DNCA Invest Beyond Infrastructure & Transition Fonds: 03/2021-Bericht - Performance von +1,04% seit Jahresbeginn


05.05.21 12:30
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Invest Beyond Infrastructure & Transition ist bestrebt, den MSCI Europe Infrastructure Net-Index über den empfohlenen Anlagezeitraum zu übertreffen, so die Experten von DNCA Investments.

Die europäischen Aktienmarktindices hätten ihren Anstieg auch im März fortgesetzt (STOXX 600 +6,1% und EURO STOXX +6,5%) und das 1. Quartal 2021 nicht weit von dem vor der Pandemie verzeichneten Niveau entfernt geschlossen. Während die Gesundheitssituation unverändert beunruhige und die Impfungen in den einzelnen Ländern uneinheitlich schnell verlaufen würden, würden die wirtschaftlichen Aussichten weiterhin für einen gewissen Optimismus sorgen, der durch die massiven Konjunkturprogramme, den raschen Einsatz der Impfstoffe in den USA und in Großbritannien sowie durch die nach wie vor entgegenkommenden Geldpolitiken Stützung erhalte.

Unverändert bestünden erhebliche Abweichungen zwischen den USA und Kontinentaleuropa, wo die Verzögerungen bei der Umsetzung der Impfkampagnen eine Verschärfung der Corona-Regelungen und Gesundheitsauflagen notwendig gemacht habe. Im Übrigen würden sich die Verzögerungen bei der Umsetzung des europäischen Konjunkturprogramms als eine weitere Bremse für die Erholung erweisen. Parallel hierzu sei festzuhalten, dass die Stärke des chinesischen Aufschwungs zu einer Unterstützung der zyklischen Sektoren beitrage. In diesem Zusammenhang würden die Wachstumsprognosen unverändert nach oben korrigiert, wobei die Entwicklung in den jeweiligen Regionen uneinheitlich verlaufe: Die OECD prognostiziere einen Aufschwung der Weltwirtschaft von 5,6% im Jahr 2021 und 4% im Jahr 2022. Im März hätten die 10-jährigen US-Anleihen einen Anstieg um 29 Bp auf 1,75% verzeichnet, während der Bund um 4 Bp auf -0,30% zurückgegangen sei.

Der DNCA Invest Beyond Infrastructure & Transition-Fonds habe im vergangenen Monat eine bescheidene Performance von 4,22% verzeichnet, verglichen mit 3,82% für den MSCI Europe Infrastructure NR. Seit Jahresbeginn verzeichne der Fonds damit gegenüber seiner Benchmark eine unterdurchschnittliche Performance -278 Bp. Der Fonds leide weiterhin unter den technischen Umschichtungen, die bei den Werten aus dem Bereich erneuerbare Energien und Wasserstoff zu beobachten und auf die Neugewichtung des S&P Clean Energy Index ab dem 16. April zurückzuführen seien.

Belastet worden sei die Fondsperformance aber auch durch ihr Engagement gegenüber Werten aus dem Transport- und Mobilitätssektor (Autobahnen, Flughäfen), die unverändert volatil seien und unter den Ankündigungen neuer Einschränkungen in Europa leiden würden. Darüber hinaus sei die Monatsperformance auch durch die unterdurchschnittliche Performance von Aker Clean Hydrogen seit dem Börsengang des Unternehmens am 10. März (-36,2%) stark gebremst worden, an dem die Experten von DNCA Investments teilgenommen hätten. Im Kielwasser der Entwicklung anderer Segmente der Energiewende mit hohen Bewertungen müsse auch dieses Thema seit Jahresbeginn infolge des Wiederanstiegs der langfristigen Zinsen umfangreiche Gewinnmitnahmen hinnehmen.

Aker Clean Hydrogen, ein Spin-Off des norwegischen Industrieunternehmens Aker ASA, befinde sich in einem frühen Entwicklungsstadium, biete aber eine einzigartige Positionierung auf der gesamten Wertschöpfungskette der "grünen" Wasserstoffproduktion im industriellen Maßstab für Industrie, Bahn und Seeverkehr. Das integrierte Modell des Unternehmens als Betreiber von Infrastrukturen für die Wasserstoffproduktion verleihe ihm eine Positionierung, die der eines Produzenten erneuerbarer Energien vergleichbar sei. Es unterscheide sich von den anderen börsennotierten reinen Wasserstoff-Playern, bei denen es sich im Wesentlichen um OEMs, Hersteller von Elektrolyseuren und/oder Aufladestationen handle, und die Experten von DNCA Investments seien der Ansicht, dass die Produkte des Unternehmens nach und nach zu Commodities würden.

Die Industrieprojekt-Pipeline (brutto) entspreche einer Kapazität von 6GW, von denen, auf der Grundlage langfristiger Verkaufsverträge, 1,3GW in einem fortgeschrittenen Stadium mit soliden Partnern generiert würden. Die Gruppe habe das Ziel, bis 2030 eine installierte Nettokapazität von 5GW zu erreichen, unterstützt durch Gesamtinvestitionen in Höhe von 3 bis 3,5 Mrd. Euro. Das Unternehmen habe sich ein IRR-Projektziel von über 10% gesetzt, was einen starken Anstieg des EBITDA bis 2030 auf 500 Mio. Euro unterstütze. Ausgehend von den aktuellen Kursen würde die tatsächliche Erreichung dieser finanziellen Zielvorgaben einer Bewertung in Höhe von 6,7x 2030 EBITDA entsprechen (d.h. ein Abschlag in Höhe von 50% gegenüber den Anbietern erneuerbarer Energien).

Die wichtigsten Performancebeiträge des Monats hätten die folgenden Werte beigesteuert: Euskatel (+60 Bp; öffentliches Übernahmeangebot von Masmovil zum Kurs von 11,17 Euro je Aktie), Deutsche Telekom (+51 Bp; Ausblick auf einen beschleunigten Glasfaserausbau, Kontrolle der Investitionsausgaben, hohe Dividenden und Aussicht auf verbessere Nutzung der Synergien zwischen T-Mobile und Sprint), E.ON (+41 Bp; Veröffentlichung von besser als erwarteten mittelfristigen Zielen, insbesondere in Bezug auf den Verschuldungsgrad), Enel (+32 Bp; deutliche Erhöhung der Projektpipeline im Bereich erneuerbare Energien) sowie schließlich Aeroporto Guglielmo Marconi di Bologna SpA (+31 Bp).

Dagegen hätten sich die nachstehenden Werte als die wesentlichsten Performancebremsen erwiesen: Aker Clean Hydrogen (-65 Bp), 2CRSI (-24 Bp; der wichtigste Kunde des Unternehmens befinde sich in einem Sanierungsverfahren), Grenergy Renovables (-21 Bp, Kapitalerhöhung in Höhe von 105 Mio. Euro), Hamburger Hafen (-17 Bp, Gewinnwarnung) sowie PSI Software (-11 Bp, Gewinnwarnung) und Getlink (-8 Bp; Befürchtung eines Rückgangs der Marktanteile im Shuttle-Truck-Geschäft im Zusammenhang mit dem Brexit und der Konkurrenz durch Fähren).

In Bezug auf die von uns vorgenommenen Umschichtungen ist festzuhalten dass wir Kurstiefststände nutzten, um einige Aktien im Bereich der erneuerbaren Energien neu zu gewichten (Ørsted, Scatec), die Experten von DNCA Investments. Gleichzeitig hätten die Experten ihre Positionen in diesem Segment konzentriert (Ausstieg aus Solarpack zugunsten von Grenergy, bei dem sich die Experten an der Kapitalerhöhung beteiligt hätten). Außerdem hätten die Experten von DNCA Investments die Gewichtung einiger Transportwerte, insbesondere Ferrovial, ausgebaut. Die Investitionsquote des Fonds liegt derzeit bei 93,28%, wobei unser derzeit hoher Liquiditätsbestand unsere vorsichtige Einstellung illustriert, die im Gegensatz zu einem gewissen am Markt herrschenden Optimismus steht, so die Experten von DNCA Investments. (Stand vom 31.03.2021) (05.05.2021/fc/a/f)






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