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Analysen - ETF
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26.07.19 11:29
Lyxor ETF Barometer: ESG-Produkte erobern den passiven Markt
Lyxor Asset Management

Paris (www.fondscheck.de) - Nachhaltige Investmentstrategien spielen eine immer größere Rolle, insbesondere am europäischen Markt für Exchange-Traded-Funds (ETFs), so die Experten von Lyxor Asset Management.

Im ersten Halbjahr 2019 seien die europaweiten Zuflüsse in ETFs, welche die Kriterien Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (Environmental, Social & Governance; ESG) berücksichtigen würden, um 50 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: 2018 hätten die Zuflüsse um 45 Prozent zugelegt - über den gesamten Jahresverlauf. Das würden aktuelle Daten des monatlichen ETF-Barometers von Lyxor zeigen. "Seit Jahresbeginn floss immerhin bereits jeder siebte Euro, der in ETFs investiert wurde, in nachhaltige Anlagestrategien", sage François Millet, Head of Strategy, ESG & Innovation bei Lyxor Asset Management. Diese Zahlen würden eine wichtige und positive Entwicklung zeigen, denn passiv verwaltete Gelder könnten einen zentralen Beitrag zur Erreichung globaler Klimaziele leisten.

Der Markt für passive Strategien sei das wachstumsstärkte Segment in der Vermögensverwaltung, angekurbelt von einer starken Nachfrage nach ETFs. "Mit einem Marktvolumen von weltweit über 5 Billionen Euro spielt der passive Investmentmarkt eine zentrale Rolle im weltweiten Finanzsystem und damit in der Mobilisierung und Verteilung von privatem Kapital", erkläre Millet und ergänze: "Mit dieser Funktion kommt der Vermögensverwaltung eine besondere Verantwortung zu". So sei beispielsweise ein Erreichen der Ziele des Pariser Abkommens nicht ohne eine entsprechende Verteilung von privatem Kapital möglich. Laut Analysen des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPPC) müssten bis 2035 jährlich 2,4 Billionen US-Dollar in Energiesysteme investiert werden, um dem Klimawandel noch rechtzeitig Einhalt zu gebieten. Das entspreche etwa 2,5 Prozent des globalen Bruttoinlandproduktes. Denn um die Erwärmung auf unter 2 Grad Celsius zu beschränken, müssten die globalen CO2-Emissionen nach Berechnungen des IPPC bis 2050 auf null gesenkt werden.

Die Relevanz von passiven Anlagen für die Erreichung der Klimaziele zeige auch der im Frühjahr 2018 angekündigte EU-Aktionsplan Financing Sustainable Growth. Diese Initiative habe sich mit der Rolle von Benchmark-Indices beschäftigt: "Zum ersten Mal werden politische Entscheidungsträger EU-definierte Indices verwenden, um Investitionsströme auf Unternehmen umzuleiten, die den größten Beitrag zum Klimawandel leisten", so Millet. Dies sei ein Zugeständnis, dass Indices eine tragende Rolle dabei spielen würden, die Entscheidungen von Investoren zu steuern und passiv verwaltete Gelder in nachhaltige Projekte und Unternehmen zu lenken. (Ausgabe vom 25.07.2019) (26.07.2019/fc/a/e)


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