Weltfrauentag: "Gender Diversity trägt zu vielfältiger, kollektiver Intelligenz bei" - Fondsnews


08.03.19 12:15
Nordea Asset Management

Stockholm (www.fondscheck.de) - Anlässlich des Weltfrauentags kommentiert Mathias Leijon, Global Co-Head of Nordea Corporate & Investment Banking, dass der erweiterte Begriff von "Diversity", also neben dem Geschlecht auch die Vielfalt an Meinungen, Persönlichkeit und Alter, ein entscheidender Faktor bei der Schaffung von Share- und Stakeholder-Value sein wird, so Nordea Asset Management in der aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Daher hat der nordische Vermögensverwalter kürzlich einen Gender-Fonds, den Nordea 1 - Global Gender Diversity Fund (ISIN LU1939214778 / WKN A2PDJ7), aufgelegt,

1. Warum Diversity wichtig ist
"Das Tempo der Veränderungen auf internationaler Ebene beschleunigt sich spürbar. Mit zunehmender Integration der Welt wird es daher immer wichtiger, unterschiedliche Meinungen zu haben, um angemessene und schnelle Entscheidungen treffen zu können. Hierfür muss die Gruppe der Entscheider in Bezug auf Alter, Meinung und Persönlichkeit vielfältig sein. Ungeachtet des moralisch Richtigen hat sich die Berufswelt jedoch in der Vergangenheit stets darum bemüht, in einer stabilen Umgebung eine einheitliche Gruppe um sich zu haben. In der Regel bestand diese aus weißen Männern mittleren Alters, die dieselbe Universität besucht und in der derselben Stadt gewohnt haben. Daher ist es wahrscheinlich, dass sie auch in ähnlicher Weise auf die Welt blicken. Das bedeutet, dass sich die Mitglieder der Gruppe dazu verpflichtet fühlen, sich in den gemeinsamen Ansichten zusätzlich noch zu bestärken. Zudem interpretieren sie Informationen und Daten gleich. So vergewissern sie sich gegenseitig, dass ihre Entscheidung richtig war. Langfristig ist dieses Phänomen gefährlich für Unternehmen - die Kosten dafür waren noch nie so hoch wie heute."

2. Wie Diversity in der Arbeitswelt gelebt werden kann
"Meiner Meinung nach ist es unangebracht, sich ausschließlich auf die Vielfalt der Geschlechter zu konzentrieren. Denn unabhängig davon, ob Arbeitnehmer Männer oder Frauen sind, haben sie möglicherweise dieselbe Persönlichkeit und vertreten denselben Standpunkt. Daher möchte ich das Konzept neben der Geschlechtszugehörigkeit noch um die Vielfalt an Meinung, Persönlichkeit und Alter erweitern. Eine ausgewogene Gruppe von Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Standpunkten und Persönlichkeiten ist wichtig. Was die Welt, in der wir gerade leben, so faszinierend macht, ist die Tatsache, dass wir alle Denkkategorien brauchen. Jede vorhandene Intelligenz muss im kollektiven System eines Unternehmens erfasst werden. Führungskräfte sollte für eine zunehmende Spannung bei einer Diskussion sorgen. Zudem sollten sie darauf achten, dass jeder seine Meinung äußern kann und die Meinung anderer achtet. Alle sollten mit demselben Arbeitsethos zusammenarbeiten - dem Selbstverständnis eines Unternehmens."

3. Welchen Einfluss "Diversity" auf den Unternehmenserfolg hat
"Wir bei Nordea Asset Management haben in einer Studie versucht, die Korrelation von Diversität und der Performance von 100 börsennotierten Unternehmen in Skandinavien zu belegen. "Gender Diversity" stand dabei aufgrund der Datenverfügbarkeit im Mittelpunkt. Informationen, wie viele Männer und Frauen in einem Unternehmen Positionen im oberen Management innehaben, gibt es. Anders sieht es zum Beispiel bei der Untersuchung von Vielfalt im Hinblick auf Meinungen aus. Doch unserer Ansicht nach trägt gerade die "Gender Diversity" eindeutig zu vielfältiger, kollektiver Intelligenz in Organisationen bei. Letztlich sind es zwei Faktoren, die absolut unerlässlich für Unternehmen sind, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein: Vielfalt im weiteren Sinne - im Hinblick auf Meinung, Persönlichkeit, Alter, Geschlecht - und eine starke Unternehmenskultur. Diese Kombination schafft im Laufe der Zeit nachhaltige Werte: Shareholder- und Stakeholder-Value und einen Beitrag zur gesellschaftlichen Verantwortung."

4. Wie die einzelne Führungskraft zu mehr Diversity in der Belegschaft beiträgt
"Manager und Führungskräfte sollten ein sicheres und integratives Arbeitsumfeld schaffen, in dem sich die Mitarbeiter gegenseitig respektieren. Alle sollten sich wohl und geschätzt fühlen - und die Möglichkeit haben, erfolgreich zu sein. Nordische Unternehmen sind in dieser Hinsicht weltweit führend. Auch unsere Bewerber und neuen Mitarbeiter haben viele Fragen zu unserer Kultur und zu unseren Werten. Sie wollen wissen, wofür wir stehen, und was wir zur Gesellschaft beitragen wollen. Andere Unternehmen, in denen unterschiedliche Meinungen unerwünscht sind, kämpfen künftig mit dem Problem einer erodierten Talentbasis, die dann auch nicht mehr mit der eigenen Kundenbasis und der Gesellschaft übereinstimmt. Das hat dann auch Auswirkungen auf die Shareholder-Value." (08.03.2019/fc/n/n)





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