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12.10.21 12:30
Matthias Born: "Auch beim Thema ESG geht es um Produktwahrheit" - Fondsnews
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Es ist schon eine echte Erfolgsgeschichte, die Matthias Born als Manager des Berenberg European Focus Fund (ISIN LU1637618155 / WKN A2DVP7) in den vier Jahren seit dessen Auflage geschrieben hat, so die Experten von "FONDS professionell".

Das auf europäische Aktien fokussierte Produkt habe über die verschiedensten Performancezeiträume hinweg nicht nur seine Benchmark, sondern auch die meisten Mitbewerber innerhalb seiner Vergleichsgruppe abgeschlagen hinter sich gelassen. Damit gehöre der Fonds seit seinen Anfängen zu den Top Drei seiner Peergroup.

Born investiere mit dem Fonds in europäische Aktien unterschiedlichster Größenordnung, beginnend bei einer Marktkapitalisierung von etwa einer Milliarde Euro. "Wir konzentrieren uns dabei auf sogenannte Qualitätswerte, die zudem ein zweistelliges Wachstumspotenzial in Bezug auf Umsatz, Gewinn und Cashflow erwarten lassen - und das über lange Zeiträume hinweg", erkläre der Fondsmanager seine Strategie.

Gerade bei einem Investment in europäische Aktien sei die Offenheit in Bezug auf die Größe der Unternehmen von besonderer Bedeutung. Denn anders als etwa in einem Markt wie den USA würde eine Beschränkung ausschließlich auf den Large-Cap-Sektor zu wenige Möglichkeiten bieten, um den Anforderungen, die er an Zielinvestments stelle, gerecht zu werden.

Vor diesem Hintergrund hätten die Experten in ihrer Reihe "Nachhaltig nachgefragt" genauer wissen wollen, wie ein Haus wie Berenberg den ESG-Komplex und entsprechende Kriterien in die Investmentprozesse seiner Aktienfonds integriere und welche Rolle das ESG-Office, ein Team aus drei Spezialisten, dabei spiele. Für die aktuelle Heftausgabe von "FONDS professionell" hätten die Experten Matthias Born deshalb zu einem gemeinsamen Analysegespräch mit Barbara Claus, Leiterin des Bereichs Mutual Funds bei Scope Analysis, gebeten.

Matthias Born, Berenberg: "Es wäre vermessen zu behaupten, dass wir in Bezug auf das Thema Nachhaltigkeit schon vor gut vier Jahren, als wir den Bereich Wealth & Asset Management bei Berenberg ganz neu aufgestellt haben, so weit gewesen wären, wie das heute der Fall ist."

"Bezogen auf unsere eher traditionell orientierten Investmentfonds sprechen wir von einer ESG-Integration in den jeweiligen Anlageprozess. Diese Fonds, dazu gehört auch der von mir gemanagte Berenberg European Focus Fund, sind nach Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung klassifiziert und berücksichtigen beispielsweise bestimmte Ausschlusskriterien in Bezug auf die Nachhaltigkeit ihrer Investments."

"Natürlich ist auf Kundenseite das Interesse an verantwortungsvoll gemanagten Investments deutlich größer als noch vor zwei oder drei Jahren. Aber ich glaube, man muss als Investmenthaus gleichzeitig die eigene Überzeugung schärfen und wirklich von der Sinnhaftigkeit überzeugt sein, Geld nach dem ESG-Prinzip zu managen, um erfolgreich zu agieren."

"Es bedarf schon eines erheblichen Aufwands, seinen Investmentprozess entsprechend anzupassen. Dabei hilft aber ein im Englischen als "Active Ownership" bezeichnetes Prinzip, gemeint ist damit der direkte und regelmäßige Dialog mit den Unternehmen, in deren Aktien man als Fondsmanager investiert."

"Das Anlageuniversum, das uns zur Verfügung steht, ist groß genug, um mit für uns investierbaren Aktien auch unter Berücksichtigung von ESG-Aspekten ein gutes Anlageergebnis für unsere Kunden zu erzielen."

"Auch beim Thema ESG geht es im Grunde um den bekannten Zweiklang von Produktwahrheit und -klarheit. Deshalb sollte man auf jeden Fall auf die korrekte Außenwirkung seiner Produkte achten. Um den Kunden nicht in die Irre zu führen, sollte man außen nur das draufschreiben, was ihn auch erwartet." (12.10.2021/fc/n/s)



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