metzler Asset Management.

Um dies zu erreichen, würden maximal 90% des Wertes des Fonds in Aktien, aktienähnliche Papiere, Zertifikate auf Aktien und Aktienindices sowie Investmentanteile einschließlich ETFs, die überwiegend in Aktien investieren würden (Aktienfonds), angelegt. Mindestens 51% des Fonds würden in Kapitalbeteiligungen im Sinne des § 2 Absatz 8 Investmentsteuergesetz (InvStG) angelegt. Daneben könnten verzinsliche Wertpapiere, Geldmarktinstrumente, Indexzertifikate, sonstige verbriefte Schuldtitel, Investmentanteile einschließlich ETFs, sowie in Wertpapieren verbriefte Finanzinstrumente erworben werden.

Es sei vorgesehen, in ein breit diversifiziertes Portfolio anzulegen. Die Diversifikation umfasse beispielweise Aktien globaler Aussteller, Staatsanleihen, Credit (Unternehmensanleihen inklusive High Yield, Emerging Markets Anleihen, Covered Bonds) und alternative Anlageklassen. Unter alternativen Anlageklassen verstehe man neben der Investition in Edelmetall ETCs auch Strategien, die sich langfristig unabhängig von der allgemeinen Marktrichtung der traditionellen Anlageklassen Aktien und Anleihen entwickeln könnten.

Der Fonds sei gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung eingestuft.

Im Rahmen eines ganzheitlichen ESG-Ansatzes würden Nachhaltigkeitsfaktoren verwendet, um unternehmensspezifische Risiken (z.B. Reputationsrisiken) zu reduzieren und Chancen (z.B. aus dem Klimawandel) zu identifizieren. Es werde ausschließlich in Unternehmen investiert, die entsprechend einem Nachhaltigkeitsfilter nachhaltig seien. Dieser Filter umfasse folgende kontroverse Geschäftspraktiken und Geschäftsfelder:

- Sehr schwere Verstöße gegen internationale Normen, z.B. Prinzipien des UN Global Compact,
- Hoher Umsatzanteil durch Stromgewinnung aus thermaler Kohle oder Kohleabbau,
- Hoher Umsatzanteil durch Förderung von Erdöl und Erdgas mittels nicht-konventioneller Methoden (z.B. Fracking),
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion oder Handel von Tabakprodukten,
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion und Handel von Rüstungsgüter
- Unternehmen, die geächtete Waffen produzieren und/oder vertreiben würden.

Auch im März habe die Coronapandemie die täglichen Nachrichten dominiert. Während sich in Großbritannien und in den USA die wesentlich fortgeschrittenere Impfkampagne inzwischen positiv bemerkbar mache, stehe Kontinentaleuropa vor schwierigen Wochen. Ein wesentlich langsameres Impftempo und Verunsicherungen beim Impfstoff von AstraZeneca hätten das Stimmungsbild hierzulande spürbar getrübt. Gleichzeitig seien die Inzidenzahlen in vielen europäischen Ländern trotz bereits seit vielen Monaten bestehender Lockdown-Maßnahmen gestiegen.

Die Kapitalmärkte würden jedoch ein diametral anderes Bild zeigen: So seien an den internationalen Aktienmärkten fast nur steigende Kurse zu beobachten gewesen; der deutsche Leitindex DAX habe sogar zum ersten Mal in seiner Geschichte den Stand von 15.000 Punkten überwunden. Auch die steigenden Kapitalmarktzinsen würden zeigen, dass die Marktteilnehmer offenbar einen kräftigen Wirtschaftsaufschwung einpreisen würden - nicht zuletzt gestützt durch die expansive Geldpolitik der Notenbanken und insbesondere die Fiskalpolitik in den USA.

In diesem Marktumfeld hätten die Experten von Metzler Asset Management die Aktienquote ohne signifikante Änderungen weiter über der strategischen Aktienquote belassen. Damit sich der nachhaltige Aufwärtstrend an den Aktienmärkten fortsetze, komme es jetzt allerdings darauf an, dass der sich abzeichnende Wirtschaftsaufschwung selbsttragend werde. Einige Konjunkturdaten aus den USA, aber auch aus Deutschland würden bereits in Richtung eines kräftigen Aufschwungs deuten. Allerdings seien die Märkte nicht mehr günstig bewertet, was das Potenzial für weitere Kursgewinne einschränken dürfte. Die einseitige offensive Positionierung der Marktteilnehmer und der hohe Konsens darüber, dass die Aktie "alternativlos" sei, würden die Märkte anfällig für Gewinnmitnahmen machen. Die nach wie vor niedrigen Realzinsen seien jedoch eine strukturelle Stütze für die Aktienmärkte. Die Experten von Metzler Asset Management würden weiteres Aufwärtspotenzial für die Aktienmärkte erwarten, wenngleich die Schwankungsanfälligkeit zunehmen sollte.

Mit Blick auf den Rentenmarkt dürfte nach dem jüngsten Zinsanstieg das Thema Inflation größtenteils in den Renditen eingepreist sein. Die Experten von Metzler Asset Management würden davon ausgehen, dass auf den aktuellen Niveaus nur geringes Aufwärtspotenzial für die Renditen langer Laufzeiten bestehe, solange die Renditen am kurzen Ende nicht deutlich steigen würden. Die Experten von Metzler Asset Management hätten im März die deutlich steileren Zinskurven genutzt, um einen Teil ihrer Untergewichtung im Rentenbereich abzubauen. (Stand vom 31.03.2021) (19.04.2021/fc/a/f)






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