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27.03.20 12:00
Wie sich die Corona-Krise bislang auf langfristige Fondserträge auswirkt - Fondsnews
e-fundresearch.com

Wien (www.fondscheck.de) - Eines ist klar: Der Blick auf die Ertragsentwicklung innerhalb der letzten vier Wochen wird bei den wenigsten Anlegern übermäßige Euphorie auslösen, berichten die Experten von "e-fundresearch.com".

Doch wie habe sich der Coronavirus-Sell-Off bislang auf längerfristige Fondserträge über drei, fünf und zehn Jahre ausgewirkt?

Auch wenn sich viele Märkte zu Beginn dieser Woche zumindest kurzfristig wieder etwas hätten erholen können, sehe der Blick auf die durchschnittliche Wertentwicklung von 251 Fondskategorien im Zeitraum von 21. Februar bis inklusive 24. März weiterhin alles andere als erfreulich aus: -20,07% habe die von "e-fundresearch.com" über alle Kategorien hinweg durchschnittlich gemessene EUR-Wertentwicklung in diesem Zeitraum betragen. In der Tat sei es konkret nur den fünf nachfolgenden Kategorien gelungen, in dieser Periode einen Verlust zu vermeiden: USD Government Bond +3,74%, Property - Direct Other +0,28%, HKD Bond +0,24%, USD Money Market - Short Term +0,14%, Property - Direct Europe +0,01%.

In anderen Worten: 246 bzw. knapp 98% aller Kategorien seien im besagten Corona-Crash-Zeitraum negativ gewesen. Als entsprechend schwierig habe sich also auch das Management von Multi Asset Strategien in einem derartigen Umfeld gestaltet.

Diese Erkenntnisse würden sich zwar für reißerische Schlagzeilen eigen, seien aber in der Realität wenig seriös beziehungsweise aussagekräftig, da (hoffentlich) nicht davon auszugehen sei, dass sich Fondsinvestoren (mit Ausnahme von Geldmarktfonds) selbst nur einen Investmenthorizont von wenigen Wochen setzen würden. Umso spannender die Frage, wie sich der jüngste Corona-Sell-Off denn auf längerfristige Erträge durchschnittlich ausgewirkt habe: Hierfür habe "e-fundresearch.com" für alle 251 Fondskategorien zusätzlich die Ertragsentwicklungen auf 3-, 5- und 10-Jahressicht (jeweils per 24.03.2020) erhoben.

Dabei zeige sich, dass sich das Ausmaß der jüngsten Kursstürze auch auf längerfristige Zeiträume spürbar ausgewirkt habe: Die 251 untersuchten Fondskategorien seien sowohl auf 3- als auch auf 5-Jahressicht mehrheitlich in negativem Terrain.

Ein langfristiger Investmenthorizont habe dennoch eine hohe Bedeutung: Auch wenn selbst auf 5-Jahressicht derzeit noch ein durchschnittlicher Verlust in Höhe von -5,94% (Total Return in EUR - nicht annualisiert!) festgehalten werden müsse, sollte 1) ein derartiger Wertrückgang in den seltensten Fällen existenzbedrohend sein, 2) bei entsprechender Markterholung zeitnah wieder in einen positiven Bereich gehoben werden können.

Fondsinvestoren, die einen 10-jährigen Investmenthorizont mitgebracht hätten, würden per 24.03. zwar sicherlich ebenfalls den Opportunitätsverlusten der letzten Wochen massiv nachtrauern, mit über 90% an positiven Fondskategorien und einem Ertragsdurchschnitt von +44,68% dürfte es sich dabei aber aus Sicht von kurzfristigen Investoren um ein wahrhaftiges Luxusproblem handeln.

Wer vor zehn Jahren beispielsweise auf die Idee gekommen wäre, in einen Biotechnologie-Sektor-Aktienfonds zu investieren, stünde inklusive Corona-Crash weiterhin bei einem satten Plus von durchschnittlich +218,35%. Ganz anders die Situation bei Energie-Sektor-Aktienfonds: Hier wäre im selben Zeitraum ein durchschnittlicher Gesamtverlust von -48,23% zu verbuchen. Um derartige Extremfälle zu vermeiden, biete es sich also auch an, sich neben einem langfristigen Investmenthorizont auch dem einzigen "Free-Lunch" an den Finanzmärkten - der Diversifikation - zu bedienen. An den Grundregeln des Investierens habe sich durch die Corona-Krise also nichts geändert.

Weitere Detailinformationen können Sie unter folgendem Link abrufen. (27.03.2020/fc/n/s)


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