Apus Capital ReValue Fonds: 10/2022-Bericht, Wertsteigerung von 8,9% - Fondsanalyse


01.12.22 09:00
Aramea Asset Management

Hamburg (www.fondscheck.de) - Das Sondervermögen des Apus Capital ReValue strebt einen möglichst hohen Wertzuwachs an, so die Experten von Aramea Asset Management.

Dieser solle vorrangig durch Direktinvestments in Aktien erzielt werden. Diese würden aus Wachstumsmärkten und Branchen mit überdurchschnittlich guten Aussichten selektiert. Bei allen Anlageentscheidungen stehe die langfristige Beurteilung des Geschäftsmodells und der Ertragsperspektiven im Vordergrund. Einen Schwerpunkt lege das Fondsmanagement darauf, in Unternehmen zu investieren, die im Wandel von Märkten zu den Gewinnern zählen würden. Der Fonds könne in bestimmten Marktphasen auch in Liquidität halten. Attraktive Unternehmensanleihen könnten beigemischt werden.

Nach einem ungewöhnlich herausfordernden dritten Quartal hätten die Aktienmärkte im Oktober eine deutliche Erholung verzeichnet. Diese habe sich im Wesentlichen aus der Hoffnung gespeist, dass die globalen Zentralbanken moderatere Töne anschlagen könnten. Auch habe sich die politische Lage in England beruhigt, die noch vor wenigen Wochen zu erheblichen Verwerfungen auf dem dortigen Anleihemarkt geführt habe. Trotz der weiterhin hohen Inflation und der merklichen Unsicherheit an den Märkten sei der Goldpreis nunmehr den siebten Monat in Folge gefallen - zum ersten Mal seit 1869!

Innerhalb des Monats sahen wir einen freundlichen Beginn, in dem einige marktbreite Aktienindices wie der S&P 500 die beste Zweitagesperformance seit April 2020 zeigten, so die Experten von Aramea Asset Management. Im weiteren Verlauf des Monats habe der Risikoappetit der Märkte zusätzliche Nahrung durch Berichte erhalten, dass die FED das Tempo der Zinsanstiege ab Dezember verlangsamen könnte. Allerdings sei die Inflation diesseits und jenseits des Atlantiks unverändert hoch geblieben, auch wenn die Gaspreise im Oktober weiter rückläufig gewesen seien. Was die Ergebnissituation der Unternehmen angehe, habe sich ein gemischtes Bild ergeben: Während die Highflyer der vergangenen Jahre, insbesondere Technologie-Titel wie Amazon.com oder Meta, schwache Zahlen ausgewiesen und sogar Kostensenkungsprogramme angekündigt hätten, hätten viele europäische Technologiewerte wie ASML oder SAP besser als erwartet berichtet. Hier dürften die Verschiebungen auf der Währungsseite auch eine Rolle gespielt haben.

Der DAX habe sich im Berichtsmonat kräftig mit einem Plus von 9,4% erholt, was dem stärksten monatlichen Anstieg seit November 2020 entsprochen habe. Die deutschen Nebenwerte-Indices hätten zwar auch deutliche Wertzuwächse aufgewiesen, dem Leitindex aber nicht ganz folgen können. So hätten der MDAX 5,9%, der TecDAX 6,5% und der SDAX 7,2% zugelegt. International sei das Muster ähnlich gewesen (DJ STOXX 600: 6,4%, S&P 500: 8,1%, NASDAQ: 3,9%).

Der APUS Capital ReValue Fonds habe im Berichtsmonat eine Performance von 8,9% erzielt. Damit habe der Fonds, der überdurchschnittlich in kleinere und mittelgroße Unternehmen investiere, mit Ausnahme des DAX alle relevanten europäischen Indices merklich geschlagen. Auf Jahresbasis weise der Fonds mit Blick auf die marktbedingt schwache Entwicklung zahlreicher Wachstumswerte weiter einen Rückstand zum Gesamtmarkt auf. Längerfristig betrachtet trage aber der Investmentansatz: Seit seiner Auflage im Oktober 2011 habe der Fonds mit +186% (oder +10% p.a.) eine deutliche Outperformance erreicht.

Positiv zum Monatsergebnis beigetragen hätten insbesondere SES, Zealand Pharma und Süss, während Calliditas, Axway und Sedana die Performance des Fonds geschmälert hätten. Nennenswerte Zukäufe hätten die Experten von Aramea Asset Management in BESI und Boku getätigt. Hingegen hätten die Experten Positionen in SES, Zealand Pharma und Calliditas reduziert. Die Cash-Quote per Ende Oktober habe 11,7% betragen.

Für die Aktienmärkte sei das weitere Vorgehen der westlichen Zentralbanken mit Blick auf die hohe Inflation und die sich abzeichnende Rezession von hoher Bedeutung. Hier könnte in den kommenden Wochen eine Wende anstehen, denn viele makroökonomische Indikatoren hätten zuletzt unter den Erwartungen gelegen. Lediglich der Arbeitsmarkt zeige sich weiterhin sehr robust. Allerdings sei dies üblicherweise ein nachlaufender Indikator. Die deutliche Schwäche auf dem US-Häusermarkt, Entspannung in den globalen Lieferketten sowie ein geringerer Gaspreis könnten sich günstig auf die Inflationsentwicklung auswirken und für Beruhigung auf der geldpolitischen Seite sorgen. Die zuletzt zu beobachtende Erholung an den Aktienmärkten könnte sich damit fortsetzen. Mittel- und längerfristig seien die Experten von Aramea Asset Management weiter davon überzeugt, dass die jüngsten Krisen das Vordringen innovativer Technologien beschleunigen würden und für ihren Investmentansatz zahlreiche Chancen eröffnen würden. (Stand vom 31.10.2022) (01.12.2022/fc/a/f)






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