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Welche Aktienfonds-Kategorien seit Jahresbeginn relative Stärke beweisen konnten - Fondsnews


18.03.20 14:00
e-fundresearch.com

Wien (www.fondscheck.de) - Wir werfen einen Blick auf die stärksten beziehungsweise viel eher "am wenigsten verlustreichen" Aktienfonds-Kategorien seit Jahresbeginn, so die Experten von "e-fundresearch.com".

Was viele überraschen dürfte: Ausgerechnet asiatische Aktienfonds-Kategorien hätten sich bis dato überdurchschnittlich gut halten können.

Die Experten von "e-fundresearch.com" würden sich mit den Aktienfonds-Kategorien beschäftigen, die sich auf Sicht seit Jahresbeginn 2020 bis inklusive dem 16.03.2020 am bislang bestens hätten halten können. Das Ergebnis möge durchaus den einen oder anderen Markteilnehmer überraschen.

Aus Sicht eines EUR-Anlegers sei es in der Analyse lediglich einer einzigen Aktienfonds-Kategorie gelungen, ein zweistelliges Minus zu vermeiden. Es handle sich dabei ausgerechnet um die Kategorie "China Equity A Shares", also um Aktienfonds, die gezielt in chinesischen Festlandaktien (A-Shares) investieren würden. Laut Morningstar-Daten hätten Fonds jener Kategorie seit Jahresbeginn "nur" um durchschnittlich -8,10% (in EUR gemessen) nachgeben müssen. Auch die Plätze zwei (Greater China Equity) und drei (China Equity) würden von Aktienfonds-Kategorien mit China-Exposure eingenommen. Wohl kaum ein Multi-Asset-Experte hätte damit gerechnet, dass eine Übergewichtung jener Kategorien in einer Limitierung der jüngsten Drawdowns resultiert hätte.

Dass die Sektor-Aktienfonds-Kategorien Biotechnologie und Gesundheit mit Platz vier und fünf ebenfalls im Spitzenfeld lägen, sei angesichts der Tatsache, dass es sich beim Coronavirus ja um eine Gesundheitskrise par excellence handle, schon deutlich einleuchtender. Schließlich dürften sich Unternehmen jener Sektoren im Gegensatz zu Ölunternehmen oder Airlines über keinen massiven Nachfrageeinbruch beklagen dürfen.

Für den erfahrenen Asien- und China-Fondsmanager Harald Staudinger von ASPOMA Asset Management sei die relative Stärke der chinesischen Aktien vor allem auch darauf zurückzuführen, dass sich die lokale Wirtschaft zum Zeitpunkt des Corona-Virus-Ausbruchs in einer Phase positiver Dynamik befunden habe: "Die Chinesische Wirtschaft wurde vom Ausbruch des Coronavirus nicht in einer Phase der wirtschaftlichen Schwäche getroffen, sondern war dabei schon im ersten Quartal 2020 eine deutliche Wirtschaftsbelebung zu erfahren. Die geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen die in 2019 in China gesetzt wurden sowie die Entspannung des Handelskonflikts mit USA begannen zu wirken", so der Experte gegenüber "e-fundresearch.com".

Staudinger rechne übrigens auch mit Blick auf den weiteren Verlauf von 2020 mit einer Outperformance chinesischer Werte: "China ist bereits wieder auf dem Weg zurück zur Normalität. Für Investoren ist China neben seiner attraktiven Bewertung und der mittelfristig hohen Wachstumsaussichten deswegen interessant, weil China in der Überwindung des Virus und der wirtschaftlichen Folgen sowohl Europa wie auch USA ein bis zwei Monate voraus ist und somit dort die Anzeichen einer Erholung nach der Krise viel früher erkennbar sein werden."

Ähnlich sehe das auch Fiona O'Neill, stellvertretende Leiterin des Aktien-Researchs von Fidelity International: "Die chinesischen Behörden haben relativ schnell erhebliche Beschränkungen für die betroffenen Regionen verhängt. Dadurch bestehen gute Chancen, dass sich die Auswirkungen auf die Gewinnsituation chinesischer Unternehmen relativ schnell wieder erholen - vorausgesetzt es gibt keinen zweiten Virusausbruch."

Weitere Detailinformationen mit den Top-25 Aktienfonds-Kategorien seit Jahresbeginn im Überblick können Sie unter folgendem Link abrufen. (News vom 17.03.2020) (18.03.2020/fc/n/s)