BB African Opportunities (Lux)-Fonds: 03/2021-Bericht, Performanceplus von 1,4% - Fondsanalyse


19.04.21 09:00
Bellevue Asset Management

Küsnacht (www.fondscheck.de) - Der BB African Opportunities (Lux)-Fonds (ISIN LU0433847240 / WKN A0RP3D, EUR B) hat zum Ziel, ein langfristig attraktives und kompetitives Kapitalwachstum zu erwirtschaften, so die Experten der Bellevue Asset Management AG.

Er eigne sich daher besonders für Investoren mit einem Anlagehorizont von mindestens fünf bis sieben Jahren, die ihr Portfolio durch Anlagen in Aktien in aufstrebenden Schwellenländern diversifizieren wollten. Der Fonds weise die für Schwellenländer-Aktien typischen Anlagerisiken auf.

Der Fonds investiere vorwiegend in börsennotierte Unternehmen in den aufstrebenden Ländern Afrikas. Es seien insbesondere Länder Nordafrikas und der Sub-Sahara, die von zunehmendem Strukturwandel, Wirtschaftsreformen, Infrastrukturinvestitionen und hohen Rohstoffvorkommen profitieren würden. Der Fonds investiere aber auch in attraktive Anlageopportunitäten in Südafrika. Erfahrene Schwellenländerspezialisten, die mitunter selbst aus der Region stammen würden, würden auf profitable groß- und mittelkapitalisierte Unternehmen fokussieren, die von der starken Wachstumsdynamik der Region in besonderem Masse profitieren würden. Mittels eines fundamentalen Bottom-up und Top-down-Ansatzes würden die Spezialisten die attraktivsten Unternehmen auswählen und aus 50 bis 70 Titeln ein über Länder und Sektoren breit diversifiziertes Portfolio konstruieren.

Die kontinuierlich steigenden US-Zinsen und die weltweite Risikoscheu hätten auch vor Afrika keinen Halt gemacht und den Kernmärkten der Experten im März Verluste in USD beschert. Südafrika habe sich diesem Trend entzogen und im Gegensatz zu anderen Schwellenländern (z.B. Brasilien, Russland) auf die Straffung der geldpolitischen Zügel verzichtet. Die Zahl aktiver COVID-19-Fälle in Afrika sei von insgesamt 330 000 Fällen im Februar auf 310 000 im März gesunken. Der Rückgang aktiver Fälle auf dem Kontinent im März sei teilweise durch Äthiopien und Kenia aufgewogen worden, wo im Zuge der dritten Welle neue Höchststände erreicht worden seien. Südafrika sei es gelungen, die zweite Corona-Welle unter Kontrolle zu bekommen, und es habe seine COVID-19-Alarmstufe Anfang März von 3 auf 1 gesenkt, was sich positiv auf die Wirtschaft auswirken dürfte.

Die makroökonomischen Aussichten würden aber trübe in einem Umfeld bleiben, das durch Sparmaßnahmen, anhaltende Stromausfälle und einen langsamen Impfstoff-Rollout geprägt sei. Die Inflation sei im Februar auf 2,9% (yoy) und damit unter das untere Ende des von der Notenbank angestrebten Inflationskorridors von 3 bis 6% gesunken. Da die Währungshüter mit ihrem mittelfristigen Inflationsausblick zufrieden seien, hätten sie unverändert an ihrem Leitzins von 3,5% festgehalten. Aktien hätten 0,5% zugelegt und der Rand habe gegenüber dem USD 2,3% fester notiert, gestützt durch Südafrikas Leistungsbilanzüberschuss.

In Nigeria hätten Tier-1-Banken für 2020 bessere Zahlen als erwartet vorgelegt, dank gesunkener Risikokosten und über den Konsensschätzungen liegender NFI (non-funded income). Die Marktreaktion auf diese positive Überraschung sei ehr verhalten ausgefallen, was als klares Zeichen für das geringe Anlegervertrauen in die kurzfristige wirtschaftliche Entwicklung des Landes zu deuten sei. Die Inflation sei im Februar auf 17,3% (yoy) von 12,2% im Vorjahresmonat gestiegen und habe damit ihren Vier-Jahres-Höchststand erreicht, wodurch sich die Lücke zum unveränderten Leitzins von 11% vergrößert habe. Der Aktienindex habe im März 1,9% infolge ausbleibender Gelder aus dem Ausland eingebüßt, während lokale Institutionen mehr Barmittel in festverzinsliche Instrumente investiert hätten, nachdem die Renditen seit dem Vormonat gestiegen seien.

Die kenianische Börse sei zum Monatsende von ihren postpandemischen Höchstständen gefallen, was der Wiedereinführung von Lockdown-Maßnahmen zur Bekämpfung des Wiederauftretens von COVID-19-Fällen geschuldet sei. Obwohl die neuen Beschränkungen weniger streng als diejenigen des ersten Lockdowns vor einem Jahr ausfallen würden, würden sie drohen, die wirtschaftliche Erholungsdynamik zu bremsen, die im Q4 2020 eingesetzt habe. Zudem sorge das Fehlen eines vorläufigen Zeitplans für den Ausstieg aus diesem Teil-Lockdown für zusätzliche Ungewissheit. Dennoch habe der Gouverneur der Zentralbank seine Bereitschaft bestätigt, weitere Hilfsmassnahmen auf den Weg zu bringen, sollten Schuldner unter anhaltenden negativen Auswirkungen des Lockdowns auf die Geschäftsaktivitäten leiden. Der Aktienmarkt habe den Berichtsmonat 4,1% schwächer geschlossen, nachdem er in den ersten drei Märzwochen 2,2% zugelegt habe.

Ägyptische Aktien hätten unter einer "toxischen Mischung" aus Ereignissen gelitten, deren Anfang die weltweite Korrektur von Schwellenländertiteln gebildet habe. Der heftige Ausverkauf von Momentum-Aktien, denen es an soliden wirtschaftlichen Fundamentaldaten gefehlt habe, habe viele hoch verschuldete Kleinanleger unerwartet getroffen und den Marktdruck zusätzlich erhöht. Und schließlich hätten erneute Spannungen in der Region hinsichtlich der Flutung des riesigen Nil-Staudamms in Äthiopien Anleger zum Monatsende abgeschreckt.

Der EGX 30 habe im März 8,3% verloren, wobei die Verluste durch das Einschreiten institutioneller Anleger abgefedert worden seien, die Aktien einiger Big Caps zu günstigen Bewertungen gekauft hätten, während die breiter gefassten Indices EGX 70 und EGX 100 15,6% bzw. 13,6% nachgegeben hätten. Trotz dieser schwachen Performance stimmen die Pflichtangebote (MTO) die Experten der Bellevue Asset Management AG positiv, die Privatinvestoren für zwei ihrer ägyptischen Beteiligungen (CI Capital und ADES) unterbreiteten und die diese Positionen mit einer durchschnittlichen Prämie von 26% ggü. ihrem Aktienkurs vor dem MTO bewerten. Obwohl die Bewertung besagter Portfoliounternehmen damit immer noch unter den Fair-Value-Zielen der Experten liege, würden diese Transaktionen für das Aufwärtspotenzial ihres Portfolios sprechen.

In Marokko habe der Aktienindex einen Teil seiner Februarverluste wieder gutgemacht, da das Aktieninteresse unter lokalen Anlegern infolge der Dividendenerklärungen einiger Marktschwergewichte für FY 2020 wieder gestiegen sei. Der marokkanische Aktienindex habe 1,1% zugelegt, während der MAD 1,4% auf den USD verloren habe.

Im Rahmen des MTO verkauften die Experten der Bellevue Asset Management AG Ende März 90% ihrer Position in CI Capital Holding und werden sich voraussichtlich von ihrer Beteiligung an ADES trennen, sobald das zweite MTO gebilligt wird. Die Erlöse dieser Verkäufe würden die Experten nutzen, um von der positiven Marktdynamik außerhalb Ägyptens zu profitieren. Die Entwicklungen in dem Land würden nach Zurückhaltung rufen, weshalb die Experten wegen der anspruchsvollen Bewertungen unter den aktuellen Marktbedingungen nicht an den Börsengängen von zwei ägyptischen Unternehmen partizipiert hätten. (Stand vom 31.03.2021) (19.04.2021/fc/a/f)






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