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Weltweiter Rekordzufluss bei Investmentfonds - Fondsnews


05.01.18 14:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Bereitschaft von Investoren, ihr Geld in Fonds anzulegen, hat 2017 sprunghaft zugelegt, so die Experten von "FONDS professionell".

Das würden die aktuellen Zahlen der europäischen Fondsvereinigung EFAMA belegen. In den ersten drei Quartalen 2017 hätten Anleger weltweit netto 1,88 Billionen Euro an neuem Geld in Investmentfonds geparkt. Das sei mehr als eine Verdoppelung im Vergleich zum Vorjahr. 2016 seien es in den ersten drei Quartalen nur rund 792 Milliarden Euro an neuen Zuflüssen gewesen.

Allein im dritten Quartal 2017 habe es weltweit Netto-Geldzuflüsse im Wert von 694 Milliarden Euro gegeben; im zweiten Quartal seien es 574 Milliarden gewesen. Die kürzlich veröffentlichte Statistik werde von der EFAMA nicht kommentiert. Peter De Proft, EFAMA-Generaldirektor, habe aber bereits Anfang Dezember angekündigt, dass das Gesamtjahr 2017 hinsichtlich der Nettoverkäufe ein Rekordjahr für die weltweite Branche werde.

Auch das global verwaltete Volumen sei kräftig angestiegen: Ein Plus von 1,8 Prozent im dritten Quartal ergebe per Ende September einen Stand der Assets im Wert von knapp 43,28 Billionen Euro weltweit. Im dritten Trimester 2016 habe der Wert noch bei 39,41 Billionen gelegen. Das ergebe einen Zuwachs von 9,8 Prozent. Die Statistik beziehe sich auf alle regulierten Open-End Funds in 47 teilnehmenden Ländern.

Sehr deutlich gehe aus der Statistik aber auch die Vorsicht der Anleger hervor. Diese würden sich aus Angst vor steigenden Zinsen immer kurzfristiger ausrichten, wie man an den massiven Zuwendungen bei den Geldmarktfonds sehe. Geldmarktfonds würden in Wertpapiere mit kurzer Restlaufzeit investieren. In den ersten drei Quartalen 2016 sei aus ihnen noch mehr Geld abgezogen, als investiert worden. 2017 hingegen hätten sie im ersten Dreivierteljahr Nettozuflüsse von 406 Milliarden Euro registriert.

Dem gegenüber stehe aber noch immer der Löwenanteil der langfristigen Fonds. Sie hätten 1,47 Billionen Euro an Nettomittelzuflüssen im Dreivierteljahr verzeichnet, verglichen mit 800 Millionen im Vergleichszeitraum 2016. (05.01.2018/fc/n/s)