Bellevue (Lux) BB Entrepreneur Europe-Fonds: 02/2021-Bericht, Performanceplus von 3,3% - Fondsanalyse


19.03.21 10:30
Bellevue Asset Management

Küsnacht (www.fondscheck.de) - Der BB Entrepreneur Europe (Lux)-Fonds (ISIN LU0415391860 / WKN A0RPSJ, B EUR) hat zum Ziel, ein langfristig attraktives und kompetitives Kapitalwachstum zu erwirtschaften, so die Experten der Bellevue Asset Management AG.

Er eigne sich daher besonders für Investoren mit einem Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren, die ihr Portfolio durch Anlagen in europäische eigentümergeführte Unternehmen diversifizieren wollten. Der Fonds weise die typischen Risiken auf, die sich aus Aktienanlagen in Europa ergeben würden.

Der Fonds investiere in börsennotierte eigentümergeführte Unternehmen in Europa, welche von einem Unternehmer oder einer Unternehmerfamilie mit mindestens 20% der Stimmrechtsanteile kontrolliert würden. Die Eigenschaften solcher Unternehmen - fokussiertes Geschäftsmodell, kurze Entscheidungswege, nachhaltige Geschäftspolitik und starke Unternehmerkultur - würden zu Innovationseffizienz, hoher Produktqualität sowie starker Kundenbindung führen und sie würden sich nachweislich positiv auf den Aktienkurs auswirken. Das in diesem Anlagesegment erfahrene und in Unternehmerkreisen breit vernetzte Managementteam identifiziere mittels eines fundamentalen Bottom-up-Ansatzes die attraktivsten eigentümergeführten Unternehmen mit mittlerer als auch großer Marktkapitalisierung und konstruiere aus 40 bis 50 Titeln ein über Länder und Sektoren diversifiziertes Portfolio.

Europäische Aktien hätten im Februar gemessen am SXXR 2,4% fester geschlossen. Die Märkte seien zwischen dem Fortschreiten der Impfkampagnen und Sorgen um einen Anstieg der langfristigen Zinsen hin- und hergerissen gewesen. Die Konjunkturdaten aus Europa seien beruhigend ausgefallen. So sei das BIP in der Eurozone im Q4 2020 um lediglich 0,7% (Konsens: -0,9%) gesunken. Der Flash Eurozone PMI Composite Index sei auf 48,1 Punkte geklettert, begünstigt durch den PMI für das Verarbeitende Gewerbe, der auf ein 36-Monats-Hoch von 57,7 Zählern gestiegen sei, während der Dienstleistungs-PMI weiter gesunken sei. Nach fünfmonatiger Verweilpause im negativen Bereich habe die Inflation in der Eurozone im Januar wieder ins Positive gedreht. Sie habe bei +0,9% (YoY) ggü. der Konsensschätzung von +0,6% und -0,3% im Dezember gelegen.

Die Rotation aus Wachstum/Defensiven in Value/Zykliker habe sich beschleunigt, wobei Banken (+15,8%), Reisen & Freizeit (+15,6%) und Grundstoffe (+12,1%) am besten performt hätten, während Versorger (-6,0%), Pflegeprodukte & Lebensmittelgeschäfte (-4,6%) und Nahrungsmittel, Getränke und Tabak (-3,2%) am meisten hinterhergehinkt seien.

Vor diesem Hintergrund habe der Fonds 3,3% (EUR/B-Anteile) zugelegt und seine Benchmark um 90 Bp übertroffen. Die beste Performance hätten im Berichtsmonat Crédit Agricole (+23,8%), Publicis (+13,5%) und M6 (+18,1%) geboten. Neben einem allgemein positiven Umfeld für Banken (Bewertungen, Renditekurve, Allzeithoch bei Einlagen privater Haushalte) habe Crédit Agricole zudem die Konsenserwartungen für den Vorsteuergewinn um 43% dank höherer Erträge im Privatkunden- und Vermögensverwaltungsgeschäft sowie niedrigerer Rückstellungen übertroffen.

Publicis habe mit seinem EBIT 2020 10% über den Erwartungen gelegen. Das Unternehmen habe von einer schnelleren Erholung des Werbemarktes als angenommen bei gleichzeitig strikter Kostenkontrolle profitiert. Q4 2020 sei es zudem das vierte Quartal in Folge gewesen, in dem Publicis stärker als der Sektor gewachsen sei. Das zeige, dass sich die zurückliegenden Investitionen in das Digitalgeschäft auszahlen würden. Das Unternehmen werde mit einer attraktiven FCF-Rendite von 9,5% gehandelt. Dies impliziere, dass das Risiko einer Verschlechterung der Bewertungskennzahlen gering und das Aufwärtspotenzial beachtlich sei, sobald Publicis wieder stabiles, positives, organisches Wachstum verzeichne.

Der französische Fernsehsender M6 habe starke Q4-Zahlen veröffentlicht, begünstigt durch erfreuliche TV-Werbetrends, gute Zuschauerzahlen und ein strenges Kostenmanagement. Bertelsmann habe öffentlich mitgeteilt, dass es M6 einer strategischen Überprüfung unterziehe, die zu dessen Verkauf führen könnte. M6 zähle zu den am besten gemanagten TV-Konzernen in Europa. Die Experten der Bellevue Asset Management AG räumen der Gruppe beträchtliches Wertsteigerungspotenzial ein, angesichts ihres Marktanteils von ca. 25%, einer EBIT-Marge von über 20% und ihrer Netto-Cash-Position in der Bilanz. M6 werde nach wie vor mit einer FCF-Rendite von über 10% gehandelt, trotz seiner unlängst guten Kursentwicklung.

Die größten Verlustbringer im Februar seien Anheuser Busch (-8,7%), InPost (-8,3%) und Swisscom (-7,5%) gewesen. Während ABI mit seinem für das Q4 2020 ausgewiesenen organischen Wachstum die Erwartungen übertroffen habe, habe es Anleger enttäuscht, da es für 2021 einen gewissen Margendruck infolge vorübergehender Mixeffekte, transaktionsbedingter Währungseffekte und steigender Rohstoffpreise in Aussicht stelle. Den Experten der Bellevue Asset Management AG erscheint der Kursrückgang völlig übertrieben und sie halten an ihrer deutlich positiven Haltung gegenüber ABI für 2021 fest. InPost, Polens führender, auf Paketschließfächer ausgerichteter Postdienstleister, habe unter Gewinnmitnahmen gelitten, nach seinen starken Kursavancen von 25% im Januar in einem Umfeld, das durch die Sektorrotation in Richtung Value-Titel geprägt gewesen sei.

Auch Swisscom habe mit dieser Sektorrotation zu kämpfen gehabt. Allerdings seien seine zu Monatsbeginn veröffentlichten Ergebnisse für 2020 geringfügig besser als erwartet ausgefallen, dank der straffen Kontrolle von Opex und Capex, weshalb das Unternehmen unverändert an seiner Dividende von CHF 22 festhalten könne. (Stand vom 28.02.2021) (19.03.2021/fc/a/f)





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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
417,80 € 418,52 € -0,72 € -0,17% 01.01./01:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU0415391860 A0RPSJ 418,63 € 300,52 €