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03.05.22 09:00
DNCA Invest Value Europe-Fonds: 03/2022-Bericht, Wertverlust von 1,48% - Fondsanalyse
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Invest Value Europe (ISIN LU0284396016 / WKN A0MMD8) ist bestrebt, den folgenden Index zu übertreffen: STOXX Europe 600 Net Return über den empfohlenen Anlagezeitraum, so die Experten von DNCA Investments.

Um das Anlageziel zu erreichen, stütze sich die Anlagestrategie auf eine aktive Verwaltung mit Ermessensspielraum.

Die Märkte würden sich in diesem März vorsichtig vorwärts bewegen. Der Konflikt in der Ukraine sei in allen Köpfen präsent, wobei die Hoffnung auf eine Lösung noch in weiter Ferne liege. Diese Situation verstärke die Forderungen nach Sanktionen gegenüber Russland. Während die Importe von russischem Gas und Öl 46% bzw. 28% ausmachen würden, verdeutliche dieses neue Umfeld den Bedarf an einer Diversifizierung der Rohstoffversorgung und an umfangreichen Investitionen in das Verteidigungsministerium. Ölfässer aus Russland würden auf den Märkten mit Abschlägen zwischen 15% und 25% angeboten. In China führe die erneute Kontamination mit Covid-19 zu teilweisen Schließungen ganzer Städte (Schanghai), was die Anleger hinsichtlich der Erholung der Wirtschaft und der erhofften Normalisierung der Lieferketten beunruhige.

Die FED straffe ihre Geldpolitik angesichts eines Arbeitsmarktes mit nahezu Vollbeschäftigung und einer Inflation von über 7% auf gleitender Jahresbasis, die sich in starken Lohnforderungen niederschlage. Die EZB ziehe mit einer 1-Jahres-Inflation von +5,9% nach, trotz der erwarteten Verlangsamung der europäischen Volkswirtschaften.

In diesem abwartenden Umfeld hätten sich die Märkte um 0,6% erholt, nachdem sie im Februar um 3,4% gefallen seien.

Der Rohstoffsektor stehe mit einem Plus von 6,3% an erster Stelle, ebenso wie defensivere Sektoren wie Gesundheit (+5,4%) und Nahrungsmittel und Getränke (+5,9%). Im Gegensatz dazu werde der Konsumgütersektor durch das Risiko einer sinkenden Kaufkraft der Haushalte beeinträchtigt. So habe der Einzelhandel -15,4%, der Automobilsektor -7,9%, was auf Produktionsprobleme zurückzuführen sei, und der Reise- und Freizeitsektor -7,6% verloren.

In diesem Zeitraum habe der Fonds seine Positionen in Technip Energie (die Pipeline für künftige LNG-Projekte in Russland sei kurzfristig gefährdet), BASF (der Anstieg des Gaspreises und die Versorgung über Pipelines würden die Produkte für die verarbeitenden Kunden immer teurer machen), Danone (geringe Gewichtung im Portfolio, die Experten von DNCA Investments könnten den Fall später erneut prüfen) und Iveco aufgelöst, um die Positionen auf Daimler Trucks mit besseren Fundamentaldaten zu konzentrieren.

Der Fonds habe die Gelegenheit genutzt, um Acciona Energia zu erwerben, einen unabhängigen Produzenten erneuerbarer Energien, der zu 83% eine Tochtergesellschaft der spanischen Acciona-Gruppe sei. Der Ukraine-Konflikt und die damit einhergehende Gaskrise hätten dem Teilfonds für erneuerbare Werte, einem strategischen Sektor zur Erreichung der Energieunabhängigkeit Europas, neue Dynamik verliehen, sodass die Experten von den Tiefpunkten profitiert hätten.

Der Konzern habe realistische Ambitionen, bis 2025 und 2030 eine installierte Kapazität von 25 GW bzw. 30 GW zu erreichen (gegenüber derzeit 11 GW), was insbesondere auf die Sichtbarkeit seiner Projektpipeline (32 GW, davon 60% in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium) und seine operative Exzellenz zurückzuführen sei. Das Verhältnis Nettoverschuldung/EBITDA von 2,3x ermögliche es dem Unternehmen, seinen Investitionsplan zu finanzieren. Schließlich dürfte seine starke Exposition gegenüber dem Anstieg der Großhandelspreise für Strom (20% seiner Produktion) zu einer guten Wachstumsdynamik seiner Ergebnisse beitragen. Die Aktie werde zu einem Multiplikator von 11x EV/EBITDA gehandelt, was einem Abschlag von 25% gegenüber ihren erneuerbaren Peers entspreche.

Die wichtigsten Beitragszahler des Monats: Carrefour (+0,22%) Dassault Aviation (+0,22%), ASR (+0,21%), SBM Offshore (+0,17%) und Shell (+0,16%).

Die wichtigsten negativen Beiträge: ABF (-0,39%), Iveco (-0,26%), Synlab (-0,24%), Autogrill (-0,20%) und Enel (-0,20%).

Der Fonds verliere -1,48% vs. 1%. (Stand vom 08.04.2022) (03.05.2022/fc/a/f)



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