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18.10.21 14:30
Nachhaltigkeitsfonds von Fidelity holt Bestnote zurück - Fondsnews
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Branchenkenner von Scope haben in ihrem monatlichen Update die Ratings diverser Portfolios erneuert, so die Experten von "FONDS professionell".

Ein ESG-Produkt von Fidelity dürfe sich nun wieder mit der Top-Bewertung schmücken. Ein Themenfonds von BNP Paribas AM sei dagegen für seine enttäuschende Performance abgestraft worden.

Die Scope-Analysten hätten im Oktober mehr als 6.500 Fondsratings aktualisiert. 202 Portfolios hätten dabei eine bessere Note erhalten - darunter der Fidelity Funds - Sustainable Asia Equity. Das 2004 aufgelegte Vehikel habe rund eineinhalb Jahre nur ein "B-Rating" innegehabt. Nun dürfe er sich wieder mit einem "A" schmücken. "Der Fonds überzeugt vor allem auf der Performanceseite. Hier konnte er über drei und fünf Jahre mit einer Wertentwicklung von 12,4 und 11,4 Prozent p.a. den Durchschnitt der Peergroup 'Aktien Asien ex Japan' mit 10,3 und 8,9 Prozent p.a. übertreffen", begründe Scope-Analystin Barbara Claus die Heraufstufung.

Der Fonds gehöre zu jenen Produkten, die Umwelt-, soziale und Governance-Aspekte (englisch: ESG) bereits berücksichtigt hätten, als das längst nicht dem heutigen Zeitgeist entsprochen habe. Seit diesem Februar verfolge das Management aber zudem eine dezidierte Nachhaltigkeitsstrategie: Ein großer Teil (70%) des Portfolios werde Scope zufolge in Titel mit überdurchschnittlichem Nachhaltigkeitsrating investiert. Derzeit sei das Anlegergeld in 65 Aktien investiert, wobei die größten Positionen auf Taiwan Semiconductor mit 8,2 Prozent, die AIA Group mit 8,1 Prozent und Samsung Electronics mit 7,3 Prozent entfallen würden.

Der Pictet Premium Brands sei ebenfalls einer jener Fonds, die nun hochgestuft worden seien, in diesem Fall von "C" auf "B". Das Produkt, das vor allem auf High-End-Erzeugnisse aus verschiedenen Bereichen des Konsumsektors setze, habe Claus zufolge lange ein Nischendasein in seiner Peergroup "Aktien Konsumwerte" gefristet, sich jedoch in den letzten Monaten stetig nach oben gearbeitet. Über fünf Jahre liege der Fonds mit 15,4 Prozent deutlich über dem Durchschnitt der Vergleichsgruppe (11,3% p.a.). Auf Einjahressicht falle der Vorsprung mit 37,5 gegenüber 20,6 Prozent sogar noch deutlicher aus. Dafür, gebe Claus zu bedenken, müssten die Anleger allerdings ein höheres Risiko in Kauf nehmen.

Die zehn größten Fonds mit einem Upgrade im Oktober*

Fondsname/ Peergroup/ Volumen (Mio. Euro)/ Rating Vormonat/ Rating aktuell
Amundi Funds Global Aggregate Bond (ISIN LU0319688015 / WKN A0M2G7)
Fidelity Funds (ISIN LU0069452877 / WKN 986394)
DWS ESG Dynamic Opportunities (ISIN DE0009848077 / WKN 984807)
Pictet-Premium Brands (ISIN LU0217139020 / WKN A0ET47)
AS SICAV II-European Smaller Comp (ISIN LU0306632414 / WKN A0M091)
Allianz Global Sustainability (ISIN LU0158827195 / WKN 157662)
Mediolanum Challenge Technology Equity (ISIN IE0004621052 / WKN 801817)
SEB 1 Global (ISIN LU0030158231 / WKN 577932)
Jupiter European Growth (ISIN LU0260085492 / WKN A0J317)
BNY Mellon Long-Term Global Equity (ISIN IE00B29M2H10 / WKN A0NG0W)
* Quelle: Scope

Ein weiterer Themenfonds im Konsumgüterbereich, der BNPP Smart Food, habe hingegen nicht überzeugen können und sei im Oktober auf die schwächste Ratingstufe "E" abgerutscht. Der Fonds investiere in das Anlagethema "nachhaltig produzierte Qualitätsnahrungsmittel", was sich in den letzten Jahren jedoch nicht ausgezahlt habe. "Generell lässt sich festhalten, dass die Nahrungsmittelindustrie innerhalb des Konsumgütersektors einen schweren Stand hatte, was sich auch in den Fonds mit entsprechendem Fokus niederschlägt", stelle Analystin Claus fest.

Obwohl Verbraucher in einschlägigen Umfragen eifrig kundtun, sich gesünder ernähren und regionaler einkaufen zu wollen, liefert das BNP-Paribas-Portfolio bedauerlicherweise ein gutes Beispiel dafür, dass sich das (noch) nicht in der Performance niederschlägt: Über fünf und drei Jahre gerechnet liegt der Fonds mit 6,9 und 9,1 Prozent p.a. deutlich hinter dem Durchschnitt der Vergleichsgruppe "Aktien Konsumgüter" mit 11,3 und 11,5 Prozent p.a., so die Experten von "FONDS professionell". Die Risikokennzahlen seien außerdem höher als die der Mitbewerber. Damit nicht genug: Negativ würden laut Scope auch die sehr hohen jährlichen laufenden Kosten von 2,23 Prozent auffallen, die ebenfalls auf der Fondsperformance lasten würden.

Die zehn größten Fonds mit einem Downgrade im Oktober*

Fondsname/ Peergroup/ Volumen (Mio. Euro)/ Rating Vormonat/ Rating aktuell
Nordea 1 - European Covered Bond (ISIN LU0076315455 / WKN 986135)
Nordea 1 - European High Yield Bond (ISIN LU0141799501 / WKN 529937)
Fidelity Funds - China Consumer (ISIN LU0594300096 / WKN A1JH3G)
Schroder ISF Emerging Markets (ISIN LU0248176959 / WKN A0JJYX)
Pictet TR - Diversified Alpha-P EUR (ISIN LU1055714452 / WKN A112FH)
BNPP SMaRT Food (ISIN LU1165137149 / WKN A14TJF)
Russell Investments World Equity II (ISIN IE00B1V6Q947 / WKN A1J8R2)
BNP Paribas Japan Small Cap (ISIN LU0069970746 / WKN 986476)
DWS Top Portfolio Offensiv (ISIN DE0009848010 / WKN 984801)
Schroder GAIA Egerton Eq (ISIN LU0463469048 / WKN A0YHN2)
* Quelle: Scope

Zur Ratingmethodik: Das Scope-Fondsrating bewerte die Qualität eines Fonds innerhalb seiner Vergleichsgruppe. Das Rating reflektiere unter anderem die langfristige Ertragskraft und die Stabilität der Fondsperformance sowie das Timing- und das Verlustrisiko. Das System umfasse fünf Ratingstufen - von A bis E. Als Top-Rating würden A- und B-Ratings gelten. In Summe habe Scope per Mitte Oktober 2021 mehr als 6.500 Produkte unter die Lupe genommen.

Mehr Details zu den genannten Fonds seien unter dem folgenden Link zu finden. (18.10.2021/fc/n/s)


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