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11.09.20 09:00
Metzler Euro Corporates Short Term-Fonds: Q2/2020-Bericht, Anteil an Anleihen mit BBB-Rating verringert - Fondsanalyse
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Ziel des Metzler Euro Corporates Short Term-Fonds (ISIN IE00B8KKJT75 / WKN A1J1NR) ist es, Zinseinkünfte und eine langfristige Wertsteigerung zu erzielen, so die Experten von Metzler Asset Management.

Um dies zu erreichen, investiere der Fonds überwiegend in Unternehmensanleihen globaler Emittenten, die in Euro denominiert seien und eine Laufzeit von bis zu fünf Jahren hätten. Den Schwerpunkt würden Anleihen von Unternehmen außerhalb des Finanzsektors bilden, beispielsweise festverzinsliche und variabel verzinsliche Unternehmensanleihen. Darüber hinaus könne der Fonds in andere in Euro denominierte Staatsanleihen investieren. Alle Anleihen müssten über ein Investmentgrade-Rating oder ein vergleichbares Rating verfügen. Derivate könnten eingesetzt werden, um das Engagement auf Anleihen und/oder Devisenmärkten zu erhöhen und/oder zu verringern.

Im zweiten Quartal habe sich die Coronapandemie weiter ausgebreitet und es sei die Marke von weltweit zehn Millionen Infizierten überschritten worden. Während Europa die Ausbreitung des Coronavirus erfolgreich eingedämmt habe, sei in anderen Teilen der Welt die Zahl der Infizierten deutlich gestiegen, insbesondere in den USA. Dennoch habe sich die Lage an den Finanzmärkten im zweiten Quartal verglichen mit dem Ende des Vorquartals entspannt. Dies dürfte zum einen an den Lockerungen der Quarantäneregelungen in vielen Gebieten gelegen haben, zum anderen an den umfangreichen geld- und fiskalpolitischen Programmen.

So habe beispielsweise die Europäische Zentralbank ihr Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP) im Juni um 600 Mrd. EUR auf 1.350 Mrd. EUR bis Juni 2021 erhöht und angekündigt, die Fälligkeiten aus dem Programm bis mindestens Ende 2022 zu reinvestieren.

Zudem habe die Bundesregierung in Deutschland im Juni ein weiteres Konjunkturpaket von geschätzten 130 Mrd. EUR beschlossen, das unter anderem vorsehe, die Mehrwertsteuer für einen begrenzten Zeitraum zu senken, um den Konsum anzuregen. Auch auf EU-Ebene sei ein Konjunkturprogramm von 750 Mrd. EUR geplant, das vor allem den von der Coronakrise am meisten betroffenen Ländern helfen solle.

Durch die auf absehbare Zeit sehr expansive Geldpolitik der wichtigsten Zentralbanken und dem Ausbleiben von Inflationsanzeichen hätten die Renditen für Staatsanleihen im zweiten Quartal auf niedrigem Niveau verharrt. Zudem hätten sich die Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen trotz reger Emissionstätigkeit deutlich reduziert. So sei der Renditeaufschlag für kurzlaufende Unternehmensanleihen des Nichtfinanzsektors gegenüber Bundesanleihen von über 200 Basispunkten zu Beginn des Quartals auf unter 140 Basispunkte zum Ende des Quartals gefallen, wovon der Fonds in seiner Wertentwicklung entsprechend habe profitieren können.

Die Experten von Metzler Asset Management hätten im Berichtszeitraum an einer Übergewichtung von Anleihen mit niedrigeren Ratings und von Papieren mit Restlaufzeiten von mehr als drei Jahren festgehalten. Der Anteil an Anleihen mit BBB-Rating sei jedoch weiter verringert worden. Einige Einzeltitel hätten die Experten neu ins Portfolio aufgenommen, unter anderem durch die Teilnahme an Neuemissionen. Die aktiv gesteuerte Duration habe im Berichtsquartal die Gesamtperformance des Fonds leicht belastet. (Stand vom 30.06.2020) (11.09.2020/fc/a/f)



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