Bellevue (Lux) BB Entrepreneur Europe Small-Fonds: 03/2021-Bericht, Performanceplus von 3,6% - Fondsanalyse


21.04.21 08:30
Bellevue Asset Management

Küsnacht (www.fondscheck.de) - Der Bellevue (Lux) BB Entrepreneur Europe Small-Fonds (ISIN LU0631859229 / WKN A1JG2G, B EUR) hat zum Ziel, ein langfristig attraktives und kompetitives Kapitalwachstum zu erwirtschaften, so die Experten der Bellevue Asset Management AG.

Er eigne sich daher besonders für Investoren mit einem Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren, die ihr Portfolio durch Anlagen in kleinkapitalisierte, europäische eigentümergeführte Unternehmen diversifizieren wollten. Der Fonds weise die typischen Risiken auf, die sich aus Aktienanlagen in europäischen Small Caps ergeben würden.

Der Fonds investiere in kleinkapitalisierte, börsennotierte eigentümergeführte Unternehmen in Europa, welche von einem Unternehmer oder einer Unternehmerfamilie mit min. 20% der Stimmrechtsanteile maßgeblich beeinflusst würden. Die Eigenschaften solcher Unternehmen - fokussiertes Geschäftsmodell, kurze Entscheidungswege, nachhaltige Geschäftspolitik und starke Unternehmerkultur - würden zu Innovationseffizienz, hoher Produktqualität sowie starker Kundenbindung führen und sich nachweislich positiv auf den Aktienkurs auswirken. Das in diesem Anlagesegment erfahrene und in Unternehmerkreisen breit vernetzte Management-Team identifiziere mittels eines fundamentalen Bottom-up-Ansatzes die attraktivsten eigentümergeführten Unternehmen mit kleiner Marktkapitalisierung und konstruiere aus 40 bis 50 Titeln ein über Länder und Sektoren diversifiziertes Portfolio.

Europäische Small und Mid Caps hätten im März gemessen am MSCI Europe Small Cap ex-UK 5,1% fester geschlossen, getrieben durch Fortschritte bei Impfkampagnen, vor allem in den USA, wo bereits mehr als 100 Mio. Dosen verabreicht worden seien. Die Märkte hätten darüber hinaus von einer Vielzahl angekündigter Stimuluspakete, sowohl in den USA als auch in Europa, profitiert. An der Wirtschaftsfront würden die Prognosen weiterhin nach oben korrigiert. Die OECD erwarte für 2021 und 2022 ein Weltwirtschaftswachstum von 5,6% und 4%. Der Eurozone Composite PMI sei im März auf 52,5 Punkte nach 48,8 im Februar geklettert, wobei Verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungen die Erwartungen übertroffen hätten. Gleichzeitig sei die Inflation in der Eurozone weiter angestiegen, von 0,9% im Februar auf 1,3% im März, und habe damit ihren Höchststand seit Ausbruch der Pandemie erreicht. Die Stilrotation sei weniger ausgeprägt als in den Vormonaten ausgefallen, wobei die Sektoren Finanz (+8,4%), Industrie (+7,3%) und Versorger (+6,5%) die besten Performer gewesen seien, während Technologie (+0,5%), Gesundheitswesen (+1,6%) und Kommunikationsdienstleistungen (+2,4%) am meisten hinterhergehinkt seien.

Vor diesem Hintergrund habe der Fonds 3,6% (EUR/B-Anteile) zugelegt, womit er 10 Bp hinter der Benchmark zurückgeblieben sei. Die größten Gewinnbringer im Berichtsmonat seien Husqvarna (+21,2%), Liberbank (+18,6%) und Nexans (+17,3%) gewesen. Husqvarna, der schwedische Hersteller von Gartengerätschaften, habe von Anhebungen der Konsensschätzungen profitiert, da sich "Staycations" angesichts verlängerter Beschränkungen und verspäteter Impfkampagnen weiterhin großer Beliebtheit erfreuen sollten.

Wie schon berichtet, habe der lange erwarteten Fusion von Unicaja und Liberbank zunächst große Skepsis entgegengeschlagen. Die Transaktion erweise sich jedoch als äußerst sinnvoll und dürfte beachtliche Synergien freisetzen, die in Liberbanks schwacher Bewertung nicht im Geringsten berücksichtigt worden seien. Wie erwartet habe die Genehmigung des Deals durch die Aktionäre als positiver Trigger für eine Neubewertung gedient. Die Experten der Bellevue Asset Management AG erhöhten ihre Anfang März. Nach ihrem Treffen mit Vertretern des französischen Kabelherstellers Nexans seien sie weiterhin sehr überzeugt vom Strategieplan 2024 und der Fähigkeit des Managements, die gesteckten Ziele zu erreichen. Sie hätten ihre Position dementsprechend aufgestockt.

Die größten Verlustbringer im Berichtsmonat seien Asetek (-15%), Zur Rose (-17,8%) und Corticeira Amorim (-7,7%) gewesen. Asetek, Anbieter von Wasserkühlungen für Computer und Server, habe nicht von seinem CMD profitieren können, der weder nennenswerte Neuigkeiten über den Kernmarkt des Unternehmens noch Einzelheiten zu der neuen Sim-Racing-Initiative geliefert habe. Das sei zwar enttäuschend, stelle aber letztendlich lediglich ein Kommunikationsproblem dar, weshalb die Experten die aussichtsreichen Zukunftschancen von Aseteks Technologie nicht infrage stellen würden.

Die Online-Apotheke Zur Rose habe ihr Umsatzziel 2024 von CHF über 3 Mrd. auf CHF über 4 Mrd. angehoben und erwarte auf mittlere Sicht in Deutschland eine Marktdurchdringung von Apothekenrezepten von 10% statt bisher 5%. Wachstumschancen würden jedoch mit zusätzlichen Kosten einhergehen, weshalb die Gruppe ihr angestrebtes EBITDA-Ziel verschoben habe und ein ausgeglichenes Ergebnis neuerdings erst für 2023 erwarte. In Anbetracht der hohen Bewertung und des Enttäuschungspotenzials hatten die Experten der Bellevue Asset Management AG ihre Position in Zur Rose vor der Bekanntgabe der Geschäftszahlen reduziert.

Corticeira Amorim habe robuste Jahreszahlen 2020 mit einem Umsatzrückgang von lediglich 4% veröffentlicht. Das Unternehmen habe einen langsamen Start in das laufende Jahr in Aussicht gestellt, da sich Lockdowns nach wie vor nachteilig auf das Geschäft auswirken dürften. Die Wachstumsaussichten für den Korkhersteller seien vollkommen intakt und die Experten würden im Sommer mit der Wiedereröffnung der Wirtschaft eine Neubewertung erwarten.

Die Experten der Bellevue Asset Management AG gehen in ihrem Kernszenario weiterhin von synchronisiertem Wachstum, einer zunehmenden und durch eine starke Fiskalpolitik gestützten Ausgabenbereitschaft sowie weiterhin steigenden Renditen aus. Dies spreche nach wie vor für eine Ausrichtung auf Value, selbst nach dem positiven Trend der letzten sechs Monate. Die Experten hätten eine Position in ProSiebensat1, der führenden deutschen TV-Gruppe, eröffnet. Sowohl die Wiedereröffnung der Wirtschaft als auch die Monetarisierung des wertvollsten Portfolios an digitalen Assets, das ein TV-Konzern in Europa aufgebaut habe, seien positive Trigger für die Aktie. Der IPO seines digitalen DatingPortals Parship Group in 2022 sei ebenfalls ein potenzieller Katalyst, vor allem mit Blick auf die Bewertungsniveaus, die vergleichbare Unternehmen in den USA erreicht hätten. Positiv zu bewerten seien auch die Spekulationen um das Übernahmeinteresse an Flaconi, seiner OnlinePlattform für Kosmetik und Parfums. Die implizite Bewertung der TV-Vermögenswerte belaufe sich auf das 3,4- bis 5,5-Fache des EBITDA 2021, was ein Kurspotenzial von wenigstens 20% impliziere. (Stand vom 31.03.2021) (21.04.2021/fc/a/f)






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