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09.07.20 14:30
DWS Concept Kaldemorgen LC-Fonds: 05/2020-Bericht, Bruttoaktienanteil von 54% auf 56% gestiegen - Fondsanalyse
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der DWS Concept Kaldemorgen LC (ISIN LU0599946893 / WKN DWSK00) ist ein Multi-Asset-Fonds mit integriertem Risikomanagement, so Klaus Kaldemorgen, Fondsmanager bei DWS.

Durch die flexible Allokation von Aktien und Anleihen in Verbindung mit dem Einsatz von Währungs- und Absicherungsstrategien solle die risikoadjustierte Rendite langfristig maximiert werden. Das Fondsmanagement strebe eine angemessene Beteiligung an steigenden Märkten und einen gewissen Schutz des Kapitals bei fallenden Märkten an. Die Schwankungsbreite des Fondsanteilswertes und mögliche Verluste in einem Kalenderjahr sollten im einstelligen Prozentbereich gehalten werden (keine Garantie).

Nach dem fulminanten Anstieg im April hätten sich die Aktienkurse auch im Mai stetig weiter erholt. Der MSCI ACWI habe im Monat 2,8% (in Euro) zugelegt. Deutlich besser habe sich der DAX mit +6,7% entwickeln können, begünstigt durch die Präferenz für zyklische Werte im Monat Mai. Europäische Aktien hätten sich mit +2,6% hingegen unterdurchschnittlich entwickelt. Trotz eines um -1,2% schwächeren US-Dollars habe der US-Aktienmarkt mit Kursgewinnen von +3,6% in Euro seine führende Stellung in diesem Jahr behaupten können.

Die globalen Aktienmärkte hätten im Mai ganz im Zeichen einer Sektorrotation gestanden. Zyklische Sektoren wie Industrie- und Rohstofftitel sowie Konsum hätten im Schnitt um +4,6% zulegen können. Defensive Sektoren wie Gesundheit (+2,5%), Nahrungs- und Genussmittel (+0,5%) oder Versorger (+2,5%) hätten sich hingegen unterdurchschnittlich entwickelt, wie auch der Finanzsektor mit +0,5%. Ölwerte hätten mit -0,8% leicht nachgegeben, obwohl der Ölpreis von 19 auf 35 US-Dollar pro Barrel angestiegen sei. Trotz der Sektorrotation hätten die Technologiewerte mit +6,1% ihren Anstieg ungebremst fortgesetzt. Die Anleihekäufe der Zentralbanken hätten in diversen Anlageklassen ebenfalls zu Kurssteigerungen geführt. Europäische Staatsanleihen seien im Schnitt um +0,5% gestiegen, während die vorab schwächeren Euro-Hochzinsanleihen sogar um +3,2% hätten zulegen können.

Der Bruttoaktienanteil im Portfolio sei im Mai weiter von 54% auf 56% gestiegen. Während der Konsumgütersektor weiter aufgebaut worden sei, sei es im Gesundheitssektor zu Gewinnmitnahmen nach einer starken Wertentwicklung in den letzten Monaten gekommen. Nach Absicherungen habe sich der Nettoaktienanteil auf 32% belaufen und damit etwa 1 Prozentpunkt niedriger als zum Ende des Vormonats gelegen. Die Positionen in Unternehmensanleihen (10%), Gold (9%) und Kasse (16%) seien weitestgehend unverändert geblieben. Staatsanleihen hätten sich leicht von 10% auf 8% reduziert. Auf der Währungsseite seien die Absicherungen im Britischen Pfund teilweise abgebaut worden.

Der Fonds habe im Mai um +1,6% zulegen können (FC-Anteilsklasse). Ohne Währungseffekte hätten Aktien einen Beitrag von 263 BP liefern können, denen allerdings aus Absicherungen ein Verlustbeitrag in Höhe von 122 BP gegenüberstehe, sodass der Nettoeffekt +141 BP betragen habe. Vonovia mit 36 BP und Vodafone mit 29 BP hätten die besten Beiträge zur Wertentwicklung geliefert. Währungsverluste in Höhe von -63 BP hätten durch Devisentermingeschäfte auf -29 BP reduziert werden können. Die Kursgewinne der Anleihen hätten einen Beitrag von 53 BP liefern können.

Die nach wie vor hohen Schwankungen an den Aktienmärkten würden es nicht erlauben, den Nettoaktienanteil (etwa ein Drittel des Portfolios) trotz einer starken Erholung der Aktienkurse deutlich zu erhöhen. Ansonsten würde das Risikobudget des Fonds potenziell zu stark strapaziert. Die Experten würden aber glauben, dass die Struktur des Brutto-Aktienanteils (56%) mit 56% Wachstumstiteln und etwa 25% defensiven Titeln (Versorger, Consumer Staples, Telekommunikation, Immobilien) auf längere Sicht die breiten Aktienindices deutlich in der Wertentwicklung übertreffen sollte. (Stand vom 31.05.2020) (09.07.2020/fc/a/f)


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