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Analysen - Fonds
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26.04.13 14:45
Offene Immobilienfonds: hausInvest erzielt höchste Liquiditätsrendite
Scope Analysis

Berlin (www.fondscheck.de) - Offene Immobilienfonds halten derzeit Liquidität in Höhe von 10 bis 30 Prozent des Fondsvolumens, so die Analysten von Scope Analysis.

Eine angemessene Verzinsung dafür zu erzielen, stelle eine große Herausforderung für Fondsmanager dar. Die Liquiditätsrenditen würden bis zu 2 Prozent betragen.

Offene Immobilienfonds würden sich in einem Dilemma befinden: Einerseits müssten sie hohe Liquidität vorhalten, um ihre Anleger gegebenenfalls täglich auszahlen zu können. Andererseits sei die Verzinsung der Liquidität seit mehreren Jahren extrem niedrig. Die Liquiditätsrenditen würden sich aktuell zwischen 0 und 2 Prozent bewegen.

Das beste Liquiditätsergebnis im vergangenen Geschäftsjahr habe der hausInvest (ISIN DE0009807016 / WKN 980701) erzielt. Der Fonds aus dem Hause Commerz Real habe eine Liquiditätsrendite von 2,0 Prozent erwirtschaftet.

Ebenfalls gute Ergebnisse zwischen 1,6 und 1,8 Prozent pro Jahr hätten vier weitere Fonds erzielt: Der grundbesitz global (ISIN DE0009807057 / WKN 980705) und der grundbesitz europa (ISIN DE0009807008 / WKN 980700) der Deutschen Asset & Wealth Management (ehem. RREEF) sowie der UniImmo: Deutschland (ISIN DE0009805507 / WKN 980550) und der UniImmo: Europa (ISIN DE0009805515 / WKN 980551) von Union Investment Real Estate. Am anderen Ende der Skala liege der WERTGRUND WohnSelect D (ISIN DE000A1CUAY0 / WKN A1CUAY) mit einer Liquiditätsrendite von 0,0 Prozent. Basis für die Auswertung sei jeweils der Jahresbericht für das letzte Geschäftsjahr.

Die Kapitalanlagegesellschaften würden bei der Anlage der Liquidität sehr unterschiedliche Strategien verfolgen: Die Commerz Real Investment Gesellschaft erreiche das gute Ergebnis für den hausInvest ausschließlich durch die risikoarme Anlage in Tages- und Termingelder. Die Deutsche Asset & Wealth Management (ehemals RREEF) hingegen lege Teile der Liquidität in Wertpapieren - hauptsächlich Anleihen - an. Union Investment Real Estate hingegen verwalte den Hauptanteil der Liquiditätsanlagen der offenen Immobilienfonds in zwei eigens dafür aufgelegten Wertpapier-Spezialfonds. Diese würden sowohl in den Geldmarkt als auch in den Kapitalmarkt investieren, wobei bei letzterem verzinsliche Wertpapiere dominieren würden.

Das Liquiditätsergebnis werde am Ende des Geschäftsjahres mit der Rendite, die das Immobilienportfolio des Fonds generiere, verrechnet. Das Immobilienergebnis sei in der Regel deutlich höher. Die Gesamtperformance werde durch die Liquiditätsrendite daher entsprechend nach unten gezogen - und zwar umso stärker, je höher die Liquiditätsquote sei. (26.04.2013/fc/a/f)


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