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03.09.20 14:00
Top oder Flop: Bei diesen Fondsgruppen klingeln wieder die Kassen - Fondsnews
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - "FONDS professionell" hat nachgerechnet, wie sich die Mittelaufkommen ausgewählter Portfoliogruppen in den vergangenen sechs Monaten entwickelt haben - und zeigt die Ergebnisse, so die Experten von "FONDS professionell".

In Krisenzeiten seien breit gestreute Portfolios für Anleger das Gebot der Stunde. Und das lasse sich auch in der jüngsten Mittelzu- und Abfluss-Statistik des Datenbankanbieters Mountain View ablesen: Demnach hätten Investoren seit Jahresbeginn knapp 42 Milliarden Euro in breit investierende, globale Aktienfonds gesteckt - ein neuer Rekord trotz des schwierigen Auftaktquartals.

Unterm Strich dürften Anleger Aktienfonds aber noch eher skeptisch gegenüber stehen. Zwar habe diese Fondsgruppe seit dem Börsenbeben im Frühjahr kontinuierlich Gelder einsammeln können. Das Minus vom März, als knapp 35 Milliarden Euro aus Aktienfonds abgezogen worden seien, habe aber noch nicht komplett kompensiert werden können. Dazu würden derzeit 2,5 Milliarden Euro fehlen. Auch die Pendants im Anleihenbereich würden aus Jahressicht noch ein Minus von 1,2 Milliarden bilanzieren, und bei den jahrelang beliebten gemischten Portfolios betrage die Lücke 13,5 Milliarden Euro.

Es gebe aber durchaus Fondskategorien, bei denen Anleger nach dem Horrormonat März wieder zugreifen würden. FONDS professionell ONLINE habe sich angesehen, wie sich die Mittelaufkommen der wichtigsten Fondskategorien im letzten Halbjahr entwickelt hätten und die Ergebnisse aufbereitet!

Verkaufsschlager oder Ladenhüter? So hätten sich diverse Fondsgruppen in den letzten sechs Monaten entwickelt:

Aktienfonds Emerging Markets
Aktienfonds, die in Schwellenländer investieren würden, hätten nach sechs Monaten stetiger Abflüsse im abgelaufenen Monat August endlich wieder Gelder einsammeln können. Insgesamt sei das Jahr 2020 allerdings für diese Fondsgruppe bislang wenig erfreulich verlaufen.

Aktienfonds Japan
Aus japanischen Aktienfonds hätten Anleger im Jahresverlauf 3,8 Milliarden Euro abgezogen. Im Juli sei das Minus mit 705 Millionen Euro einmal mehr deutlich ausgefallen.

Aktienfonds Euroland
Euroland-Aktienfonds hätten in den vergangenen Monaten nicht zu den Lieblingen der Anleger gezählt. Knapp fünf Milliarden Euro seien im bisherigen Jahresverlauf aus dieser Investmentkategorie abgezogen worden. Die Verkäufe hätten sich im August aber deutlich verringert.

Aktienfonds Europa
Wenig Appetit hätten Investoren auch auf Europa-Aktienfonds. Bislang seien im Jahr 2020 knapp 13,6 Milliarden Euro aus der Anlagegruppe abgezogen worden. Auch in den vergangenen sechs Monaten hätten die Portfolios keine Gelder eingesammelt.

Aktienfonds Nordamerika
Auch nordamerikanische Portfolios würden derzeit zu den verschmähten Anlagekategorien zählen, wenngleich hier im August ein leichtes Plus von 13 Millionen Euro verzeichnet worden sei. Insgesamt hätten Anleger im Jahresverlauf mehr als drei Milliarden Euro aus dieser Fondskategorie abgezogen.

Aktienfonds China
China-Aktienfonds hätten seit April kontinuierlich Gelder einsammeln können. Damit könnten sich die Portfolios auch aus Jahressicht zu den Gewinnern zählen: 2020 hätten Investoren knapp zehn Milliarden Euro in dieser Investmentgruppe angelegt.

Aktienfonds global
Anleger würden derzeit lieber in die breit gestreuten, globalen Aktienfonds investieren. Knapp 42 Milliarden Euro hätten sie seit Jahresbeginn in diese Portfolios gesteckt. Nach dem Börsenbeben im März habe diese Fondsgruppe kontinuierlich Gelder vereinnahmen können.

Aktienfonds gesamt
Aktienfonds hätten in den letzten fünf Monaten zwar wieder Gelder einsammeln können. Allerdings sehe die Bilanz über das Jahr 2020 gerechnet weniger positiv aus: 2,5 Milliarden Euro seien aus dieser Fondsgruppe abgezogen worden.

Anleihenfonds Unternehmen
Rentenfonds, die in Anleihen von Unternehmen investieren würden, hätten im August deutlich weniger Gelder eingesammelt als in den vorigen Monaten. 2020 sei für die Portfolios bislang aber trotzdem nicht schlecht gelaufen, immerhin hätten Anleger 20 Milliarden Euro in die Anlagekategorie gesteckt.

Anleihenfonds gemischt
Den gemischten Anleihenfonds seien in den letzten fünf Monaten ebenfalls kontinuierlich Gelder zugeflossen. Das tiefe Loch, das der März in die Kassen der Anlagegruppe gerissen habe, habe aber trotzdem nicht kompensiert werden können. Dazu würden aktuell noch 242 Millionen Euro fehlen.

Anleihenfonds gesamt
Insgesamt hätten Rentenfonds die Verluste vom März noch nicht aufgeholt. Auch wenn sich diese Investmentgruppe seither über einen stetigen Geldfluss habe freuen können: Im Jahresverlauf schlage dennoch ein Minus von 1,2 Milliarden Euro zu Buche.

Mischfonds
Die beliebten gemischten Portfolios würden ebenfalls nicht vom Fleck kommen. Zwar hätten Anleger in den vergangenen fünf Monaten durchaus Gelder in diese Fondskategorie investiert. Seit Jahresbeginn würden Mischfonds aber dennoch ein Minus von 13,5 Milliarden Euro bilanzieren. (News vom 02.09.2020) (03.09.2020/fc/n/s)


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