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Globaler ETF-Markt: Aktien-ETFs sind im August 60,9 Mrd. Euro an neuen Mitteln zugeflossen


22.09.21 12:30
Amundi

Paris (www.fondscheck.de) - ETFs waren weltweit weiterhin mit Nettomittelzuflüssen von 84,3 Mrd. Euro gefragt, so die Experten von Amundi.

Anleger hätten im August erneut Aktien-ETFs favorisiert. Diesen seien global 60,9 Mrd. Euro an neuen Mitteln zugeflossen. Gegenüber dem Vormonat (+45,8 Mrd. Euro) sei dies ein deutliches Plus für Aktien-ETFs. In Anleihe-ETFs seien im August Neugelder im Volumen von 23,7 Mrd. Euro investiert worden, was in etwa dem Niveau des Vormonats entspreche. Die stärksten ETF-Zuflüsse habe erneut der US-Markt insgesamt 73,2 Mrd. Euro bzw. 87% der globalen Mittelzuflüsse verzeichnet. Auf Europa seien 10,3 Mrd. Euro bzw. 12% und auf Asien 769 Mio. Euro bzw. 1% entfallen.

Anleger hätten 6,67 Mrd. Euro in europäische Aktien-ETFs investiert, was einen klaren Anstieg gegenüber dem Vormonat (+5,4 Mrd. Euro) bedeute. Die beliebtesten Anlageregionen seien weiterhin die Welt und Nordamerika mit 3,5 Mrd. Euro bzw. 2,8 Mrd. Euro gewesen. Nachdem seit Jahresbeginn 27% in US-Aktien-ETFs investiert worden seien, habe sich die Nachfrage nach diesem Anlagesegment im August auf 42% beschleunigt.

Verkäufe von ETFs mit Fokus auf den Finanzsektor im Juli hätten sich auch im August fortgesetzt. Anleger hätten aus diesem Segment 362 Mio. Euro abgezogen. Hingegen seien 500 Mio. Euro in Klimastrategien geflossen, was das wachsende Interesse für ETFs auf saubere Energie widerspiegele. Der Value-Sektor habe weiterhin Abflüsse verzeichnet: 254 Mio. Euro seien in diesem Monat abgezogen worden, während 420 Mio. Euro in ETFs mit Fokus auf Qualitätsaktien investiert worden seien. Dies könnte Sorgen hinsichtlich der Auswirkungen der Delta-Variante auf die wirtschaftliche Erholung sowie auf Inflationsängste widerspiegeln. Anleger hätten auch im August von traditionellen zu ESG-Strategien geswitcht, allerdings in geringerem Umfang als im Vormonat. Seien ESG-ETF-Strategien im Juli 6,9 Mrd. Euro zugeflossen, seien es im August nur 4 Mrd. Euro gewesen. Mit 1,3 Mrd. Euro bzw. 1,2 Mrd. Euro hätten Anleger in diesem Segmente globale und Nordamerika-Exposures favorisiert.

Mit Neugeldern im Volumen von 3,5 Mrd. Euro habe sich die Nachfrage nach in Europa gelisteten Anleihe-ETFs im August im Vergleich zum Vormonat (+6,6 Mrd. Euro) verlangsamt. Anleger hätten vor allem auf Unternehmensanleihen gesetzt (+2,4 Mrd. Euro); Staatsanleihen seien 794 Mio. Euro zugeflossen. Anhaltende Inflationssorgen würden sich im Interesse an kurzfristigen Eurozonen-Staatsanleihen (+342 Mio. Euro) und inflationsgebundenen Strategien (+328 Mio. Euro) widerspiegeln. Im Corporate-Segment seien 696 Mio. Euro in US-High-Yield-Strategien sowie 623 Mio. Euro in Anleihen der Eurozone mit Investment-Grade-Rating geflossen. Diese Zuflüsse in US-Hochzinsanleihen hätten die Abflüsse des letzten Monats mehr als wettgemacht, während die Nachfrage nach europäischen Investment-Grade-Anleihen um fast ein Drittel geringer ausgefallen sei als im Vormonat. Dies deute darauf hin, dass Anleger trotz möglicher Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen der Delta-Variante und der Inflation Vertrauen in die Fähigkeit von US-Unternehmen hätten, gute Ergebnisse zu erwirtschaften.

ESG-Anleihe-ETFs hätten um 1 Mrd. Euro zugelegt, wobei 399 Mio. Euro auf Unternehmensanleihen der Eurozone entfallen seien. Wie bei Aktien-ETFs setze sich die Rotation aus traditionelleren in ESG-Anlageklassen fort. (Ausgabe August 2021) (22.09.2021/fc/a/e)