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Was die Fondsgruppen über zehn und 20 Jahre abwerfen - Fondsnews


13.01.21 12:24
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der deutsche Branchenverband BVI veröffentlicht regelmäßig seine "Wertentwicklungsstatistik", so die Experten von "FONDS professionell".

Ihr lasse sich entnehmen, wie die Fonds, deren Daten der Verband sammle, über diverse Zeiträume abgeschnitten hätten. Die BVI-Zahlen würden die Entwicklung der Nettoinventarwerte zeigen, also alle laufenden Kosten, nicht aber eventuell anfallende Ausgabeaufschläge berücksichtigen.

Der Verband bilde den einfachen Durchschnitt aller beobachteten Portfolios, ohne auf das verwaltete Vermögen abzustellen. Ein kleines Sondervermögen nehme im Zahlenwerk demnach das gleiche Gewicht ein wie ein milliardenschwerer Bestseller.

Was habe sich eher ausgezahlt? Auf Aktien zu setzen oder auf Anleihen? Weltweit zu investieren oder eher heimatnah?

Auf Sicht von zehn Jahren lägen global investierende Aktienfonds im Schnitt deutlich vor ihren europäischen Pendants. Blicke man zwei Jahrzehnte zurück, stünden die Schwellenländer vorne, die über eine Dekade aber deutlich hinterherhinken würden - über diesen Zeitraum seien sogar offene Immobilienfonds lukrativer gewesen. Immerhin: Alle Aktienfondsgruppen würden ein klares Plus ausweisen.

Was die Entwicklung der Rentenfonds anbetreffe, sei insbesondere mit langlaufenden Euro-Staatsanleihen in der vergangenen Dekade erstaunlich viel Geld zu verdienen gewesen - dem Zinssenkungskurs der Europäischen Zentralbank sei Dank. Bei dieser Performance hätten die wenigsten Aktienfonds mithalten können.

Bei Mischfonds sei die Welt in Ordnung, zumindest auf Sicht von zehn Jahren: Die aktienbetonten Produkte lägen klar vor ihren rentenlastigen Pendants - genau so, wie man das aufgrund des Risikoprofils erwarten würde. Über 20 Jahre gehe diese Rechnung allerdings nicht auf: Da stünden die rentenbetonten Fonds vor den Portfolios mit Aktienfokus. Der Grund seien die herben Börsencrashs vom Beginn dieses Jahrtausends. (News vom 12.01.2021) (13.01.2021/fc/n/s)