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Das sind die österreichischen Mündelfonds - Fondsnews


13.10.20 15:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Neuerung in der Darstellung von Fondsprodukten bei der österreichischen Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA): Die Behörde veröffentlicht ab nun auf ihrer Website Listen mündelsicherer Investmentfonds sowie mündelsicherer Immobilien-Investmentfonds, so die Experten von "FONDS professionell".

Der Überblick werde laufend aktualisiert, teile die FMA mit.

Als mündelsicher würden gemäß Allgemeinem Bürgerlichen Gesetzbuch (ABGB) Veranlagungsformen mit besonders geringem Ausfallsrisiko, etwa Spareinlagen, Bankguthaben, österreichische Staatsanleihen oder Schuldverschreibungen, die vom Bund garantiert würden, sowie inländische Liegenschaften gelten. Das zuständige Pflegschaftsgericht oder ein anderes Gericht könne aber auch andere Formen der Veranlagung als mündelsicher anerkennen, wie die FMA mitteile.

Diese Veranlagungsform werde zwar generell von risikoabgeneigten Anlegern genutzt. Mündelsicher bedeute aber nicht, dass die Veranlagung völlig risikolos sei. Marktbedingte Schwankungen seien möglich, so die Behörde. Was Fondsprodukte betreffe, seien spezielle Vorgaben im Investmentfondsgesetz 2011 (InvFG 2011) und im Immobilien-Investmentfondsgesetz (ImmoInvFG) verankert.

Bei mündelsicheren Fonds hätten die Kapitalanlagegesellschaften oder der Immobilienfondsanbieter festzulegen, in welche zur Mündelgeldanlage geeignete Veranlagungsinstrumente sie ausschließlich investieren würden. Ein Wirtschaftsprüfer müsse im Rahmen des jährlichen Rechenschaftsberichtes die Einhaltung dieser Fondsbestimmungen prüfen und Auffälligkeiten oder Verstöße der FMA melden.

Die aktuelle Liste der mündelsicheren Investmentfonds sei unter dem folgenden Link zu finden. (13.10.2020/fc/n/s)