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Zinswende live: So fallen Rentenfonds ins Renditeloch - Fondsnews


07.08.17 12:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Mehr als drei Jahrzehnte kannten die Zinsen im Trend nur eine Richtung: abwärts, so die Experten von "FONDS professionell".

Dementsprechend leicht sei es gewesen, mit Anleihen Geld zu verdienen, denn die Kurse der ausstehenden Papiere hätten dank des Zinstrends immer weiter an Wert gewonnen. Doch diese Zeiten seien offensichtlich vorbei.

Seit rund einem Jahr würden die Zinsen wieder steigen - zwar eher gemächlich, aber doch spürbar. Wer heute in zehnjährige Anleihen der Bundesrepublik Deutschland investiere, dürfe inzwischen wieder mit einer annualisierten Rendite von rund 0,5 Prozent rechnen. Vor einem Jahr hätte ein Investor noch Negativzinsen in Kauf nehmen müssen.

Diese Bewegung gehe mit Kursverlusten ausstehender Anleihen einher. Und an genau dieser Stelle werde das abstrakte Gerede von der Zinswende sehr konkret: Fonds, die vor allem auf langlaufende Renten aus der Eurozone setzen würden, hätten in den zwölf Monaten bis zur Jahreshälfte im Durchschnitt 4,6 Prozent an Wert verloren, würden Zahlen des deutschen Branchenverbands BVI zeigen. Das überschreite das Risikobudget so manchen Anlegers - und das sei ausgerechnet mit Anleihen passiert, die früher mal als Witwen-und-Waisen-Papiere gegolten hätten.

Andere Rentenfonds seien nicht ganz so schlimm abgerutscht, doch in allen wichtigen Kategorien stehe auf Sicht von zwölf Monaten ein Minus. (07.08.2017/fc/n/s)