Contrarian Value Euroland Aktienfonds: Hype-Investments haben sich selten bewährt!


23.10.23 14:45
Fidecum AG

Bad Homburg v. d. H. (www.fondscheck.de) - Der Hype um Aktien, bei denen Künstliche Intelligenz eine Rolle spielt, ist enorm, so Hans Peter Schupp, Vorstand der Fidecum AG und Manager des Contrarian Value Euroland Aktienfonds (ISIN LU0370217688 / WKN A0Q4S5).

Die Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGV) seien trotz der aktuellen Korrektur der Märkte immer noch gewaltig. Bei NVIDIA habe das KGV zeitweise über 200 gelegen. Wobei man zugeben müsse, dass die jüngsten Quartalszahlen durchaus überzeugt hätten. Rechtfertige das aber ein so hohes KGV? Aus Sicht der Experten nicht. Denn es sei unklar, wie sich das Unternehmen auch in Zukunft, bei der sich rasant entwickelnden Forschung im KI-Bereich, schlagen werde.

Hier solle nicht angezweifelt werden, dass KI die Wirtschaft einen Riesenschritt nach vorne gebracht habe und weiterbringen werde. Sie wird unser Leben und die Wirtschaft weiter revolutionieren, so die Experten der Fidecum AG. Aber: Auf welche Unternehmen solle man als Investor setzen? Wer überlebe die nächsten fünf bis zehn Jahre? Allein in Deutschland gebe es knapp über 2.800 Startups, die sich mit Künstlicher Intelligenz beschäftigen würden. Sei da ein neues Microsoft dabei? Und wenn ja, welche von den unzähligen Ideen-Schmieden sei es? Klar, dass sich weiterhin Giganten wie Alphabet, Amazon & Co. vorne tummeln würden. Aber die "Magnificent Seven", wie Apple, Meta und all die anderen Tech-Riesen seien schon ambitioniert bewertet. Und: Wer von ihnen werde schlussendlich dauerhaft zu den Gewinnern gehören?

Warum nicht stattdessen in bereits etablierte Unternehmen investieren, die zwangsläufig schon viele Krisen überlebt hätten. Diese sollten bessere Zukunftsaussichten haben als die Newcomer der Stunde. Die Mehrheit der heißen IPOs und Spacs aus dem wilden Boom der Jahre 2020 und 2021 dürften die nächste Krise eher nicht überleben. Ihre Produkte und Prozesse sowie ihre Bilanzen seien bisher noch zu selten irgendwelchen Stresstests ausgesetzt gewesen.

Viele Investoren würden jedoch immer wieder gerne den neusten Modetrend kaufen und sich davon fantastische Gewinne versprechen. Sie würden den jüngsten Hype reiten. Dabei werde jedoch für junge Zukunftsaktien meist viel zu viel bezahlt. Deshalb würden viele dieser Investments auch nur selten aufgehen. Rob Arnott von Research Affiliates habe mit Blick auf den aktuellen Hype um Künstliche Intelligenz und NVIDIA untersucht, was aus den Superstars der Tech-Blase des Jahres 2000 geworden sei. Von den zehn größten Tech-Aktien habe es mit Microsoft nur eine einzige geschafft, bis heute besser als der S&P-500-Index abzuschneiden - und dies auch erst dank der jüngsten Rally. Davor seien auch Microsoft-Aktionäre lange 18 Jahre hinter dem Index zurückgeblieben.

Die Experten würden sich bei ihrem Contrarian Value Euroland Fonds eher an bewährte Geschäftsmodelle halten, die schon so manche Krise erfolgreich überstanden hätten.

Wie wäre es mit Käse? Savencia sei ein solches Unternehmen. Kennen Sie Géramont, Fol Epi, Bresso oder Milkana Sahneaufstrich, fragen die Experten der Fidecum AG. Die meisten von Ihnen werden womöglich aktuell Produkte von Savencia im Kühlschrank haben, so die Experten der Fidecum AG. Die alle würden aus Frankreich kommen - und zwar schon seit 1956. Die Produkte würden weltweit vertrieben und das mit einem jährlichen Umsatz von rund 6,5 Milliarden Euro. Das Unternehmen habe in den letzten 25 Jahren nie ein negatives Ergebnis gehabt - und das, obwohl es in dieser Zeit einige Krisen zu bewältigen gegeben habe.

Ein weiteres Beispiel sei Koenig & Bauer. 1814 sei die erste Druckmaschine gebaut worden, und zwar für die britische "Times". Koenig & Bauer habe schon viele Krisen durchlebt und auch so manchen Krieg überstanden. Und nicht nur das: Sie hätten auch jede Menge technische Innovationen "überleben" müssen - und hätten sich dabei immer wieder ihre Nische gesucht und gefunden, wie etwa in der Gelddruckindustrie. Und heute könnten Kunden den Würzburgern geben, was sie wollten. Koenig & Bauer bedrucke alles. Werbemittel, Verpackungen, einfach alles.

Und zum Schluss noch ein Unternehmen, dessen Produkte auch in fast jedem Haushalt zu finden seien: Die französische BIC Group. Ob Kugelschreiber, Einwegfeuerzeug oder Rasierer. Nichts Besonderes, alles nur kleinere Dinge des täglichen Gebrauchs. Aber damit mache BIC rund 2 Milliarden Euro Umsatz und erziele ein operatives Ergebnis von über 300 Millionen Euro.

Auch der Medizin- und Sicherheitstechnikkonzern Drägerwerk, oder der italienische Kaffeemaschinenhersteller De'Longhi würden in diese Kategorie gehören. Sie seien allesamt alteingesessene Familienunternehmen, die sich immer wieder auf die sich ändernden Wettbewerbssituationen eingestellt hätten. Übrigens: Sie alle würden auch Künstliche Intelligenz einsetzen, etwa in der Prozessoptimierung und bei der Entlastung von Routinearbeiten. Sie würden halt mit der Zeit gehen, ohne Milliarden investieren zu müssen. (23.10.2023/fc/a/f)





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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU0370217688 A0Q4S5 71,04 € 61,52 €