Bellevue (Lux) BB Adamant Medtech & Services-Fonds: 03/2021-Bericht, Wertanstieg von 4,7% - Fondsanalyse


16.04.21 10:00
Bellevue Asset Management

Küsnacht (www.fondscheck.de) - Der Bellevue (Lux) BB Adamant Medtech & Services (ISIN LU0415391431 / WKN A0RP23, EUR B) hat zum Ziel, ein langfristig attraktives und kompetitives Kapitalwachstum zu erwirtschaften, so die Experten der Bellevue Asset Management AG.

Er eigne sich daher besonders für Anleger mit einem Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren, die ihr Portfolio gezielt durch Anlagen im Medizintechnik- und Gesundheitsdienstleistungssektor diversifizieren wollten und bereit seien, die für diesen Sektor üblichen Aktienrisiken zu tragen.
Der Fonds investiere weltweit in Aktien von Unternehmen des Medizintechnik- und Gesundheitsdienstleistungssektors. Der Fonds erschließe dem Investor ein attraktives Investment in den Healthcare-Sektor, ohne dabei in Medikamentenhersteller zu investieren. Erfahrene Branchenspezialisten würden auf profitable, liquide Mid- und Large-Cap-Unternehmen, die bereits über ein reiferes Produktportfolio verfügen würden, wie auch auf Small Caps, welche über ein technologisch innovatives Produktangebot verfügen würden, fokussieren. Die Titelauswahl basiere auf fundamentaler Unternehmensanalyse, wobei insbesondere der medizinische Nutzen, das Sparpotenzial für das Gesundheitswesen sowie das erwartete Marktpotenzial der entsprechenden Produkte und Services vertieft untersucht würden. Die Selektion der Unternehmen erfolge Bottom-up, unabhängig von Benchmark-Gewichtungen.

Im Berichtsmonat März habe sich der BB Adamant Medtech & Services (+4,7%) besser als seine Benchmark (+3,6%) entwickelt, aber etwas schwächer als der breite Gesundheitsmarkt (+5,3%) und der breite Aktienmarkt (+6,2%). Medizintechnikunternehmen (Medtech) hätten mit 2,3% zur Fondsperformance beigetragen, die Gesundheitsdienstleister (Services) mit 2,4%.

Im 1. Quartal habe der Fonds eine Performance von 5,8% erzielt und damit seine Benchmark (+4,5%) und den breiten Gesundheitsmarkt (+4,8%) deutlich übertreffen können. Lediglich der breite Aktienmarkt(+9,2%) habe sich stärker entwickelt.

Die Aktienkurse der Medizintechnikunternehmen seien durch die schnelle Durchimpfung in den USA positiv beeinflusst worden, die nun auf eine zügige Erholung der verschiebbaren Eingriffe schließen lasse. Becton Dickinson (+4,0%), Teleflex (+7,4%) und Axonics Modulation Technologies (+23,3%) hätten positiv zur Portfolioperformance beigetragen. Axonics habe Fachärzte und Investoren an einer medizinischen Konferenz vom klinischen Nutzen seiner neu akquirierten Technologie Bulkamid überzeugt. Mit Bulkamid könne Axonics den großen zusätzlichen Absatzmarkt der Belastungsinkontinenz erschließen. Die beiden Life-Science-Tools-Unternehmen Danaher (+5,4%) und Thermo Fisher (+4,3%) hätten sich ebenfalls gut entwickelt und sich damit von der Schwäche im Februar erholt.

US-Krankenversicherer wie Anthem (+22,1%), Cigna (+19,7%), UnitedHealth (+15,5%), Centene (+12,2%) und Molina (+10,9%) hätten sich sehr positiv entwickelt, was auf drei Gründe zurückzuführen sei. Erstens seien die Aktienkurse durch die steigenden Zinsen in den USA getrieben worden, die zu höheren Gewinnen bei den Krankenversicherern führen würden. Zweitens hätten sich im Laufe des 1. Quartals 2021 Gesundheitsversicherer vermehrt positiv zum Trend der Gesundheitskosten geäußert, die nicht direkt im Zusammenhang mit dem Coronavirus stünden. Drittens seien bis Ende März bereits über ein Drittel der US-Amerikaner mindestens einmal gegen COVID-19 geimpft worden, was zu einer signifikanten Abnahme der Hospitalisierungen und zu entsprechend geringeren Behandlungskosten von COVID-19-Patienten führe.

Die hauptsächlich mittelgroß kapitalisierten "Digital Health"-Unternehmen wie Oscar Health (-29,1%), American Well (-27,0%), Teladoc Health (-15,5%) und Inspire Medical (-8,6%) haben die Portfolioperformance zwar belastet, aber gegen Ende März vermochten sich die Kurse wieder etwas zu erholen, so die Experten der Bellevue Asset Management AG. Gründe dafür seien die stark gestiegenen Zinsen in den USA und die sehr effiziente amerikanische Corona-Impfstrategie gewesen, welche die Investorenpräferenz hin zu weniger schnell wachsenden zyklischen Aktien und "COVID-19-Verliereraktien" verlagert habe. Dank der starken Wachstumsaussichten dieser Unternehmen würden die Experten aber mit einer baldigen Erholung in diesem Aktiensegment(alle Werte in EUR/B-Anteile) rechnen.

Aktienmarktschwankungen vor allem im Zusammenhang mit kurzfristigen taktischen Verschiebungen der Investitionsflüsse (Sektorrotation) schließen die Experten der Bellevue Asset Management AG nicht aus. Sie seien jedoch der Meinung, dass die hohe Stabilität und die aktuell tiefe Bewertung des Medtech-&-Services-Sektors gegenüber dem breiten Aktienmarkt viel Puffer für negative "Überraschungen" zulasse, weshalb eher mit einer Aufwertung des Sektors gerechnet werden könne. Unabhängig von der Corona-Situation würden langfristige Wachstumsfaktoren, wie die steigende Lebenserwartung und die hohe Innovationskraft, den Medtech-&-Services-Sektor im Vergleich zur Gesamtwirtschaft schneller wachsen und die Gewinne überdurchschnittlich ansteigen lassen.

Der geringe Verschuldungsgrad des Medizintechniksektors vertrage sich auch mit einem möglichen Zinsanstieg, während die großen US-Krankenversicherer dank höherer Anlagerenditen zu den wenigen Profiteuren gehören würden. Den Ausbruch der Corona-Krise vermochte der Sektor gut zu bewältigen, so die Experten der Bellevue Asset Management AG. Die Unternehmen seien heute deutlich besser auf Krisenszenarien vorbereitet und die Bilanzqualität habe sich nochmals verbessert. Darum würden die Experten 2021 mit einer deutlichen Beschleunigung der M&A-Aktivitäten rechnen.

Der Medtech & Services Fonds investiere in den gesamten Gesundheitsmarkt ohne die Medikamentenhersteller. Als vollwertiges Healthcare-Produkt ziele der Fonds darauf ab, bei einem vergleichbaren Risikoprofil eine deutlich höhere Rendite zu erwirtschaften als traditionelle Healthcare-Fonds. Einer der Gründe für den großen Erfolg der Anlagestrategie der Experten sei, dass der Medtech-&-Services-Sektor zu den defensivsten Sektoren mit nachhaltigem Outperformance-Potenzial gehöre. Dies verbunden mit einem zusätzlichen Wachstumsschub, welcher durch die während der Corona-Krise aufgeschobenen Behandlungen ermöglicht werde, ergebe einen attraktiven Einstiegszeitpunkt für die Investoren. (Stand vom 31.03.2021) (16.04.2021/fc/a/f)






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