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03.09.20 09:00
DNCA Invest - Venasquo-Fonds: 07/2020-Bericht, Performance von -5,34% seit Jahresbeginn - Fondsanalyse
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Invest - Venasquo (ISIN LU1526313165 / WKN A2JK5F) strebt eine positive Performance an, die über dem folgenden zusammengesetzten Index liegt: 50% EURO STOXX 50 Net Return + 50% EONIA, so die Experten von DNCA Investments.

Das Team des Anlageverwalters ("Team") bemühe sich, dieses Ziel über den empfohlenen Anlagezeitraum mit einer durchschnittlichen jährlichen Volatilität von rund 10% unter normalen Marktbedingungen zu erreichen.

Die Märkte hätten sich im Juli stabilisiert. So habe beispielsweise der EURO STOXX 50 NR im Monatsverlauf um 1,6% nachgegeben. In den letzten Wochen habe es zwei gegenläufige Entwicklungen gegeben. Positiv sei gewesen, dass die zyklischen Werte die Krise deutlich besser überstanden hätten als erwartet. Sektoren wie Automobile und Bau- oder Industriegüter hätten daher ihre Margen und Bilanzen behaupten können. Andererseits habe es in den letzten Wochen eine beunruhigende Zunahme der Ansteckungen gegeben. Auch wenn dies nicht zu lähmenden politischen Entscheidungen führe, erschwere es doch die Prognosen für die zweite Jahreshälfte.

VENASQUO habe im Juli um -1,25% nachgegeben (Benchmark: -82 Bp). Dieser Rückgang habe sich auf die beiden letzten Tage des Monats konzentriert, an denen viele Unternehmen ihre Ergebnisse vorgelegt hätten. Daraus schließen wir vorerst, dass eine große Mehrheit der im Portfolio vertretenen Unternehmen weit über den Konsens hinausgehende Ergebnisse veröffentlicht hat und dass die kommenden Monate dynamisch sein werden, es aber unmöglich ist, darüber hinauszublicken, so die Experten von DNCA Investments.

Andererseits hätten die Experten von DNCA Investments gelitten unter:

1. "Trendgemäßen" Ergebnissen: Dies sei hauptsächlich bei Atos (-4,6%, 4,9% des Portfolios) der Fall gewesen, wo die Ergebnisse in diesem Umfeld stabil geblieben seien, aber die Generierung von freiem Cashflow enttäuscht habe. Die Angaben des Managements hinsichtlich seiner Fähigkeit, das Umlaufvermögen im H2 zu erhöhen, hätten die Experten überzeugt. Die Experten würden angelegt bleiben, da sie längerfristig ein schnelleres Wachstum dank der Verstärkung der Aktivitäten in den Bereichen digitaler Wandel und Cybersicherheit erwarten würden.

2. Der Schwäche der Positionen, die auf eine Wiedereröffnung der Wirtschaft setzen würden: Dufry (-17,5%; 1% des Portfolios) und Compass (-5,5%; 1,3% des Portfolios) seien die wichtigsten Positionen gewesen, die unter der Vorsicht gelitten hätten.

3. Einer weiteren Rückstufung des Tabaksektors: Die größte Position der Experten, BAT (2,2% des Portfolios), habe im Monatsverlauf um 17,5% nachgegeben, obwohl die Ergebnisse den Erwartungen entsprochen hätten und das Unternehmen seine Jahresprognose bestätigt habe. Die Experten von DNCA Investments würden auf gute Nachrichten aus Südafrika im August hoffen. Der Markt sollte die Folgen des Dollarrückgangs für seine Ergebnisse, aber auch seine Schulden, und die Widerstandsfähigkeit seines Modells (Wachstum des Gewinns pro Aktie um 5% in einem derart komplexen Jahr) besser berücksichtigen.

4. Ferner müsse man PSA (-5,8%) ansprechen, die nach wie vor größte Position im Automobilsektor (5,2% des Portfolios). Nachdem die Ergebnisse weit über den Erwartungen gelegen hätten (Automobilmarge von 3,7% in einem Crash-Szenario), habe der Titel nachgegeben. Die einzige Erklärung dafür sei aus Sicht der Experten von DNCA Investments eine Umschichtung in FCA. Von den Fundamentaldaten her und auf Sicht von zwölf bis 18 Monaten besitze dieser Titel nach Überzeugung der Experten am ehesten Aufwärtspotenzial.

Positiv seien die deutlich über den Erwartungen liegenden Veröffentlichungen von Cap Gemini (+7,4%) und Sopra (+7,2%) gewesen. Diese beiden Unternehmen hätten dem Rückgang der Kundenaktivität weitaus besser standhalten können und sich widerstandsfähiger gezeigt als während der Finanzkrise. Auch wenn das zweite Halbjahr erneut rückläufig sein dürfte, dürften beide bis zum Jahresende wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren. Ebenso hätten die Baustoffhersteller die Erwartungen deutlich übertroffen und eine beeindruckende Cash-Generierung erreicht (FCF Saint-Gobain x1,4; FCF LafargeHolcim x2). Auch wenn das 18-Monats-Szenario unsicher sei, würden die Experten von DNCA Investments davon ausgehen, dass ihre betrieblichen Probleme in den kommenden Monaten zu einer Neubewertung führen würden.

Die Umschichtungen des Monats hätten sich konzentriert auf: 1. Philips - der Titel sei vor den Ergebnissen wieder ins Portfolio aufgenommen und danach aufgestockt worden. Über den defensiven Charakter des Unternehmens hinaus würden die Experten das Potenzial zur Erhöhung der Margen schätzen, die auf ein Wachstum des Gewinns pro Aktie von über 10% in den nächsten drei Jahren hindeuten würden; 2. Casino - die Position sei vor den Ergebnissen reduziert worden.

Trotz der mangelnden Visibilität möchten die Experten von DNCA Investments bestimmte Sektoren konstruktiv angehen, indem sie ihre Überzeugungen (Automobilbau, Baustoffe) nicht vollständig absichern würden. Hingegen würden sie denken, dass es bestimmten konsensfähigen Sektoren an Momentum (Luxuswerte) fehle oder dass sie Bewertungen aufweisen würden, die bis zum Jahresende wenig Potenzial bieten würden (Kosmetik, Getränke, Software, ein Teil der Industrie- und Chemiesektors). (Stand vom 31.07.2020) (03.09.2020/fc/a/f)



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