Aramea Absolute Return-Fonds: 11/2016-Bericht, Wertminderung von 0,7% - Fondsanalyse


19.12.16 10:15
Aramea Asset Management

Hamburg (www.fondscheck.de) - Das Anlageziel des Aramea Absolute Return-Fonds ist die Erwirtschaftung einer absoluten, d.h. positiven Rendite für Anleger mit langfristigen Anlagehorizont, so die Experten von Aramea Asset Management.

Unter "Absolute Return" werde die Verfolgung absoluter Renditeziele, d.h. unabhängig von den jeweiligen Bewegungen und Richtungen der Märkte, verstanden. Durch aktives Portfolio- und Risikomanagement stehe die Verlustvermeidung im Vordergrund der Strategie. Die Anlage in den Aramea Absolute Return sei für Anleger geeignet, die bereits gewisse Erfahrungen mit Finanzmärkten gewonnen hätten.

Im Blickpunkt der Märkte habe im November der für die meisten Marktteilnehmer überraschende Wahlsieg von Donald Trump gestanden. In den USA hätten die Börsen mit deutlichen Kursgewinnen auf den Wahlsieg des republikanischen Präsidentschaftskandidaten reagiert. Der amerikanische Leitindex S&P 500 habe um 3,7% zugelegt und damit im Monatsverlauf neue Rekordmarken erreicht. In den gestiegenen Notierungen spiegele sich die Hoffnung der Marktteilnehmer wider, dass Trump seine im Wahlkampf angekündigten Programmpunkte von Steuersenkungen und höheren Staatsausgaben umsetzen werde.

Angesichts der darüber hinaus angedachten Deregulierungsprogramme im Energie- und Bankensektor hätten insbesondere US-Großbanken - angeführt von der Investmentbank Goldman Sachs, die einen Kurssprung von +23% verzeichnet habe - erhebliche Kursgewinne verbucht. Dagegen hätten die zinssensitiven Branchen wie Versorger und Immobilienwerte Verluste hinnehmen müssen, da die US-Notenbank wohl nach der Präsidentenwahl im Dezember die Leitzinsen erhöhen werde.

Jenseits der USA hätten die Börsen unterschiedlich auf den Wahlausgang reagiert. Während das globale Börsenbarometer - der MSCI World Index - in lokaler Währung leicht um 1,5% angezogen habe, sei die Entwicklung in Europa nicht zuletzt mit Blick auf das im Dezember anstehende Referendum in Italien sehr verhalten ausgefallen. Sowohl der DJ EURO STOXX 50 als auch der DAX hätten um 0,2% bzw. 0,3% nachgegeben. Die am VDAX gemessene Volatilität habe sich um 0,6 Punkte auf 19,9% reduziert. Die Börse in Tokio habe dagegen zu den Gewinnern im November gehört. Ausschlaggebend für den Anstieg des Nikkei 225 um 5,1% sei die deutliche Abwertung des JPY gegenüber USD und EUR gewesen, von der exportorientierte Sektoren profitieren sollten.

Für die globalen Rentenmärkte habe sich der Wahlausgang in den USA als starker Belastungsfaktor entpuppt. Mit der republikanischen Mehrheit in beiden Kammern würden die Marktteilnehmer eine ausgabenfreudigere US-Haushaltspolitik erwarten, die mittelfristig zu höheren Inflationsraten führen sollte. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen sei sprunghaft um 55 Basispunkte auf 2,40% angestiegen und habe schmerzhafte Verluste an den US-Rentenmärkten im November nach sich gezogen. Gemäßigter sei der Renditeanstieg bei laufzeitgleichen Bundesanleihen ausgefallen (+11 Basispunkte auf 0,28%). Europäische Unternehmensanleihen hätten im November ebenfalls schwächer tendiert. Gemessen am iTraxx Europe Main bzw. iTraxx Europe Crossover seien die Risikoprämien um 7 bzw. 9 Basispunkte auf ein Niveau von 80 bzw. 337 Basispunkten gestiegen.

An den Devisenmärkten habe sich ein uneinheitliches Bild ergeben. Der EUR habe zwar gegenüber einem gewichteten Währungskorb 2,1% verloren, die Spanne habe allerdings in der Spitze von Verlusten von 5,9% und 3,7% bei GBP und USD bis hin zu Gewinnen von 5% und 6,6% gegen JPY und TRY (Türkische Lira) gereicht.

An den Rohstoffmärkten hätten die Edelmetalle Gold (-8,1%) und Silber (-7,7%) zu den großen Verlierern gehört. Die Notierungen für Erdöl (WTI Crude Oil) hätten vor dem Hintergrund der von der Organisation erdölproduzierender Länder (OPEC) beschlossenen Förderbegrenzung um 4,2% auf 49,4 USD angezogen. (Stand vom 30.11.2016) (19.12.2016/fc/a/f)