DWS Multi Opportunities LD-Fonds: 04/2021-Bericht, Gewinne von 1,75% - Fondsanalyse


28.05.21 09:30
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Dachfonds DWS Multi Opportunities LD strebt als Anlageziel einen möglichst hohen Wertzuwachs in Euro an, so die Experten von DWS.

Der Dachfonds investiere zu mindestens 51% des Netto-Fondsvermögens in Zielfonds. Für den Fonds könnten Anteile an in- und ausländischen Aktienfonds, gemischten Wertpapierfonds, Wertpapierrentenfonds und geldmarktnahen Wertpapierfonds erworben werden. Daneben könne das Fondsvermögen u.a. in Aktien, fest und variabel verzinslichen Wertpapieren, Aktienzertifikaten, Wandelschuldverschreibungen angelegt werden. Dabei werde auf eine internationale Streuung geachtet.

Die Hausse an den Aktienmärkten setze sich auch im vierten Monat des Jahres weiter fort. Der MSCI All Country World Index sei im April um weitere +1,9% gestiegen, nach +6,0% im März. Obwohl der US-Dollar gegenüber dem Euro um -2,2% an Wert verloren habe, habe der US-Markt in Euro +3% zulegen können. Darauf seien europäische Aktien gefolgt, die um +2,1% gestiegen seien.

Gebremst worden sei der Anstieg der globalen Indices hingegen durch die Schwellenländer, die den Monat mit einer schwarzen Null beendet hätten. Zu den Verlierern hätten China mit -1% und Japan mit -3,8% gehört. Auf der Sektorenseite hätten die Kommunikationsdienste mit +3,7% zu den Gewinnern gehört, stark beeinflusst durch das größte Unternehmen des Sektors (Alphabet). Defensive Werte hätten im Schnitt etwa +0,5% zulegen können und damit relativ gesehen eher unter den Verlierern notiert. Insgesamt sei der Monat stark durch die Unternehmensergebnisse geprägt worden. Die Kursgewinne der Value-Titel hätten +0,7% betragen, während Wachstumswerte im Schnitt um +1,9% angestiegen seien.

Die Rohstoffmärkte hätten freundlich bis fest tendiert. Kupfer habe Gewinne von +12% verzeichnen können, der Ölpreis sei ebenfalls um +7% gestiegen. Gold habe sich weitgehend gegen die Verluste im US-Dollar stemmen können und in Euro -0,8% verloren.

Die 10-jährigen US-Zinsen hätten sich etwas entspannt. Von einem Jahreshoch von 1,74% sei die Rendite auf 1,63% gefallen. Die Volatilität des US-Marktes habe ebenfalls von 19,4 auf 18,6 abgenommen (CBOE Volatilitätsindex).

Im Monatsverlauf sei das Portfolio etwas vorsichtiger ausgerichtet worden. Die Aktienquote sei um etwa 2% reduziert worden. Die defensiven Sektoren wie etwa das Gesundheitswesen seien aufgestockt worden, nachdem sie in den vergangenen Monaten weniger im Fokus gestanden hätten. Auf der anderen Seite seien die zyklischeren Aktien (insbesondere Finanztitel) etwas abgebaut worden, nachdem diese im ersten Quartal deutliche Gewinne hätten verbuchen können. Auch die Positionen in Unternehmens- sowie Schwellenländeranleihen seien insgesamt weiter um fast 5% zurückgegangen. Im Gegenzug seien die "sicheren Häfen" wie Gold und Terminkontrakte auf US-Staatsanleihen um jeweils 2% aufgestockt worden.

Der DWS Multi Opportunities habe im April Gewinne von 1,75% verzeichnen können (FC Anteilklasse). Den größten Beitrag hierzu habe das Aktienportfolio mit +142 BP in lokaler Währung geliefert. Zu den besten Werten hätten Alphabet, Veolia, Visa und Microsoft gezählt. Zu den Verlierern hätten eher die "Highflyer" des letzten Monats gezählt, wie beispielsweise Volkswagen. Auch Positionen in Multi Asset Fonds hätten ein weiteres Mal zulegen können und +37 BP zur Wertentwicklung beigetragen.

Die Gegenbewegung der US-amerikanischen Zinsen sei dem Fonds ebenfalls zugutegekommen. Hiervon hätten zum einen die Terminkontrakte auf US-Staatsanleihen (+3 BP) und zum anderen die Goldposition (+3 BP) profitiert. Der Fonds habe außerdem von seiner Allokation in Unternehmensanleihen (+9 BP) profitiert. Lediglich die Schwäche der Fremdwährungen gegenüber dem Euro habe trotz Absicherungen über Devisentermingeschäfte leicht dämpfend auf die Wertentwicklung (-13 BP) gewirkt.

"Es könnte sein, dass die Zinsen etwas ansteigen müssen um sicherzustellen, dass unsere Wirtschaft nicht überhitzt." Dieser Kommentar von Janet Yellen, der Anfang Mai die Aktienmärkte in Schrecken versetzt habe, sei wohl nicht als Prognose zu verstehen, sondern als Warnung, dass es expansive Fiskalpolitik bzw. die Ausgabenwut der Politik nicht zum Nulltarif gebe. Auch wenn Zinserhöhungen wohl noch ein paar Schritte entfernt seien, würden die Notenbanken wohl demnächst "lauter" darüber nachdenken, wie die beispiellose Geldflut eingedämmt werden könne. Dies bedeute nicht, dass zurzeit ein Verkauf von Aktien zur Diskussion stehe. Die Struktur des Aktienportfolios sollte aber widerstandsfähiger werden, falls die Euphorie an den Aktienmärkten nach vier Monaten nahezu ununterbrochener Kursgewinne kippen sollte. Eine defensivere Gewichtung innerhalb des Aktienportfolios werde daher aktuell gegenüber einer zu starken zyklischen Ausrichtung bevorzugt. Auch Wachstum um jeden Preis gehöre nicht zu den bevorzugten Strategien im Aktienbereich. Inflationsgewinner könnten hingegen eine gute Absicherung gegenüber steigenden Inflationsraten sein. (Stand vom 30.04.2021) (28.05.2021/fc/a/f)






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