Bellevue (Lux) BB Adamant Medtech & Services-Fonds: 02/2021-Bericht, Wertverlust von 0,3% - Fondsanalyse


17.03.21 11:00
Bellevue Asset Management

Küsnacht (www.fondscheck.de) - Der Bellevue (Lux) BB Adamant Medtech & Services (ISIN LU0415391431 / WKN A0RP23, EUR B) hat zum Ziel, ein langfristig attraktives und kompetitives Kapitalwachstum zu erwirtschaften, so die Experten der Bellevue Asset Management AG.

Er eigne sich daher besonders für Anleger mit einem Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren, die ihr Portfolio gezielt durch Anlagen im Medizintechnik- und Gesundheitsdienstleistungssektor diversifizieren wollten und bereit seien, die für diesen Sektor üblichen Aktienrisiken zu tragen.
Der Fonds investiere weltweit in Aktien von Unternehmen des Medizintechnik- und Gesundheitsdienstleistungssektors. Der Fonds erschließe dem Investor ein attraktives Investment in den Healthcare-Sektor, ohne dabei in Medikamentenhersteller zu investieren. Erfahrene Branchenspezialisten würden auf profitable, liquide Mid- und Large-Cap-Unternehmen, die bereits über ein reiferes Produktportfolio verfügen würden, wie auch auf Small Caps, welche über ein technologisch innovatives Produktangebot verfügen würden, fokussieren. Die Titelauswahl basiere auf fundamentaler Unternehmensanalyse, wobei insbesondere der medizinische Nutzen, das Sparpotenzial für das Gesundheitswesen sowie das erwartete Marktpotenzial der entsprechenden Produkte und Services vertieft untersucht würden. Die Selektion der Unternehmen erfolge Bottom-up, unabhängig von Benchmark-Gewichtungen.

Im Berichtsmonat Februar hätten der globale Aktienmarkt (MSCI World Net +3,0%), der EURO STOXX 50 (+4,6%) und der deutsche Leitindex DAX (+2,6%) deutlich an Wert zugelegt. Die Aktienmärkte hätten sich im Monatsverlauf volatil gezeigt und seien von Makrofaktoren bestimmt worden. Eine optimistischere Einschätzung der Erholung der Wirtschaft (gestützt auf der höheren Verfügbarkeit der Coronaimpfstoffe) habe zu einem Zinsanstieg am langen Ende geführt und in der Folge eine Sektorrotation in die während der Coronakrise stark belasteten zyklischen Aktien ausgelöst. Der Medizintechniksektor (MSCI World Healthcare Equipment & Supplies -0,4%), der auch von einer Öffnung der Wirtschaft profitiere, und der BB Adamant Medtech & Services Fonds (-0,3%) hätten nahezu unverändert und deutlich besser als der breite Gesundheitssektor(MSCI World HealthcareNet -2,3%) geschlossen.

Die US-Krankenversicherer hätten sich in einem Marktumfeld steigender Zinsen, geringerer politischer Risiken und einer zügigen Durchimpfung in den USA mehrheitlich positiv entwickelt. So hätten Anthem (+2,5%), Molina (+1,9%) und UnitedHealth (+0,1%) positiv zur Portfolioperformance beigetragen. In den USA seien aktuell 15% der Bevölkerung mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Bei den über 75-jährigen Amerikanern betrage die Quote 61%, bei den 65- bis 75-Jährigen 43%. Dies habe zu einer signifikanten Abnahme der Hospitalisierungen und zu entsprechend geringeren Behandlungskosten für COVID-19-Patienten geführt.

Der positive Impffortschritt habe auch den Aktienkursen der großen Medizintechnikunternehmen geholfen, deren Geschäftsverlauf durch die wiederaufflammende Corona-Pandemie belastet worden sei. So hätten Stryker (+10,3%), Boston Scientific (+9,9%), ZimmerBiomet (+6,6%) und Medtronic (+5,5%) eine erfreuliche Aktienkursperformance verzeichnet. Gleichzeitig sei es bei Unternehmen, die sich während der Corona-Krise dank steigender COVID-19-Diagnostikumsätze gut entwickelt hätten, zu Gewinnmitnahmen gekommen. Die Experten der Bellevue Asset Management AG denken aber, dass die Investoren die unternehmensspezifischen neutralisierenden Erholungsfaktoren unterschätzen. So würden Thermo Fisher (-11,3%) und Danaher (-7,2%) von einem starken Nachfrageanstieg nach Produktionsmitteln für die Impfstoffherstellung profitieren. Hologic (-9,2%) und Abbott (-2,7%) könnten vom Wiederanstieg der Behandlungszahlen und der aufgestauten Nachfrage in ihren Medizintechniksparten profitieren.

Die "Digital Health"-Unternehmen hätten sich im Berichtsmonat unterschiedlich entwickelt. Die Telemedizinanbieter Amwell (-30,6%) und Teladoc Health (-15,8%) hätten unter Gewinnmitnahmen und dem einseitigen Fokus der Investoren auf Mitgliederzahlen gelitten. Quanterix (+17,5%), Inspire Medical (+16,0%), Align (+8,4%), Omnicell (+8.2%) und Dexcom (+6,6%) hätten hingegen eine hervorragende Entwicklung gezeigt. Außerdem haben sich die Experten der Bellevue Asset Management AG am erfolgreichen Börsengang von Signify Health (+38,2%) beteiligt, das sich auf wertbasierte Gesundheitsdienstleistungen ("valuebasedcare") spezialisiert hat (Alle Werte in EUR/B-Anteile).

Kurzfristige Aktienmarktschwankungen, vor allem in Abhängigkeit der Verfügbarkeit und Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe, sowie kurzfristige taktische Verschiebungen der Investitionsflüsse (Sektorrotation) schließen die Experten der Bellevue Asset Management AG nicht aus. Sie seien jedoch der Meinung, dass die hohe Stabilität und die aktuell tiefe Bewertung des Medtech-&-Services-Sektors gegenüber dem breiten Aktienmarkt viel Puffer für negative "Überraschungen" zulasse, weshalb eher mit einer Aufwertung des Sektors gerechnet werden könne. Unabhängig von der Corona-Situation würden langfristige Wachstumsfaktoren, wie die steigende Lebenserwartung und die hohe Innovationskraft, den Medtech-&-Services-Sektor im Vergleich zur Gesamtwirtschaft schneller wachsen und die Gewinne überdurchschnittlich ansteigen lassen. Der geringe Verschuldungsgrad des Medizintechniksektors vertrage sich auch mit einem möglichen Zinsanstieg, während die großen US-Krankenversicherer dank höherer Anlagerenditen zu den wenigen Profiteuren gehören würden.

Den Ausbruch der Corona-Krise vermochte der Sektor gut zu bewältigen, so die Experten der Bellevue Asset Management AG. Die Unternehmen seien heute deutlich besser auf Krisenszenarien vorbereitet und die Bilanzqualität habe sich nochmals verbessert. Darum würden die Experten 2021 mit einer deutlichen Beschleunigung der M&A-Aktivitäten rechnen. Der Medtech & Services Fonds investiere in den gesamten Gesundheitsmarkt ohne die Medikamentenhersteller. Als vollwertiges Healthcare-Produkt ziele der Fonds darauf ab, bei einem vergleichbaren Risikoprofil eine deutlich höhere Rendite zu erwirtschaften als traditionelle Healthcare-Fonds. Einer der Gründe für den großen Erfolg der Anlagestrategie der Experten sei, dass der Medtech-&-Services-Sektor zu den defensivsten Sektoren mit nachhaltigem Outperformance-Potenzial gehöre. Dies verbunden mit einem zusätzlichen Wachstumsschub, welcher durch die während der Corona-Krise aufgeschobenen Behandlungen ermöglicht werde, ergebe einen attraktiven Einstiegszeitpunkt für die Investoren. (Stand vom 28.02.2021) (17.03.2021/fc/a/f)






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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
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