Logo
Analysen - Fonds
www.fondscheck.de
16.10.20 09:00
Aramea Balanced Convertible A-Fonds: 09/2020-Bericht, Wertrückgang von 0,5% - Fondsanalyse
Aramea Asset Management

Hamburg (www.fondscheck.de) - Mit dem Aramea Balanced Convertible A-Fonds (ISIN DE000A0M2JF6 / WKN A0M2JF) wird Investoren eine Anlage in das komplexe und anspruchsvolle Segment der Wandelanleihen ermöglicht, so die Experten von Aramea Asset Management.

Der Fonds investiere schwerpunktmäßig in europäische Wandelanleihen mit einem "Investment Grade"-Rating. Aus der gezielten Investition in ausgewählte Convertibles mit einem sogenannten "gemischten" Profil würden sehr attraktive Rendite-/Risikoeigenschaften resultieren.

Im September sei an den Kapitalmärkten ein gewisser Gleichlauf mit leicht schwächeren Kursen zu beobachten gewesen. Gründe für diese Entwicklung lägen einerseits in dar wachsenden Möglichkeit einer weltweiten zweiten Coronawelle und damit verbundenen Einschränkungen, andererseits hätten die Sentimentindikatoren der Industrie leicht zulegen können, und damit sei der Optimismus gestiegen, dass die Weltwirtschaft nur mit geringen Blessuren durch diese Krise kommen könnte.

Der Ifo-Index habe den fünften Monat in Folge zugelegt und sei von 92,5 auf 83,4 gestiegen und der ZEW-Index sei von 71,5 auf das Zwanzig-Jahreshoch von 77,4 gestiegen. Das Ifo-Institut habe seine Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft von minus 8,7% auf minus 5,2% erhöht. Verunsichere das Warten auf weitere fiskalpolitische Maßnahmen, so motiviere der unverändert stabile Immobilienmarkt und leicht bessere chinesische Wirtschaftszahlen die Marktteilnehmer diesseits und jenseits des Atlantiks.

In Deutschland habe der DAX 1,4% an Wert verloren der EURO STOXX 50 habe 2,4% eingebüßt. In den USA sei der NASDAQ 100 zwischenzeitlich mehr als 10% unter sein Allzeithoch vorn 2. September gefallen, am Monatsende sei ein Minus von 5,7% für den Berichtsmonat geblieben. Der Dow Jones Index sei 2,3% im September gesunken.

Die Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe sei von -0,33% auf -0,52% im September gefallen und habe somit den sinkenden Risikoappetit der Anleger widergespiegelt. Die entsprechende Rendite in den USA sei leicht von 0,71% auf 0,88% gesunken. Nach der starken Euro-Aufwertung im Juli und August habe EZB-Mitglied Lane betont, dass der Euro-Wechselkurs für die EZB wichtig sei. Der Euro habe daraufhin im September von 1,196 auf 1,173 gegenüber dem US-Dollar abgewertet.

Der Brent-Ölpreis habe von 45 USD auf 40 USD je Barrel korrigiert. lt. einer Studie von BP könnte die globale Ölnachfrage schon im laufenden Jahrzehnt ihren Hochpunkt sehen. Der Goldpreis habe unter dem starken US-Dollar gelitten und sei von 1.968 USD auf 1.900 USD je Feinunze gesunken.

Mit der Aussage der US-Notenbank, solange ihren Leitzins nahe null Prozent zu halten, bis die Inflation für einige Zeit moderat über ihrem Inflationsziel von 2% liegen werde, hätten positive Impulse für den amerikanischen Immobilienmarkt generiert werden können. Ganz ähnlich stelle sich die Situation auch in Europa dar.

Auch aus China seien leicht positive Impulse gekommen, so hätten die Einzelhandelsumsätze um 0,5% über Vorjahr gelegen und damit erstmalig im Jahr 2020 wieder zugelegt. Die Autokäufe in China, besonders wichtig für die europäische Exportwirtschaft, hätten 9% über Vorjahr gelegen.

Für die kommenden Wochen würden sich die Kapitalmärkte auf die weiteren Verhandlungen rund um den BREXIT, die anstehende Präsidentschaftswahl in den USA am 3. November und die weiteren Bemühungen einen Impfstoff zu finden, konzentrieren.

Wandelanleihen aus dem Investmentgrade Bereich hätten sich dem Marktgeschehen nicht gänzlich entziehen können und den Berichtsmonat ebenso im negativen Terrain geschlossen. Der Thomson Reuters Global Focus Investmentgrade Hedged Convertible Index (EUR) sei um -1,8% gesunken. Europäische Investmentgrade Convertibles (Thomson Reuters Europe Focus Investmentgrade Hedged Convertible Index (EUR)) seien um -0,4% gesunken. ihre US-Pendants aus dem Investmentgrade Bereich hätten mit -4,1% deutlicher nachgegeben.

Im September sei zunächst durch den Investmentgrade Emittenten Electricité de France mit EUR 2 4 Milliarden die größte Wandelanleihenemission am Primärmarkt platziert worden, die es in Europa je gegeben habe. Knapp 40 der Nachfrage für den ersten Green (Convertible) Bond des französischen Energieerzeugers seien auf den französischen Staat entfallen. Maschinenbauer Dürr habe gen Ende des Monats eine Neuemission in Höhe von EUR 150 Millionen auf dem Wandelanleihenmarkt platziert, gefolgt von Soitec mit einer 6,25 jährigen Wandelanleihe in Höhe von EUR 325 Millionen. Das Fondsmanagement des ARAMEA Balanced Convertible habe an der Emissionen Electricité de France teilgenommen.

Der ARAMEA Balanced Convertible investiere ausschließlich in Titel mit Investmentgrade Qualität. Dadurch würden sich stabilere Bondfloors ergeben (Bewertung der Anleihenkomponente), gleichzeitig sei aber das Potenzial auf der Aufwärtsseite gegeben. Somit könne der Fonds die Konvexität der Assetklasse Convertibles ausnutzen. 60,9% der im Fonds enthaltenen Wandelanleihen hätten ein sog. "Balanced Profil".

In diesem ausgewogenen Bereich sei das asymmetrische Verhalten von Convertibles am stärksten ausgeprägt. Die Wandelanleihe partizipiere hier wesentlich stärker an einer Aufwärtsbewegung der zugrundeliegenden Aktien als an einer Abwärtsbewegung. Wandelanleihen mit bondähnlichem Profil würden derzeit 24,5% ausmachen. Aktienähnliche Profile seien mit 14,6% vertreten. Im September sei die Aktiensensitivität (Delta) des Portfolios nahezu unverändert gegenüber dem Vormonat gehalten worden. Die Kassequote eingerechnet habe das Delta des Fonds per Monatsultimo bei 44,5% gelegen.

Der ARAMEA Balanced Convertible habe im September 2020 eine Wertentwicklung von 0,5% erzielt. Seit Jahresbeginn habe das Sondervermögen eine Wertentwicklung von +0,06% erzielt. (Stand vom 30.09.2020) (16.10.2020/fc/a/f)


© 1998 - 2020, fondscheck.de