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12.10.21 10:30
ODDO BHF Artificial Intelligence-Fonds: Von künstlicher Intelligenz (KI) jenseits der Tech-Branche profitieren
ODDO BHF Asset Management

Düsseldorf (www.fondscheck.de) - Wer Anlagechancen im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) sucht, sollte sich auch jenseits der Unternehmen, die unmittelbar in den Bereichen Digitalisierung, Automatisierung, künstliche Intelligenz und Robotik tätig sind, umschauen. Das geht aus einem aktuellen Marktkommentar von ODDO BHF Asset Management hervor.

Auch Unternehmen aus anderen Sektoren, die diese Technologien zielgerichtet einsetzen würden, könnten davon profitieren, sage Brice Prunas, Fondsmanager des ODDO BHF Artificial Intelligence (ISIN LU1919842267 / WKN A2PD0A). Denn mit intelligenten KI-Tools hätten Unternehmen effizienter gearbeitet und oftmals viel Geld gespart. Daher würden sich in seinem diversifizierten Portfolio neben Tech-Riesen wie Microsoft, Servicenow und Alphabet auch Biotech- und Biopharmatitel sowie Profiteure von der Wiederöffnung der Wirtschaft wie Uber oder Walt Disney finden.

Disney sei für den Fondsmanager ein Paradebeispiel eines Unternehmens, das zwar bereits seit fast 100 Jahren bestehe, aber dennoch heute in allen seinen Geschäftsbereichen zu den Pionieren bei Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) zähle. Dort werde künstliche Intelligenz mittlerweile bei Inhaltserstellung und Story-Telling von Blockbustern eingesetzt, indem Algorithmen darauf trainiert würden, aus vorherigen Erfolgen zu lernen. Mittels der sogenannten Variational-Autoencoder-Technologie, die beim letzten Star-Wars-Film zum Einsatz gekommen sei, werde beispielsweise die Mimik der Zuschauer in den ersten Minuten einer Filmvorführung beobachtet und die weiteren Reaktionen des Publikums vorhergesagt. Dadurch könnten Inhalte und ein Story-Telling geschaffen werden, die bei den Zuschauern noch stärkere positive Emotionen auslösen würden.

"Disney nutzt eine umfangreiche Datenbasis, um eigene Inhalte zu schaffen und so die Zufriedenheit der Zuschauer zu maximieren - ein Wettbewerbsvorteil, gegen den die Wettbewerber kaum noch ankommen. Der US-Konzern widerlegt das Klischee, demzufolge künstliche Intelligenz ausschließlich die Domäne von Technologie- und Startup-Unternehmen ist", sage Brice Prunas.

Der Experte von ODDO BHF AM gehe davon aus, dass der amerikanische Medienkonzern seine Führungsposition im Bereich der künstlichen Intelligenz voraussichtlich noch ausbauen dürfte. So gehe der Streamingdienst Disney Plus in einigen Bereichen sogar noch weiter als Netflix, da er sich Natural Language Processing (NLP) bediene, um die von ihm ausgestrahlten Inhalte und insbesondere deren emotionale Wirkung auf das Publikum besser zu verstehen. Prunas sage: "In diesem Direct-to-Consumer-Geschäftsmodell macht Disney Netflix mittlerweile ernsthaft Konkurrenz."

Seit 2013 würden laut dem Experten elektronische Armbänder und Big Data die Kundenzufriedenheit und den Personaleinsatz in den Freizeitparks von Disney verbessern - mit Erfolg: Der Konzern habe in seinen Freizeitparks ungefähr 20% an Personalkosten einsparen können, indem die Ressourcen besser auf den tatsächlichen Konsum seiner Besucher abgestimmt worden seien. Außerdem habe der Konzern die Wartezeit der Besucher in Schlangen reduzieren können, sodass sie mehr Zeit hätten, weitere Attraktionen zu nutzen und mehr Geld.

Auch Prunas integriere in dem von ihm gemanagten Fonds künstliche Intelligenz mittels Big-Data-Algorithmen in den Investmentprozess. Der Algorithmus analysiere das Fondsuniversum anhand von Nachrichten, Fakten und Zahlen und stelle eine Liste aus über 200 Aktien zusammen. Die Fondsmanager würden diese Vorauswahl anschließend weiter auf 60 Unternehmen eingrenzen. (12.10.2021/fc/a/f)


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