Die zehn meistgesuchten Fonds der Morningstar-Nutzer


06.08.19 13:54
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Welche Portfolios auf der Internetseite von Morningstar am häufigsten aufgerufen werden, liefert Beratern und Fondsverantwortlichen jedes Quartal wertvolle Hinweise, die vorausschauenden Finanzprofis beispielsweise Anlässe für das nächste Kundengespräch bieten können, so die Experten von "FONDS professionell".

Denn im Gegensatz zu den rein performancegestützten und populären Top-Flop-Listen, die für Durchblick im Angebotsdickicht sorgen würden und die "FONDS professionell ONLINE" deshalb standardmäßig vorhalte, verrate die Beliebtheitsskala von Morningstar auf den zweiten Blick einiges mehr.

Platz 10: Der Templeton Growth (Euro) Fund (ISIN LU0114760746 / WKN 941034) habe auch im abgelaufenen Quartal seinen Anlegern nur wenig Freude gebracht. Im freundlichen Aktienumfeld habe der Fonds gut zwei Prozent verloren. Damit sei er unter den zehn Prozent der schlechtesten Value-Aktienfonds zwischen April und Juni gelandet. Auch in den vergangenen drei Jahren habe der von Norman Boersma (Bild) verantwortete Fonds zu den schwächeren seiner Kategorie gezählt.

Platz 9: Dass es der von Vincent Chailey und Loic Cadiou gemanagte H2O Allegro unter die Top-10 geschafft habe, liege wohl vor allem an den Turbulenzen, in die einige Fonds der Natixis-Tochter geraten seien, nachdem bekannt geworden sei, dass sie in großem Stil in illiquide Anleihen investiert gewesen seien, deren Emittenten geschäftsseitig wenig miteinander gemein gehabt hätten, außer dass sie mit dem umstrittenen Investor Lars Windhorst in Verbindung stünden.

Platz 8: Boden gut gemacht habe im zweiten Quartal der (ISIN FR0010135103 / WKN A0DPW0), der im elften Perzentil der ausgewogenen Mischfonds gelegen habe. Anleger würden dem Braten jedoch nicht trauen, wie die Abflüsse von rund 350 Millionen Euro im Juni zeigen würden. Dass der von Rose Ouahba und David Older gemanagte Zwei-Sterne-Fonds noch einiges an Performance gut machen müsse, würden die Abflüsse von gut 2,5 Milliarden Euro in diesem Jahr andeuten.

Platz 7: Der von Tim Albrecht verantwortete DWS Deutschland liege ungeachtet eines eher durchschnittlichen zweiten Quartals mit einem Plus von gut 17 Prozent in diesem Jahr erneut recht weit vor im Vergleich zu seinen direkten Wettbewerbern. Einmal mehr habe sich die eher sportliche Ausrichtung des Fonds bezahlt gemacht. Und auch wenn das Fondsmanagement bei der DWS aktuell eher die Gefahr von Abwärtsrisiken hervorhebe, habe sich die Investitionsquote des Fonds Ende Juni bei etwas über 100 Prozent belaufen. Defensiv sehe anders aus, und so habe der Fonds von der per Saldo positiven Entwicklung des Aktienmarkts im Juni (wie auch im gesamten ersten Halbjahr) partizipiert.

Platz 6: Eher Wasser und trocken Brot habe es auch im zweiten Quartal für die Investoren im Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen gegeben. Das von Frank Fischer gelenkte Portfolio habe gegen den Trend knapp 1,5 Prozent zwischen April und Juni verloren und auch im bisherigen Jahresverlauf bis Ende Juni einen Verlust von 0,5 Prozent verzeichnet. Die hohe Cash-Quote von knapp 30 Prozent, die Absicherung der US-Dollar-Positionen sowie die Outperformance von Standard- gegenüber Nebenwerten mögen einen Teil der Underperformance gegenüber anderen Mischfonds erklären.

Platz 5: Der Aktienfonds Deka - Dividendenstrategie (ISIN DE000DK2CDS0 / WKN DK2CDS) sei bereits im letzten Jahr einer der "Klickkönige" gewesen. Das über sechs Milliarden Euro schwere Portfolio, das von Ilga Haubelt gemanagt werde, habe seit Jahresbeginn ein Plus von 13,51 Prozent geschafft.

Platz 4: Im letzten Quartal des Vorjahres habe der Acatis Gané Value Event erstmals den Sprung in die Klick-Hitliste geschafft - und halte sich dort hartnäckig. Der fast 2,5 Milliarden schwere Mischfonds, der von Henrik Muhle und Uwe Rathausky gelenkt werde, habe seit dem 1. Januar eine Performance von 9,82 Prozent geschafft - durchaus ein Grund, das Portfolio auf morningstar.de auch weiterhin zu verfolgen.

Platz 3: Im Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden Dividendenfonds habe sich der DWS Top Dividende - auf Sicht von drei Jahren und auch in diesem Jahr - dem Deka-Dividendenstrategie knapp geschlagen geben müssen. Das dürfte auch der defensiveren Natur des von Thomas Schüßler verantworteten Fonds geschuldet sein, der zudem eine niedrigere Nebenwerte-Quote als der Deka-Rivale aufweise.

Platz 2: Auch der von Bruno Crastes und Jérémy Touboul gemanagte flexible Rentenfonds H2O Multibonds sei aufgrund der Turbulenzen rund um den umstrittenen Finanzjongleur Lars Windhorst im zweiten Quartal auf äußerst reges Interesse unter den Morningstar-Nutzern gestoßen.

Platz 1: Recht unspektakulär sei die Performance des FvS Multiple Opportunities R verlaufen. Er sei zwischen April und Juni im besten Viertel der flexibel anlegenden Mischfonds gelandet. Mit gut 60 Prozent sei die Aktienquote zuletzt eher moderat gewesen, der Cash-Anteil jedoch recht hoch; aufgefangen worden sei dieser Nachteil jedoch von der rund zehnprozentigen Goldquote, die angesichts des rasanten Preisanstiegs des Edelmetalls im zweiten Quartal ein wahrer Performance-Turbo gewesen sei. (Ausgabe vom 05.08.2019) (06.08.2019/fc/n/s)






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