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23.07.20 13:30
AXA World Funds - Framlington Fintech: Auch in einer bargeldlosen Welt wird bezahlt
AXA Investment Managers

Köln (www.fondscheck.de) - Neben vielen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie, die noch nicht valide prognostizierbar sind, ist die Entwicklung hin zu einer bargeldloseren Gesellschaft sehr deutlich, so Vincent Vinatier, Portfoliomanager des Fintech Fonds (ISIN LU1914340051 / WKN A2N9RK) von Framlington Equities bei AXA Investment Managers.

Der Manager sei davon überzeugt, dass sich diese Entwicklung nicht mehr umkehren werde und dass die größten Profiteure jene Unternehmen sein würden, die bargeldlose Überweisungen ermöglichen oder die Sicherheit solcher Transaktionen garantieren würden.

Die Bedeutung von E-Commerce und damit auch bargeldloser Finanztransaktionen nehme bereits seit Jahren kontinuierlich zu. Auch das Konzept einer bargeldlosen Gesellschaft sei keine neue Erfindung. So habe im Jahr 2019 in Schweden nur noch rund ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Form von Bargeld zirkuliert. Durch die Corona-Pandemie habe sich diese Entwicklung nun aber auf einem globalen Level noch mal deutlich beschleunigt. "Seit sich die Corona-Pandemie weltweit ausgebreitet hat und große Teile der Weltbevölkerung unter Ausgangsbeschränkungen stehen, hat die Nutzung von E-Commerce-Lösungen deutlich zugenommen", so Vinatier.

"Immer mehr Menschen kaufen alles online - von Lebensmitteln und Medikamenten bis hin zu Unterhaltungsprogrammen." Im April 2020 habe der Online-Einzelhandel etwa ein Wachstum von 209 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet, Amazon habe seinen Umsatz des ersten Quartals 2020 mit rund 75 Billionen US-Dollar beziffert und in China werde mit einem Wachstum des Online-Marktes für Lebensmittel von 62,9 Prozent im Jahr 2020 gerechnet. Selbst kleinere Einzelhändler seien durch die Pandemie dazu gezwungen worden, ihre Produkte online zu vertreiben und würden dafür zum Beispiel Sales-Channel von Social Media-Plattformen wie Facebook nutzen.

Deutliche Profiteure dieser Tendenzen seien Unternehmen, die getätigte Zahlungen abwickeln würden. Exemplarisch dafür stehe etwa der 1. Mai 2020, an dem das Transaktionsvolumen von PayPal größer gewesen sei als an den beiden Shoppingtagen Black Friday und Cyber Monday im Jahr 2019. Im ersten Quartal dieses Jahres habe sich die Zahl der aktiv genutzten Accounts bei PayPal um zehn Millionen erhöht und für das zweite Quartal werde mit einem erneuten Zuwachs von 15 bis 20 Millionen Accounts gerechnet. Für das Jahr 2022 werde weltweit erstmals mit einer Billion bargeldloser Transaktionen gerechnet, die insgesamt ein Volumen von bis zu 5,7 Billionen US-Dollar haben würden. Das entspräche einer Verdreifachung der Transaktionen und einer Verfünffachung des Volumens gegenüber dem Jahr 2013.

Neben Zahlungsabwicklern würden auch jene Unternehmen deutlich von der Entwicklung hin zu bargeldlosem Bezahlen profitieren, die Online-Betrug verhindern und damit das systemische Vertrauen sicherstellen würden. Genau wie Geld grundsätzlich nur funktioniere, wenn Menschen es anerkennen und in es vertrauen würden, müssten Verbraucher in einer bargeldlosen Welt darauf vertrauen können, dass ihre Transaktionen nicht betrügerischen Aktivitäten zum Opfer fallen würden. Unter dieser Voraussetzung werde die Entwicklung hin zu einer bargeldloseren Gesellschaft bestand haben.

"Wenn Verbraucher einmal erleben, wie sicher, simpel und effizient bargeldlose Zahlungen sind, werden sie nicht mehr zu konventionellen Scheinen und Münzen zurückkehren wollen", so Vinatier. "Zwar könne es wegen einbrechender Umsätze in den Sektoren Tourismus und Reisen zu einer kurzfristigen Reduzierung der offline getätigten digitalen Transaktionen kommen, für das gesamte Jahr 2020 rechnen wir aber mit einem moderaten Wachstum der Transaktionsvolumina. Zahlungsdienstleister werden davon profitieren und der Markt wird sich konsolidieren und auf einige große Akteure beschränken." (23.07.2020/fc/a/f)


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