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Wo aktive Fondsmanager punkten können - Fondsnews


01.07.19 14:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Nach einem desaströsen vergangenen Jahr ist es im Frühjahr 2019 wieder mehr aktiven Fondsmanagern gelungen, Alpha zu generieren, so die Experten von "FONDS professionell".

Immerhin 38 Prozent der aktiven Manager hätten ihre jeweilige Benchmark übertreffen können, zeige eine Analyse des Fondsanbieters Lyxor Asset Management. 2018 seien es lediglich 24 Prozent gewesen. Besonders erfolgreich seien Manager aktiver Rentenfonds gewesen: Von ihnen hätten 42 Prozent den Vergleichsindex schlagen können. Bei aktiven Aktienfonds seien es 36 Prozent gewesen.

"Die positive Entwicklung gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf unterstützende Finanzpolitiken der Zentralbanken, staatliche Stimuli in China und insgesamt geringere politische Unsicherheiten zurückzuführen", erkläre Marlène Hassine Konqui, Leiterin der ETF-Sparte von Lyxor.

Künftig dürften vor allem aktive Schwellenländerfonds Auftrieb erleben, würden die Lyxor-Spezialisten vermuten. Zwar seien die stimulierenden Maßnahmen der chinesischen Regierung dort bereits eingepreist, für ein Investment sprächen allerdings die zurückhaltenden Politiken der Zentralbanken sowie ein sich stabilisierender US-Dollar. Aktive Schwellenländerfonds hätten gegenüber passiven Produkten den Vorteil, dass die Manager sehr gezielt die Spreu vom Weizen trennen könnten, so Konqui. "Chancen bieten sich etwa bei den sich verändernden Wertschöpfungsketten in Asien, Sanktionen gegen Russland oder Reformen in Lateinamerika", sage die Investmentexpertin.

Passive Fonds dagegen könnten künftig vor allem in Europa punkten. "Die Wirtschaft der Europäischen Union ist nach wie vor durch eine starke Exportabhängigkeit und schwächelnde Mitglieder gekennzeichnet", sage Konqui. Zudem seien politische Risikofaktoren wie der Brexit noch immer nicht geklärt. "Der Brexit könnte Unternehmen und aktive Investoren noch weitere sechs Monate beschäftigen und sie daran hindern, klare Anlageentscheidungen zu treffen", fürchte die Strategin. Ein Soft-Brexit sei aber insgesamt wahrscheinlicher. Mit passiven Fonds könnten Anleger dieses Potenzial für sich nutzen. (01.07.2019/fc/n/s)