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Analysen - Fonds
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02.09.20 11:00
Metzler European Growth-Fonds: Q2/2020-Bericht, Wertzuwachs von 17,9% - Fondsanalyse
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Das Ziel des Metzler European Growth Fonds (ISIN IE0002921868 / WKN 987736) ist es, eine langfristige Wertsteigerung zu erzielen, so die Experten von Metzler Asset Management.

Um dies zu erreichen, investiere der Fonds diversifiziert überwiegend in europäische Aktien und aktienähnliche Wertpapiere. Bei der Auswahl der Einzeltitel für das Portfolio werde der Schwerpunkt auf Unternehmen liegen, für die langfristig überdurchschnittliche Wachstumsaussichten erwartet würden. Der Fonds werde so verwaltet, dass die Eignung für den französischen "Plan dÉpargne en Actions" ("PEA") sichergestellt sei.

Das zweite Quartal sei geprägt gewesen von einer deutlichen Erholung an den europäischen Aktienmärkten. Nach der starken Kurskorrektur aufgrund der Covid-19-Pandemie im ersten Quartal hätten die schrittweisen Lockerungen der wirtschaftlich schädlichen Eindämmungsmaßnahmen für steigenden Optimismus an den Börsen gesorgt. Einen mindestens ebenso starken Impuls hätten die entschiedenen Unterstützungsprogramme von Politik und Zentralbanken gesetzt. Die Kombination aus absehbarem Ende der Pandemie und erheblich ausgeweiteter Liquidität im Wirtschaftssystem habe den MSCI Europe Growth um 13,8% steigen lassen. Der Fonds habe im selben Zeitraum um 17,9% zugelegt und somit seine Benchmark im zweiten Quartal um etwas mehr als 4%-Punkte übertreffen können.

Wie in den vorangegangenen Berichtsperioden hätten die Experten von Metzler Asset Management auch im zweiten Quartal das Qualitätsprofil des Portfolios weiter geschärft. So hätten sie am Börsengang des niederländischen Kaffeeanbieters JDE Peet's partizipiert. Darüber hinaus sei eine Position im schweizerischen Baustoffspezialisten Sika aufgebaut worden. Nach dem Kursrückgang im Zuge der Covid-19-Pandemie sähen die Experten auch in diesem vergleichsweise zyklischen Segment gute Entwicklungschancen.

Nach den teilweise enormen Kursverlusten bei Luftfahrtaktien hätten die Experten von Metzler Asset Management begonnen mit den nach und nach gelockerten Einschränkungen ihre Positionen in der europäischen Airbus und der deutschen MTU vorsichtig zu erhöhen. Auch wenn die Experten davon ausgehen würden, dass sich die Flugtätigkeit nur sehr langsam erholen werde, würden sie Marktstruktur, Produktportfolios und Managementfähigkeiten bei diesen beiden Titeln als sehr aussichtsreich beurteilen.

Dagegen hätten die Experten von Metzler Asset Management unmittelbar nach Veröffentlichung des KPMG-Reports ihre Position in Wirecard verkauft. Seitdem sei der Aktienkurs des deutschen Zahlungsdienstleisters aufgrund der erheblichen Betrugsvorwürfe und der folgenden Insolvenz von über 100 EUR auf deutlich unter 5 EUR gefallen. Auch die Aktien des britischen Spirituosenherstellers Diageo und des deutschen 3D-Druck-Spezialisten SLM Solutions, die seit längerer Zeit nicht mehr hätten überzeugen können, seien konsequent verkauft worden.

Die stärksten positiven Treiber der relativen Wertentwicklung seien Aktien von Unternehmen gewesen, die von den langfristigen Folgen der Covid-19-Pandemie profitieren würden. Hierzu würden der Abwickler für bargeldlose Zahlungen Worldline, der Essenslieferant Delivery Hero und der Hersteller für Peripheriegeräte Logitech gehören. Negative Auswirkungen hätten die Untergewichte in eher defensiven Standardwerten wie Nestlé und Air Liquide gehabt. (Stand vom 30.06.2020) (02.09.2020/fc/a/f)



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