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12.02.21 10:00
Aramea Balanced Convertible-Fonds: 01/2021-Bericht, Wertzuwachs von 0,3% - Fondsanalyse
Aramea Asset Management

Hamburg (www.fondscheck.de) - Mit dem Aramea Balanced Convertible (ISIN DE000A0M2JF6 / WKN A0M2JF) wird Investoren eine Anlage in das komplexe und anspruchsvolle Segment der Wandelanleihen ermöglicht, so die Experten von Aramea Asset Management.

Der Fonds investiere schwerpunktmäßig in europäische Wandelanleihen mit einem "Investment Grade"-Rating. Aus der gezielten Investition in ausgewählte Convertibles mit einem so genannten "gemischten" Profil würden sehr attraktive Rendite-/Risikoeigenschaften resultieren.

Die Ausbreitung der neuen Corona-Mutationen habe die Hoffnung auf eine angestrebte Herdenimmunität gen Ende des ersten Halbjahres 2021 zeitweise getrübt. Trotz des anfänglich positiven Marktumfelds habe dies zu temporären Kursrückgängen an den weltweiten Aktienmärkten geführt. Inzwischen würden empirische Studien belegen, dass der Impfstoff aller autorisierten Impfstoffproduzenten auch einen effektiven Schutz gegen die bislang bekannten Mutanten aufweise. Mit AstraZeneca habe ein britisches Large Cap-Pharmaunternehmen als vierte Gesellschaft neben BioNTech/Pfizer und Moderna die EU-Zulassung zur Produktion und Distribution des Corona-Impfstoffes erhalten.

Des Weiteren hätten Privatanleger durch herdenhaftes Wetten gegen den Leerverkauf von Hedge Fonds Kurssprünge und Übertreibungen in einigen kleineren, gelisteten Gesellschaften wie dem Computerspiel-Hersteller GameStop ausgelöst. Während der US-amerikanische Aktienindex S&P 500 im Berichtszeitraum um +1,6% habe zulegen können, habe sein europäisches Pendant STOXX Europe 600 um -1% nachgegeben; der DAX habe rund 2% im Minus geschlossen. Die Publikation der Quartalszahlen aus dem letzten Quartal 2020 habe indes begonnen.

Mit der Amtseinführung des 46. US-Präsidenten Biden gehe in den Vereinigten Staaten nicht nur die Hoffnung auf weitere Konjunkturprogramme einher; einerseits seien fiskalpolitische Impulse für die Erzeuger erneuerbarer Energien zu erwarten, welche langfristig von Biden's ausgerufenem nationalem Ziel von Null-Emissionen bis 2050 profitieren könnten. Andrerseits stehe eine stärkere Regulierung der amerikanischen Large Cap-Technologieunternehmen weiter im Raum. Nach ihrer jeweils ersten Sitzung im neuen Jahr würden beide Notenbanken EZB und FED unverändert an ihrer expansiven geldpolitischen Ausrichtung festhalten.

Die anhaltende US-Dollar-Stärke habe sich im Berichtszeitraum in einer Aufwertung gegenüber dem Euro von 0,7% auf 1,21 manifestiert. Einen äquivalenten Anstieg habe auch der US-Dollar-Index zu verzeichnen gehabt, welcher den Wert des US-Dollar in Form eines Baskets mit sechs weiteren Währungen vergleiche. Der Preis pro Feinunze Gold sei im Berichtszeitraum um -2,7% gegenüber dem Vormonatsende auf 1.848 USD gesunken.

Die Rentenmärkte in Europa hätten durch einige Neuemissionen am Primärmarkt auf sich aufmerksam machen können, darunter SURE-Bonds der EU zur Finanzierung der europäischen Kurarbeiterprogramme, sowie Österreich, Griechenland und Slowenien. Die Spreads im Staatsanleihenmarkt seien weitestgehend unterverändert relativ zum Vormonat geblieben; so hätten etwa 10-Jahres-Renditen in Deutschland per Monatsultimo bei einer Rendite von -0,5% gegenüber 1,0% bei 10-Jahres-US-Treasuries notiert.

Wandelanleihen aus dem Investmentgrade Bereich hätten ein regional heterogenes Bild gezeigt. Der Bloomberg Barclays Global Convertibles Investment Grade TR Index (EUR) sei im Berichtsmonat moderat um +0,2% gestiegen. Während europäische Investmentgrade Convertibles (Bloomberg Barclays EMEA Convertibles Investment Grade TR Hedged (EUR)) um -1,2% nachgegeben hätten, hätten ihre US-Pendants aus dem Investmentgrade Bereich (Bloomberg Barclays US Convertibles IG TR Unhedged (USD)) um +0,4% zulegen können.

Bereits im ersten Monat des Jahres seien einige Meldungen aus dem M&A-Bereich zu vermelden gewesen. Mitte Januar habe die Private Equity-Gesellschaft Starwood Capital ein Übernahmeangebot für das österreichische Immobilienunternehmen CA Immobilien unterbreitet. Kurz darauf habe dann sogar die Aggregate Holdings damit liebäugelt, für CA Immobilien ein höheres Gegenangebot zu Starwood Capital vorzulegen. Sowohl die Aktie von CA Immobilien als auch die 0,75%-Wandelanleihe, die mit einer Übernahmeschutzklausel ausgestattet sei, hätten daraufhin kräftig zugelegt. Zeitgleich sei das Interesse der kanadischen Einzelhandelsgruppe Couche-Tard an dem französischem Einzelhandelsunternehmen Carrefour bekannt geworden. Wenngleich die Gespräche kurze Zeit später von beiden Unternehmen für beendet erklärt worden seien, hätten sowohl die Aktie von Carrefour als auch beide Wandelanleihen mit Laufzeiten 2023 und 2024 angetrieben von den kurzweiligen M&A-Spekulationen profitiert.

Der Aramea Balanced Convertible investiere ausschließlich in Titel mit Investmentgrade-Qualität. Dadurch würden sich stabilere Bondfloors (Bewertung der Anleihenkomponente) ergeben, gleichzeitig sei aber das Potenzial auf der Aufwärtsseite gegeben. Somit könne der Fonds die Konvexität der Assetklasse Convertibles ausnutzen. 57,2% der im Fonds enthaltenen Wandelanleihen hätten ein so genanntes "Balanced Profil". In diesem ausgewogenen Bereich sei das asymmetrische Verhalten von Convertibles am stärksten ausgeprägt. Die Wandelanleihe partizipiere hier wesentlich stärker an einer Aufwärtsbewegung der zugrunde liegenden Aktien als an einer Abwärtsbewegung. Wandelanleihen mit bondähnlichem Profil würden derzeit 21,8% ausmachen. Aktienähnliche Profile seien mit 21% vertreten. Im Januar sei die Aktiensensitivität (Delta) des Portfolios gegenüber dem Vormonat leicht reduziert worden. Die Kassequote eingerechnet habe das Delta des Fonds per Monatsultimo bei 48,4% gelegen. Der Aramea Balanced Convertible habe seit Jahresbeginn eine Wertentwicklung von 0,3% erzielt. (Stand vom 31.01.2021) (12.02.2021/fc/a/f)


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