Fondak-Fonds: kräftiger Wertzuwachs im Februar


20.03.12 13:17
Allianz Global Investors

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Fondak - A - EUR (ISIN DE000A0MJRL5 / WKN A0MJRL) engagiert sich vorwiegend am deutschen Aktienmarkt, wobei Anlageziel es ist, auf langfristige Sicht Kapitalwachstum zu erwirtschaften, so die Analysten von Allianz Global Investors (AllianzGI).

Im Februar seien die Kurse an den internationalen Aktienmärkten erneut kräftig angestiegen. Treiber dieser Entwicklung seien Konjunkturdaten gewesen, die auf eine zunehmende Stabilisierung der Wirtschaftsaktivität hingedeutet hätten. Auch die Sorgen um Griechenland hätten sich angesichts der Einigung auf ein Hilfspaket von 130 Mrd. Euro für das hoch verschuldete Land gelegt. Zu guter Letzt sei auch die Liquiditätssituation vor dem Hintergrund weltweiter geldpolitischer Maßnahmen der Notenbanken günstig geblieben. So versorgte beispielsweise die Europäische Zentralbank (EZB) das Bankensystem erneut mit erheblicher zusätzlicher Liquidität, und in Wachstumsländern wie China schien es angesichts nachlassender Inflationsgefahren zu einer Lockerung des geldpolitischen Kurses zu kommen, so die Analysten von Allianz Global Investors.

Auf regionaler Ebene hätten vor allem die Börsen von Ländern mit relativ hoher Abhängigkeit von der Weltkonjunktur profitiert. Hierzu hätten zum einen die wachstumsstarken Schwellenländer, aber auch Deutschland mit seiner starken Exportverflechtung gezählt. Diese Tendenz habe sich auch auf der Branchenebene widergespiegelt: So seien weiterhin Aktien aus konjunktursensiblen Bereichen wie Industriewerte und Zyklischer Konsum bevorzugt worden, während Titel aus weniger dynamischen Sektoren wie Telekommunikation und Versorger schwach abgeschnitten hätten. Finanzwerte hätten besonders von der Liquiditätsausweitung der weltweit maßgeblichen Notenbanken und dem wieder steigenden Risikoappetit der Anleger profitiert. Im beschriebenen Marktumfeld habe der Fondak einen kräftigen Wertzuwachs auf dem Niveau seines Vergleichsindex erzielt.

Als positiv habe sich die Untergewichtung von Deutsche Lufthansa, Merck KGaA, METRO, Deutsche Telekom, Siemens und Bayer erwiesen, da viele dieser Unternehmen mit schwächeren Ergebnissen bzw. vorsichtigeren Ausblicken aufgewartet und schwächer abgeschnitten hätten als der Gesamtmarkt. Auf der anderen Seite hätten sich einige im Fonds untergewichtete Titel wie RWE, SAP und Münchener Rück überdurchschnittlich entwickelt. Titel mit mittelgroßer Marktkapitalisierung hätten der Entwicklung der "Blue Chips" nicht ganz folgen können. Dennoch hätten die Investments in HUGO BOSS (VZ), LANXESS, Continental, EADS, Wacker Chemie, LEONI und insbesondere AIXTRON und Drägerwerke (VZ) positive Beiträge zur Wertentwicklung des Portfolios erbracht.

Auf der anderen Seite hätten sich die Engagements in Südzucker, Fielmann und Salzgitter als nachteilig erwiesen: Bei Südzucker würden seit dem Jahreswechsel Gewinnmitnahmen einsetzen, nachdem sich der Wert im vergangenen Jahr sehr erfreulich entwickelt habe. Fielmann habe mit den Ergebnissen leicht unter den Markterwartungen gelegen, da insbesondere die Personalkosten stärker gestiegen seien, als von Analysten erwartet worden sei. Im Februar sei Continental nach Bekanntgabe guter Zahlen im Zuge von Gewinnmitnahmen leicht reduziert worden.

Aufgestockt worden seien hingegen die Engagements in BASF und LANXESS - beide Unternehmen hätten für 2012 einen erfreulichen Ausblick abgegeben. Nach enttäuschenden Zahlen und einem damit einhergehenden starken Kurseinbruch sei die Software AG mit einer kleinen Position neu ins Portfolio aufgenommen worden. Ebenso hätten die Analysten ThyssenKrupp in einer zwischenzeitlichen Kursschwäche aufgestockt. Aus ihrer Sicht habe die Aktie als Restrukturierungskandidat Aufwärtspotenzial geboten. Schlussendlich hätten die Analysten Deutsche Bank leicht reduziert und Teilgewinne realisiert. Der Titel sei somit im Portfolio untergewichtet geblieben. Gegen Monatsende sei der Fondak annähernd voll investiert gewesen; der Anteil von nicht im DAX enthaltenen Werten habe unverändert bei ca. 20% des Fondsvermögens gelegen.

Die jüngsten Wirtschaftsdaten würden darauf hindeuten, dass sich die globale Konjunkturlage verbessert habe. Zudem dürften vor allem die Aktienmärkte weiterhin von der zusätzlichen Zentralbankliquidität profitieren, denn sie seien einer der Nutznießer der expansiven Geldpolitik und eines gestiegenen Risikoappetits der Anleger. Viele Unternehmen würden zurzeit mit soliden Bilanzen und teils hohen Dividendenrenditen überzeugen. Zudem könnten auch die abwärts gerichteten Revisionen der Unternehmensgewinne einen Boden gefunden haben. Somit gebe es gute Gründe dafür, dass der Aufwärtstrend noch einige Zeit anhalten könne.

Die über die Jahre aufgebauten Wettbewerbsvorteile Deutschlands in Form einer zurückhaltenden Entwicklung der Lohnstückkosten und einer globalen Ausrichtung scheinen nunmehr Früchte zu tragen: So konnte Deutschland sein "AAA-Rating" der international maßgeblichen Ratingagenturen beibehalten; der zum vierten Mal steigende ifo-Index ist ebenfalls positiv zu werten, so die Analysten von Allianz Global Investors. Ihres Erachtens drohe im Jahr 2012 keine Rezession. Eher sei mit einer Wachstumsdelle zu rechnen, zumal der gute Arbeitsmarkt die private Nachfrage stützen dürfte. Durch ihre tendenziell zyklische Prägung sollten deutsche Aktien stark vom Export der Unternehmen in die Wachstumsländer profitieren. Sowohl die Unternehmensbewertungen als auch die Dividendenrenditen würden weiterhin attraktiv erscheinen. (20.03.2012/fc/a/f)






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