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ebase-Eigner schluckt Fondsdepot Bank - Fondsnews


04.11.21 12:15
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der Londoner FNZ-Konzern hat eine Vereinbarung zum Kauf der Fondsdepot Bank unterzeichnet, so die Experten von "FONDS professionell".

"Vorbehaltlich der erforderlichen behördlichen Genehmigungen wird der Abschluss der Transaktion für Mitte 2022 erwartet", teile das Unternehmen mit. Bislang gehöre die Fondsplattform aus dem fränkischen Hof dem amerikanischen IT-Dienstleister DXC Technology. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Ein Sprecher der Fondsdepot Bank habe auf Anfrage von FONDS professionell ONLINE gesagt, DXC wolle sich auf das Kerngeschäft konzentrieren und habe das Unternehmen deshalb zum Verkauf gestellt.

Die Transaktion sei ein weiteres Beispiel für die Konsolidierung am Markt der Depotdienstleister. Im Sommer 2019 habe die Fidelity-Fondsbank FFB das Retailgeschäft der Metzler-Fondsplattform übernommen. Ein Jahr später habe die Augsburger Aktienbank (AAB) ihre Wertpapiersparte an die ebase veräußert. Die ehemalige Comdirect-Tochter gehöre seit gut zwei Jahren zur FNZ Group.

Die 1993 gegründete Fondsdepot Bank beschäftige eigenen Angaben zufolge rund 500 Mitarbeiter, führe mehr als eine Million Investmentkonten und betreue ein Vermögen von über 60 Milliarden Euro. Die FNZ-Gruppe sei der Pressemeldung zufolge in 18 Ländern in Europa, im asiatisch-pazifischen Raum und in Nordamerika tätig. Das über ihre Plattform betreute Vermögen beziffere sie auf rund eine Billion Euro.

FNZ-Chef Adrian Durham bezeichne die Übernahme in der Pressemitteilung als "wichtigen Meilenstein" für seine Gruppe. Ziel sei es, "der führende Partner für digitale Finanzdienstleistungen in Deutschland und Europa" zu werden. "In Partnerschaft mit FNZ werden wir den Wachstumskurs, auf dem sich die Fondsdepot Bank in den letzten Jahren befunden hat, beschleunigen", lasse sich Fondsdepot-Bank-Geschäftsführer Sebastian Henrichs zitieren.

Henrichs solle weiterhin an Bord bleiben. Über weitere Personalentscheidungen sei noch nichts bekannt geworden. Auf die Frage, ob die ebase und die Fondsdepot Bank perspektivisch verschmolzen werden sollten, gebe die Mitteilung ebenfalls keinen Hinweis. Auch der Firmensprecher habe sich zu diesem Punkt gegenüber der Redaktion nicht konkret äußern wollen. Die ebase habe die Integration der AAB-Depots erst vor wenigen Wochen abgeschlossen. (04.11.2021/fc/n/s)